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Neue Upgrade-Zyklen bei Windows 10

22.11.2019 | 13:02 Uhr | Peter Stelzel-Morawietz

Wieder einmal ändert Microsoft seine Update-Politik bei Windows 10. Grundlegend neue Funktionen sollen künftig einmal jährlich erscheinen, daneben aber kommt eine Art „Service Pack“.

Microsoft machte es Ihnen als PC-Anwender und Nutzer von Windows 10 wahrlich nicht ganz einfach. Über die regelmäßigen monatlichen Patches für neu bekanntgewordene Sicherheitslücken hinaus wurde das Betriebssystem bei den früheren Versionen bis einschließlich Windows 7 und 8 zu bestimmten Zeitpunkten grundlegend aktualisiert und dabei auch mit neuen Funktionen ausgestattet. Bis Windows 7 hießen diese speziellen Updates jeweils „Service Pack“, bei Windows 8 führte Microsoft stattdessen mit „8.1“ erstmals eine neue Versionsbezeichnung ein.

Diese langjährige Praxis hat Microsoft bei Windows 10 grundlegend geändert, und anders als es die Bezeichnung ohne Versionsnummer vermuten lässt, bringt das Unternehmen seit dem Erscheinen des Betriebssystems im Sommer 2015 sehr viel mehr neue Versionen heraus als davor – aktuell ist gerade die neunte Version. Nur ist das eben nicht gleich auf den ersten Blick sichtbar, weil sich an der oberflächlichen Benennung nichts ändert: Die heißt weiterhin Windows 10.

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Verwirrung: Versions-Upgrade, Funktions- und normales Update 

Man muss unter Windows 10 schon ein paar Mal klicken, damit klar wird, welche Version des Betriebssystem auf dem PC denn genau läuft. Hier ist es die aktuelle Version 1909.
Vergrößern Man muss unter Windows 10 schon ein paar Mal klicken, damit klar wird, welche Version des Betriebssystem auf dem PC denn genau läuft. Hier ist es die aktuelle Version 1909.

Die eigentliche Version wird erst sichtbar, wenn Sie unten in der Such- und Ausführenzeile winver (für „Windows Version“) eintippen oder in der Einstellungen-App auf „System –› Info“ klicken und dann zu den „Windows-Spezifikationen“ hinunterscrollen. Die Darstellung unterscheidet sich bei beiden Vorgehensweisen etwas, das Ergebnis aber ist identisch. Sie sehen dort stets eine vierstellige Nummer, deren erste zwei Ziffern das Jahr und deren letzte zwei Ziffern den Monat der Fertigstellung kennzeichnen: Die aktuelle Version 1909 steht also für den September 2019. Dass Microsoft sie nun trotzdem „November-Update“ nennt, ist der erneuten Verzögerung bis zur Veröffentlichung geschuldet. Das November-Update folgt damit der „Tradition“ der Vorversionen 1903 und 1809.

Weiter verkompliziert wurde all dies, weil Microsoft selbst die Begriffe Upgrade und Update vermischt. Denn tatsächlich handelt es sich bei den genannten Aktualisierungen von Windows 10 von einer auf die nächstfolgende Version, also beispielsweise von der Version 1903 auf 1909, um ein Upgrade: also um einen Wechsel des Betriebssystems. Dabei wird – ähnlich wie beispielsweise beim Upgrade von Windows 7 auf 10 – ein neues Betriebssystem installiert. Als Anwender kann beziehungsweise könnte man dabei wählen, ob man Daten, Einstellungen und Programme übernehmen möchte (was in den meisten Fällen sinnvoll ist!). Microsoft verwendet beim Versions-Upgrade jedoch den Begriff „Funktions-Update“ und suggeriert damit eine nicht vorhandene Analogie zu den monatlichen Updates jeweils am Patchday, also am zweiten Dienstag eines Monats.

