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Ubuntu für den Sicherheits-Einsatz

10.12.2019 | 15:44 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Ubuntu Privacy Remix gehörte zu den auf das Thema Sicherheit spezialisierten Linux-Distributionen. Es ist eine Insellösung, die sich ganz dem Datenschutz verschrieben hat: Sie können damit vertrauliche Daten auf einem Rechner absolut sicher bearbeiten. Es besitzt nämlich keine Möglichkeit,online zu gehen. Privacy Remix wurde als Live-CD eingesetzt und ist nicht für die feste Installation auf einem PC gedacht.

Mittlerweile haben die Projektverantwortlichen Privacy Remix aber durch Discreete Linux ersetzt. Discreete Linux basiert auf Debian - Privacy Remix hatte auf Ubuntu basiert.

Penetrationstests mit Backbuntu

Eine spezielle Sicherheits-Linux-Distribution ist Blackbuntu, das auf Ubuntu basiert. Der Desktop dieser schon etwas in die Jahre gekommenen Ubuntu-Version erscheint recht düster. Blackbuntu enthält eine Reihe von Programmen, mit denen man die Sicherheit eines Rechners und/oder eines Netzwerks testen kann - als beispielsweise Netzwerksniffer und Passwortknacker sowie Tools zum Knacken von WLAN-Verbindungen.

Backbox
Vergrößern Backbox
© Backbox

Backbox

Backbox ist eine auf Ubuntu basierende Linux-Live-Distribution für Sicherheitstests mit XFCE-Desktop. Vor allem aber mit einer übersichtlichen Auswahl an Sicherheits-Tools.

DEFT steht kurz für „Digital Evidence & Forensic Toolkit“ und ist ein Live-System auf Ubunu-Basis.
Vergrößern DEFT steht kurz für „Digital Evidence & Forensic Toolkit“ und ist ein Live-System auf Ubunu-Basis.
© DEFT

DEFT

Mit dem "Digital Evidence & Forensic Toolkit" DEFT können Forensiker Eindringlinge aufspüren und deren Spuren sichern. Dafür besitzt es diverse Tools zur Datenanalyse und Wiederherstellung. Die Grundlage des Live-Systems ist ebenfalls Ubuntu.

Nubuntu

Ein Ubuntu-Derivat, das sich ebenfalls ganz der Sicherheitsanalyse verschrieben hat, war Nubuntu (was für Network Ubuntu steht). Es kam ohne grafische Oberfläche und wurde komplett über die Kommandozeile bedient. Dort standen dann aber eine Fülle von Tools zur Verfügung, mit denen Sie einen Rechner oder ein Netzwerk auf Herz und Nieren testen konnten. So waren Port-Scanner und Werkzeuge für Fuzzing (Eingabe von zufällig erzeugten Daten), Passwortknacken, Sniffing und Spoofing mit an Bord. Dazu zählten bekannte Namen wie Nmap, Wireshark, Ettercap, Kismet oder Dsniff und vieles mehr. Im Jahr 2010 wurde Nubuntu eingestellt.

Hinweis: Das bekannte Kali Linux basiert nicht auf Ubuntu, sondern auf Debian.

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