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Qualität und Sicherheit im Netzwerk gewährleisten

03.03.2018 | 08:35 Uhr |

Sicherheitsprobleme im Netzwerk erkennen

Vor Malware-Gefahren schützen sich die meisten Unternehmen mittels Security-Lösungen wie etwa Antiviren-Scanner oder Firewalls. Dadurch fühlen sie sich ausreichend abgesichert. Doch auch die Sicherheitssoftware ist nicht vor Ausfällen gefeit. Daher überprüfen Administratoren stetig, ob Antivirensoftware und Firewalls auf allen Computern laufen und up-to-date sind. Des Weiteren sollte die aktuelle Windows-Version auf dem neuesten Stand sein, und Security-Updates sollten lückenlos durchgeführt werden. Trotz aller Sicherheitsmaßnahmen kann das Unternehmensnetzwerk Cyber-Attacken zum Opfer fallen. Ungewöhnliche CPU-Last beziehungsweise Traffic-Spitzen können Anzeichen dafür sein.

Eine gute Netzwerkmanagementsoftware erkennt dies und schaltet die dazugehörigen Sensoren in einen Status, der "ungewöhnliche Werte" anzeigt. Zusätzlich überwacht die Monitoring-Software den allgemeinen Sicherheitsstatus, zum Beispiel die Antivirensoftware eines Windows-Computers mit WMI-Security-Center-Sensoren oder Windows-Server-Updates mit WSUS -Statistics-Sensoren. Eine andere hilfreiche Funktion für das Security-Monitoring ist die "Similar-Sensors-Analyse". Sie kann dabei helfen, verdächtige Abhängigkeiten zwischen Sensoren zu erkennen. Dank dieser vielfältigen Überwachungs- und Analysemöglichkeiten steigert die Monitoring-Lösung die Sicherheit im Netzwerk.

Physische Sicherheit im Data Center

Neben der Netzwerksicherheit hat auch die physische Sicherheit Priorität : Hohe Temperaturen, Feuchtigkeit, Wasserlecks, Feuer oder Rauch könnten die Ausrüstung eines Serverraums oder eines Rechenzentrums beschädigen. Um sicherzustellen, dass alle Geräte außer Gefahr sind, ist es ratsam, auch Umgebungsparameter zu monitoren. Mittels Hardwaresensoren für Temperatur oder Feuchtigkeit identifiziert die Software, wenn ungewöhnlich hohe Werte auftreten. Wenn zum Beispiel eine APC-Sensor-Box Temperaturen über 27 Grad misst, wird der IT-Verantwortliche alarmiert. Die Monitoring-Software kann auch die Funktion aller installierten Überwachungskameras prüfen, oder sie checkt, ob alle Türen und Fenster verriegelt sind, wenn die Mitarbeiter am Abend das Gebäude verlassen.

Webseiten hochverfügbar halten

Die Webseite ist für Firmen das Aushängeschild schlechthin. Internetauftritt inklusive gegebenenfalls vorhandenem Webshop spiegeln das Unternehmen und seine Leistungen digital wieder. Demnach ist deren Verfügbarkeit von enormer Bedeutung. Ist die Webseite nicht rund um die Uhr erreichbar, kommt es zu langen Ladezeiten oder scheitern beispielsweise die Kaufprozesse im Webshop an technischen Fehlern, könnten Anbieter dadurch Kundschaft verlieren.

Um mögliche Verluste zu vermeiden, sollte die Netzwerküberwachungslösung sofort warnen, wenn die Webseite ungewöhnliches Verhalten aufweist, also zum Beispiel sehr langsam ist. Das Monitoring nutzt unter anderem HTTP -Full-Web-Page-Sensoren, um die Ladezeiten der Seite zu überprüfen. Der http-Transaction-Sensor misst darüber hinaus den erfolgreichen Abschluss von Transaktionen auf einer interaktiven Webseite (Webshop). Zudem steht dem IT-Personal beispielsweise ein http-Apache-ModStatus-Totals-Sensor zur Verfügung, der Webseiten-Zugriffe und übertragene Daten prüft, um Lastspitzen zu bestimmten Zeiten zu identifizieren. So kann der Administrator auch erkennen, wenn mehr Bandbreite zur Verfügung gestellt werden muss.

Quality-of-Service überprüfen

Für die Business-Kommunikation sind die Tonqualität von Voice-over-IP (VoIP)-Verbindungen sowie das Video-Streaming immens wichtig. Hakt es bei solchen Verbindungen, müssen Administratoren die relevanten Parameter der Netzwerkverbindung (Jitter, Packet Loss oder Packet Delay) untersuchen. Welche Parameter könnten für das Problem verantwortlich sein? Sowohl VoIP als auch Video-Streams verlassen sich auf einen stetigen Strom von Datenpaketen. Die Quality-of-Service leidet zum Beispiel, wenn UDP (User Datagram Protocol)-Pakete nicht rechtzeitig empfangen werden oder verloren gehen.

Professionelle Monitoring-Lösungen sollten einen vorkonfigurierten Quality-of-Service (QoS)-Sensor bieten, mit dem Administratoren die Qualität der Netzwerkverbindungen messen können. Durch die detaillierten Informationen können IT-Abteilungen den Optimierungsbedarf präzise bestimmen und entsprechende Probleme beheben.

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