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Angriffe auf die Verfügbarkeit - „Site Temporarly Unavailable“

16.12.2018 | 14:01 Uhr |

Wenn es einem Angreifer nicht um das Erlangen wichtiger Daten geht, sondern nur um die Schädigung des Opfers, kommt es in vielen Fällen zu einem Angriff auf die gesamte Netzstruktur. MasterCard, Visa oder PayPal werden sich mit Schrecken an den 6. bis 8. Dezember 2010 erinnern, als deren Webseiten durch einen DoS-Angriff (Denail of Service) als Reaktion auf die Sperrung von WikiLeaks-Konten in die Knie gezwungen wurden.
 
Bei einem DoS kommt es zum Angriff auf einen Server oder andere Komponenten eines Datennetzes. Hierbei sind keine Zugriffrechte oder Ähnliches nötig. Es kommt zu einer Vielzahl von Anfragen, die die Rechenleistung oder den Hauptspeicher des Dienstanbieters überlasten. Weitere Anfragen können vom System nicht mehr verarbeitet werde. Somit werden reguläre Anfragen gar nicht oder nur noch sehr langsam vom System beantwortet.
 
Eine weitere Möglichkeit des DoS wäre auch das Ausnutzten von Programmfehlern, mit dem Ziel die Serversoftware zum Absturz zu bringen. In diesem Fall wäre es auch nicht mehr möglich reguläre Anfragen zu beantworten. Eine besondere Gefährdung stellen DDos-Attacken dar. Es werden hunderte bis tausende angreifende Systeme gleichzeitig genutzt um Anfragen an einen Dienst zu stellen. Meistens sind es infiltrierte Rechner in Privathaushalten, die dafür genutzt werden. Durch die Vielzahl an Angreifern können auch Dienste mit sehr großen Rechenleistungen lahmgelegt werden. Da die Rechner über das Internet verteilt sind spricht man von „Distributed“ (engl. = verteilt) DoS-Attacken.
 
 
 

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