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Neue Programme

20.01.2005 | 11:06 Uhr | Hermann Apfelböck, Thorsten Eggeling, David Wolski

Das ist neu: Windows Longhorn ist das erste Betriebssystem, das von Haus aus eine Unterstützung für .NET-Programme mitbringt. Die als .NET-Runtime bezeichnete Umgebung stellt alle nötigen Programme und Bibliotheken für den Betrieb einer Software zur Verfügung. Programmierer erstellen die dazu passenden Anwendungen beispielsweise mit Microsofts Entwicklungsumgebung Visual Studio .NET. Die .NET-Programme sollen unter anderem eine effektivere Speicherverwaltung und besseren Schutz vor Buffer Overflows bieten. Microsoft erwartet von diesem Software-Konzept höhere Stabilität und besseren Schutz gegen Sicherheitslücken.

Mit einer weiteren Problemquelle will .NET ebenfalls aufräumen: Schlampig programmierte Setup-Programme stören manchmal die bereits installierte Software oder bringen das gesamte Betriebssystem ins Stolpern. Sie ersetzen ungefragt gemeinsam genutzte Komponenten (DLL-Dateien) durch ältere Versionen, entfernen diese bei der De-Installation oder löschen wichtige Registry-Einträge.

Bei .NET werden DLL-Dateien immer zusammen mit der EXE-Datei im selben Verzeichnis abgelegt und sind damit vor Fremdzugriff geschützt. Bei gemeinsamer Nutzung sollen zusätzliche Konfigurationsdateien sicherstellen, dass ein Programm im System die passenden Komponenten findet. Unterschiedliche Versionen der gleichen DLL-Datei liegen dann in verschiedenen Verzeichnissen. .NET-Software belegt damit allerdings deutlich mehr Platz als herkömmliche Programme.

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