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Nicholas Economides

Economides plädiert für eine "Korrektur des Verhaltens von Microsoft". Der Effekt für die Zukunft wäre gering, gibt er zu. Aber man müsse "sehr vorsichtig sein, wenn richterliche Entscheidungen die Lage nicht schlimmer machen sollen, als sie derzeit ist." Economides gibt zu, daß er ein Bewunderer von Microsoft ist. "Ich sehe nicht, daß Anwender geschädigt werden, wenn sie einen kostenlosen Browser erhalten. Schließlich wurde der Preis des Betriebssystems nicht erhöht."

Economides würde von Microsoft eine Änderung der Verträge mit den Partnern und Kunden fordern, "um sicherzustellen, daß beispielsweise die restriktiven Verträge mit Online-Service-Providern in Zukunft nicht mehr zustandekommen. Außerdem sollte Microsoft seiner Meinung nach Software-Code, beispielsweise Programmierschnittstellen, veröffentlichen, um anderen Software-Anbietern zu ermöglichen, entsprechende Windows-Programme anzubieten. Allerdings gelte dies nur für die am Prozeß beteiligten Unternehmen, beispielsweise für Netscape. "Unternehmen, die das Problem in der Zukunft haben, müssen dies für sich vor Gericht erstreiten".

Nicholas Economides ist Professor für Wirtschaft an der New York University

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