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Nachwuchs für die CeBIT: Eine Missgeburt

06.03.2007 | 15:28 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Um den Business-Charakter der CeBIT aufrecht zu erhalten, sollte sie "reprofessionalisiert" und der Anteil der Privatbesucher verringert werden. Eine Maßnahme war die deutliche Erhöhung der Eintrittspreise ab der CeBIT 1996. Ein weiteres Novum stellte die Reduzierung der Veranstaltungsdauer auf sieben Tage dar, womit die Deutsche Messe AG den Wünschen der Aussteller nachkam. Darüber hinaus kündigte die Messegesellschaft an, ab August 1996 alle zwei Jahre eine weitere CeBIT für den Handel, den SOHO-Bereich (Small Office / Home Office) und die privaten PC-, Multimedia- und Internet-Konsumenten zu veranstalten: die CeBIT HOME - World of Home and Consumer Electronics.

Die erste CeBIT HOME wurde 1996 mit 632 Ausstellern auf einer Fläche von 52.248 Quadratmetern durchgeführt. Sie erreichte rund 215.000 Besucher. Microsoft stellte auf der CeBIT Home das Internet in den Mittelpunkt seines Messeauftritts.

1998 waren 586 Aussteller auf 48.370 Quadratmetern auf der CeBIT Home vertreten. Die Besucherzahl lag bei 175.000. Die CeBIT HOME 2000, die wegen der in Hannover stattfindenden EXPO 2000 in Leipzig durchgeführt werden sollte, wurde dann aber aufgrund der zu geringen Ausstellerbeteiligung abgesagt. Das Konzept einer CeBIT Home speziell für Endanwender war damit an mangelndem Interesse gescheitert. Immerhin gelang es aber, den Anteil der Privatbesucher auf der CeBIT zurückzudrängen. Er hat sich seit 1996 deutlich verringert und liegt mittlerweile bei etwa 15 Prozent. Entsprechend stieg der Fachbesucheranteil auf 85 Prozent.

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