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Nvidia ION im Detail

03.07.2009 | 15:15 Uhr | Michael Schmelzle

Trägerplatine mit weiteren Schittstellen für die ION-Referenzplatine von Nvidia
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© 2014

Den ION liefert Nvidia im Referenzdesign als Pico-ITX-Hauptplatine (100 x 72 Millimeter) an die Netbook- und Nettop-Hersteller aus. Der zentrale Kern der Platine ist der Nvidia-Chipsatz ION. Er trägt die technische Bezeichnung MCP79 und beherbergt den mobilen Grafikkern Geforce 9400M, der eine maximale Auflösung von 2560 x 1600 Bildpunkten schafft. Die ION-Grafiklogik ist via 16x-PCI-Express an den Chipsatz angebunden. Der Chiptakt beträgt 450 MHz, die 16 universellen Shader-Einheiten (Streaming-Prozessoren) arbeiten mit 1100 MHz. Über eine 128 Bit breite Direktverbindung nutzt der DirectX-10-Grafikkern bis zu 256 MB des Arbeitsspeichers als Video-RAM. Der ION-Chipsatz von Nvidia integriert zusätzlich eine HD-Decodier-Einheit sowie einen 8-Kanal-Audiochip.

Fest verlötet auf der ION-Hauptplatine ist der Atom-Prozessor von Intel. Die Netbook- und Nettop-Hersteller haben die Wahl, ob sie den Single-Core Atom 230 oder den Dual-Core Atom 330 verbauen. Auf der Frontseite der ION-Referenzplatine befinden sich je ein Gigabit-Netzwerk-, USB-, Dual-Link-DVI- und HDMI-Anschluss. Hinzu kommt eine interne SATA-Buchse, die nahe der Rückseite auf Höhe des Netzwerk-Anschluss liegt.

Unterseite der Pico-ITX-Referenzplatine mit dem ION-Chipsatz von Nvidia
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Die zwei FB-DIMM-Steckplätze für DDR3-SDRAM befinden sich auf der Unterseite der ION-Hauptplatine. Pro Speicherbank kann der ION-Chipsatz bis zu 2 Gigabyte des Typs DDR3-1333 ansteuern - in der maximalen Ausbaustufe sind also 4 Gigabyte möglich. Ein Netbook mit dem gängigen Intel-Chipsatz erlaubt nur den Betrieb von DDR2-667-Speicher. Neben DDR3-Speicher unterstützt der ION-Chipsatz aber auch DDR2-800-SDRAM. Diese Option ziehen beispielsweise Hersteller, die eigene Hauptplatinen-Designs für den Eigenbau-PC anbieten. Mehr dazu auf der folgenden Seite.

Oberseite der Pico-ITX-Referenzplatine mit dem ION-Chipsatz von Nvidia
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Ebenfalls auf der Rückseite ist die proprietäre Schnittstelle, über die die Pico-ITX-Hauptplatine des Nvidia ION Verbindung zu einer etwas größeren Trägerplatine aufnimmt, die alle restlichen Schnittstellen beherbergt. Die Trägerplatine im 3,5-Zoll-Format ist keine neue Erfindung - in Industrie-PCs ist dieser Formfaktor weit verbreitet. Auf der Trägerplatine verbaut Nvidia 6 USB- und 6 analoge Audio-Anschlüsse, darunter eine Kopfhörer-, eine Mikrofon- und vier Line-Out-Buchsen. Für digitale Audiosignale steht ein optischer SP/DIF-Out zur Verfügung. Dazu kommen noch zwei eSATA-Buchsen, die in direkter Nachbarschaft zum Power-Knopf liegen.

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