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Windows 10: Zukünftig jährlich nur noch ein Funktions-Upgrade 

Bei Funktions-Updates, also bei der Installation einer neuen Windows- Version, können Sie im Media Creation Tool auswählen, was Sie beim Upgrade übernehmen möchten (unten).
Vergrößern Bei Funktions-Updates, also bei der Installation einer neuen Windows- Version, können Sie im Media Creation Tool auswählen, was Sie beim Upgrade übernehmen möchten (unten).

Wer die Versionssprünge von Windows 10 verfolgt hat, weiß, dass Microsoft in den vergangenen Jahren jeweils zwei neue Versionen (also „Funktions-Updates“) veröffentlicht hat: jeweils eines im Frühjahr und eines im Herbst. Diese wurden folglich mit 1703, 1709, 1803, 1809, 1903 und zuletzt 1909 bezeichnet. Zwar hält der Konzern an diesen Versionsbezeichnungen fest, de facto aber wird es für Windows 10 zukünftig nur noch ein Funktions-Update pro Jahr geben: nämlich das im Frühjahr. Das andere, also das im Herbst, wird als „kumulatives“ Update ausgeliefert – ähnlich wie die normalen monatlichen Updates. Um genau ein solches „normales“ Update handelt es sich bei der gerade aktuellen Windows- 10-Version 1909. Das nächste große Funktions-Update folgt also erst wieder in der ersten Jahreshälfte 2020 und firmiert deshalb bei Microsoft derzeit unter dem Kürzel „20H1“.

Diese zukünftig unterschiedlichen Frühjahrs- und Herbst-Update haben zudem deutlichen Einfluss auf den Update- beziehungsweise Upgrade-Prozess. Im Frühjahr wird also weiterhin eine neue Version installiert, was über das Media Creation Tool von Microsoft drei Migrationsoptionen eröffnet, aber auch länger dauert, und was in der Vergangenheit häufiger zu erheblichen Problemen führte. Die Herbst-Updates dagegen werden schneller und ohne jede Auswahlmöglichkeit installiert, dafür (hoffentlich) weniger fehleranfällig als die Versions-Upgrades.

Hinweis: Die exakten Versionsnummern von Windows 10, also 1809, 1903, 1909 und so weiter, sind auch deshalb wichtig, weil von der installierten Version auch jeweils der Zeitraum abhängt, während dem Microsoft das System mit Updates versorgt. 

Welche Windows-Funktionen sind denn eigentlich neu?

Manche PC-Anwender fragten sich in der Vergangenheit nach jedem Versions-Upgrade von Windows 10 zu Recht, was denn nun an neuen Funktionen hinzugekommen war. Denn Microsoft informiert seine Nutzer von sich aus nicht darüber. Dabei laden neue Funktionen doch geradezu dazu ein, auf diese auch entsprechend aufmerksam zu machen.

Allerdings hat Microsoft genau diese Informationen im Betriebssystem in der Funktion „Neue Features erkunden“ versteckt – nur kennt sie eben kaum jemand. Sie finden sie, wenn Sie in der Einstellungen-App auf „Update und Sicherheit“ klicken und im folgenden Fenster im rechten Teil unten auf den gleichnamigen Link klicken.

Windows 10 öffnet daraufhin seine Tipps-App und erklärt darin die neuen Funktionen. Dazu gehört eine kurze Erläuterung, wozu das jeweilige Feature dient. Darunter wird genau erklärt, welche Schaltflächen man anklicken beziehungsweise was man tun muss, um zum Ziel kommen. Mit den Pfeiltasten blättern Sie weiter zur nächsten neuen Funktion. Haben Sie die Tipps geschlossen, genügt ein Mausklick auf „Neuigkeiten“ im Fenster dahinter, um sie wieder anzuzeigen.

Hinweis: Windows blendet die Funktion „Neue Features erkunden“ nicht auf allen Rechnern ein. Der Grund dafür ist unklar und hängt auch nicht davon ab, ob auf den jeweiligen PCs die Home- oder die Pro-Version von Windows 10 installiert ist.

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