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Nicht nur ein Hoax

27.03.2002 | 13:50 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Bei dieser und ähnlichen Mails handelt es sich aber nicht um einen harmlosen Hoax, sondern vielmehr um versuchten Betrug, bei dem leichtgläubigen Menschen das Geld aus der Tasche gezogen wird. Teilweise wurden die Opfer sogar nach Nigeria gelockt, wo sie entführt und erst gegen Zahlung eines Lösegeldes freigelassen wurden.

Die Mails aus dem schwarzafrikanischen Staat machen immer wieder die Runde. Jetzt platzte der nigerianischen Regierung der Kragen, sie stellte eine Website ins Internet, auf der sie vor diesen Betrügermails warnt und Tipps zum Schutz davor anbietet. Ganz nebenbei finden Sie dort auch Ratschläge, wie Sie legal in Nigeria investieren können. Die Website existiert schon seit einiger Zeit, wurde jetzt aber erweitert.

Ob die Seite einen Erfolg im Kampf gegen diese nervtötenden Spammails erzielen wird, bleibt abzuwarten. Respekt hat Nigeria mit diesem Schritt jedoch verdient, wie Tom Geller, Gründer der SpamCon Foundation meint.

Jeder Betroffene, der eine solche Spammail bekam, kann sich an diese Website wenden. Die Betreiber der Website sammeln alle Dokumente zu dem Fake.

Neben den oben erwähnten Klassikern führt die Website auch noch andere Hoaxes auf. So kursiert zum Beispiel eine Mail, die amerikanische Staatsbürger sucht, die Lust haben, als Basketball-Trainer nach Nigeria zu gehen. Interessenten müssen allerdings eine Anmeldegebühr von 150 Dollar zahlen.

Virtuelle Nervensägen machen das Internet unsicher (PC-WELT Online, 19.01.2002)

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