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Nero Live: Fernsehen und Aufzeichnen auf dem PC

05.12.2008 | 11:14 Uhr |

Die Mediacenter-Oberfläche Media Home ist in Nero 9 nur noch als optional installierbare Testversion enthalten. An ihre Stelle tritt Nero Live, das sich ausschließlich zum Anschauen und Aufnehmen von Fernsehsendungen eignet. Voraussetzung ist eine TV-Karte oder ein TV-Stick mit einem BDA-kompatiblen-Treiber (Broadcast Driver Architecture). Einen solchen haben fast alle modernen TV-Empfänger.Nero Live ist eine bildschirmfüllende Anwendung im Mediacenter-Stil. Sie unterstützt Timeshift – das laufende Fernsehprogramm lässt sich also pausieren und später an der gleichen Stelle fortsetzen.

Über die elektronische Programmzeitschrift (EPG) lassen sich Sendungen zur Aufnahme markieren. Die Aufzeichnung startet auch dann, wenn die Anwendung geschlossen wurde. Ein Vor- und Nachlauf der Aufnahme lässt sich nicht definieren. Das ist ärgerlich, da nur die wenigsten Sendungen auf die Minute pünktlich anfangen und enden.Im Bereich „Aufgezeichnet“ sind die fertigen Mitschnitte aufgelistet und lassen sich abspielen. Den praktischen Ad Spotter aus Nero Vision (siehe oben), der Fernsehwerbung herausschneidet, hat der Hersteller unverständlicherweise nicht in Nero Live integriert. Wer eine werbefreie Aufnahme möchte, muss sie in Nero Vision importieren und dort bearbeiten.

Die Bedienung von Nero Live ist nicht vollständig mit der Tastatur möglich. Für manche Aktionen, etwa die Wiedergabe aufgenommener Sendungen, muss man per Rechtsklick ein Kontextmenü öffnen.Eine Besonderheit von Nero Live ist die breite Unterstützung von TV-Übertragungsformaten (analog, DVB-T, DVB-C, DVB-S, DVB-S2).

Der DVD-Player Showtime, der auch zahlreiche andere Audio- und Video-Medienformate abspielt, hat eine optische Runderneuerung erfahren. Das Fenster für die Wiedergabeliste ist nun deutlich aufgeräumter, zudem lassen sich jetzt auch Podcasts abonnieren und Webradios abspielen. Showtime unterstützt keine Blu-Ray-Discs. Der Player ist mit dem Online-Service Gracenote Music ID verknüpft. Dadurch lassen sich unvollständige Titel-Informationen in Audiodateien automatisch komplettieren. Dazu ziehen Sie die Musikdateien in die Wiedergabeliste, klicken in der Liste mit der rechten Maustaste in einen freien Bereich und wählen aus dem Kontextmenü erst „Alle markieren“ und dann „Metadaten abrufen“. Showtime überträgt dann einen digitalen Fingerabdruck jeder Datei an den Gracenote-Dienst und erhält als Antwort die Titelinformationen. Diese werden in den Meta-Tag und den Dateinamen des Titels geschrieben. Die Gracenote-Funktion kommt auch im Mediaplayer von Startsmart und beim Rippen von CDs zum Einsatz.

Rescue Agent: Rettet Daten auch von Festplatten
Der Rescue Agent diente bisher nur der Rettung von Daten auf defekten CDs und DVDs. In Nero 9 kann er jetzt auch versehentlich gelöschte Daten auf Festplatten, USB-Sticks und Flash-Speicherkarten finden und wiederherstellen.

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