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OS/2 - Vorwärts mit Warp Factor 3

02.12.2013 | 14:15 Uhr |

Wie konnte man Anfang der 90er Jahre gleichzeitig verschiedene DOS-Programme oder ein paar Windows-Anwendungen oder eines der wenigen, aber gut gemachten OS/2 -Programme zum Laufen bringen? Und wie ließ sich zu jener Zeit Hardware nutzen, ohne den gefürchteten "Blue Screen of Death" heraufzubeschwören? Nun, man fragte IBM .

Obwohl es 1987 aus einer schwierigen Ehe zwischen IBM und Microsoft hervorgegangen war, entwickelte sich OS/2 zu einem recht stabilen und brauchbaren Betriebssystem. Lange galt OS/2 als "cool" und musste erst nach 1995 seinem Halbbruder Windows 95 das Feld überlassen (siehe auch, wie sich beide Produkte im Vergleich schlugen). Zu der Zeit hatte OS/2 Warp 3 bereits eine große Nutzergemeinde in der Finanzbranche, bei Versicherungen und in TK-Unternehmen gefunden. Zehntausende Geldautomaten arbeiteten seit den 90er Jahren weltweit mit OS/2.

Aber irgendwie fand OS/2 bei Programmieren, die Anwendungen für den Massenmarkt schrieben, keinen großen Anklang. Stattdessen kamen immer mehr Windows-Programme in die Läden, die auch unter OS/2 Warp hätten laufen können. Doch nur wenige Leute sahen damals einen Vorteil darin, das Betriebssystem aufzusetzen, wenn Windows bereits vorinstalliert mit dem PC ins Haus kam.

IBM machte trotzdem weiter und beendete erst 2001 die Entwicklung und 2006 den Support . Aber so mancher von uns hat auch heute noch irgendwo die Box von OS/2 stehen - der alten Zeiten wegen ( mehr zu OS/2 finden Sie hier ).

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