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Nvidia VGX-Grafikkarten

26.06.2012 | 14:14 Uhr |

Nvidia VGX-Grafikkarte.
Vergrößern Nvidia VGX-Grafikkarte.
© Nvidia

Diese speziellen Grafikkarten basieren auf der recht neuen und leistungsfähigen Kepler-Architektur, die im Ende März 2012 erstmals in der Nvidia Geforce GTX 680 ihre Verwendung fand und auf PC-Games und Multimedia-Programme ausgerichtet ist. Die VGX Karte dagegen sind speziell auf die Implementierung in GPU-VDIs ausgelegt, indem sie drei wesentliche Schwierigkeiten früherer Grafikprozessor-Generationen in Cloud-Servern beheben: Sie sollen Grafikprozessor-Virtualisierung, Remote-Anzeigen mit geringen Latenzzeiten und Leistungseffizienz auf Niveau eines Rechenzentrums bieten. Durch die Kombination dieser Techniken verspricht Nvidia eine erhebliche Verbesserung Cloud-basierter VDI-Dienste im Hinblick auf Leistung, Effizienz und Benutzererlebnis.

NVIDIA VGX – MODELL 1

Anzahl an Benutzern

Max. 100

Grafikprozessor

Anzahl an Grafikprozessoren

4

Gesamtanzahl an NVIDIA CUDA® Recheneinheiten

768

Shader-Leistung (TFLOPS)

1,3

Leistungsaufnahme (W)

150

Speicher

Speichergröße (GB)

16

Speichertyp

DDR3

Speicher-Bandbreite (GB/s)

115

Formfaktor

Länge

26,67 cm (10,5”)

Breite

11,18 cm (4,4”)

Bedarf an Steckplätzen

Zwei Steckplätze

Grafikprozessor-Virtualisierung mit Nvidia VGX-Karten

Die VGX-Grafikkarten verfügen nebst der Kepler-GPU auch über eine spezielle MMU-Logik (Memory Management Unit), die der VGX-Hypervisor-Technik hilft die Ressourcen auf die verschiedenen Anwendern aufzuteilen und dabei eine gleichbleibende Leistung, Zuverlässigkeit und Anwendungskompatibilität zu gewährleisten. Bezüglich der VDI würde diese Technik vielen virtuellen Maschinen gleichzeitig den Zugriff auf nur einen Server und einer GPU ermöglichen und dabei auch geschützten Zugriff auf kritische Ressourcen sicherstellen.

Remote-Anzeigen mit geringen Latenzen

Herkömmliche VDI-Systeme beeinträchtigen das Benutzererlebnis durch hohe Latenzen nach Benutzereingaben. Grund hierfür ist unter anderem das Netzwerk, das Rendern, die Erfassung und Kodierung auf dem Server selbst. Die neue Kepler-Architektur soll hier mit einer integrierten Remote-Anzeigefähigkeit mit geringer Latenz einen Schlussstrich ziehen. Insbesondere sollen professionelle Clouds für Workstations und Firmen-Rechner von der Leistung profitieren, da das Benutzererlebnis so weiter verbessert werden soll, sodass auch unternehmensweite LAND- und WAN-Implementierungen denkbar wären.

Die H.264-Encoder-Engine im Inneren des Kepler-Grafikchips soll so leistungsfähig sein, dass diese simultane Streams mit höherer Qualität also herkömmliche Engines in VDIs kodieren kann. Dies würde einen bedeutenden Fortschritt für die Effizienz von Cloud-Servern bedeuten, da sich nicht mehr die CPU um die aufwändige Kodierung kümmern muss. Daraus würde sich auch eine Skalierbarkeit entsprechend der Anzahl der GPUs im Server ergeben. Darüber hinaus kann das System die mit geringer Verzögerung erfassten Daten in einem Rutsch in den On-Chip-Encoder einspeisen, so dass diese Architektur höchste Effizienz und geringe Latenz aufweisen würde.

Leistungseffizienz auf Niveau eines Rechenzentrums

Die neuartige Optimierung der Leistung pro Watt erfordert auch eine neue Herausforderung an das Energiemanagement. Laut Nvidia sollen alle Komponenten der Kepler-Grafikprozessoren von Grund auf für "hervorragende Ergebnisse" entwickelt sein, worunter auch die Streaming-Multiprozessoren (SMX) fallen. Heraus kommen soll eine innovative und zuverlässige Lösung, die noch nie dagewesene Leistungswerte pro Watt in den Rechenzentren der Unternehmen liefern soll.

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