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Offenes System mit zentralem Server

Napster ist ein Beispiel für ein offenes System mit zentralem Server. Anfragen nach Dateien schickt jeder Rechner an den zentralen Server. Er besitzt einen Gesamt-Index und kann die Anfragen sehr schnell beantworten.

Die Liste von Computern, die die gesuchte Datei anbieten, schickt er dann an den Fragesteller zurück. Der Suchende entscheidet sich für einen Computer und leitet den Download direkt von diesem Computer ein. Der Dateitransfer geschieht ohne Umwege, direkt zwischen den beteiligten Computern.

Vorteil:

Eine Anfrage muss nur einmal an den zentralen Server gestellt werden, die Netzlast bleibt gering.

Nachteil:

Die zentrale Verwaltung ist gleichzeitig der Schwachpunkt des Systems. Werden die zentralen Server gestört oder abgeschaltet, ist das System nicht mehr funktionsfähig.

Auch sind die Nutzer nicht anonym im Netzwerk. Sie sind eindeutig zu identifizieren und können aus dem Netzwerk ausgeschlossen oder sogar zum Zweck der juristischen Verfolgung identifiziert werden.

Das System kann von den Betreibern fast beliebig reguliert werden. Filter sollen dafür sorgen, dass nur bestimmte Musikstücke zum Download zugelassen werden. Zukünftig sollen sogar die Dateien auf ihrem Weg durch das System manipuliert werden, um beispielsweise das Brennen auf CD zu verhindern.

Zu den offenen Systemen mit zentralem Server gehören Napster, Filetopia und WinMX.

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