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Nach einer Infektion: Die sieben Todsünden

06.08.2004 | 09:42 Uhr | David Wolski

1. Weitermachen, als ob nichts wäre: Das Problem verschwindet nicht von allein. Falls ein Schädling eine Fernsteuerungs-Software installiert hat, kann Ihr PC außerdem als Spam-Schleuder oder als Proxy-Server missbraucht werden.

2. Systemwiederherstellung als Allheilmittel: Die bei Windows XP – und in eingeschränkter Form auch unter ME – vorhandene Systemwiederherstellung ist eine Hilfe, um beschädigte Systemdateien mit zuvor gesicherten Versionen zu überschreiben. Wenn der Schädling aber unabhängig von Systemdateien auf der Festplatte liegt, hilft die Wiederherstellung nicht.

3. Reparaturinstallation von Windows: Der Versuch, einen Virus allein durch eine teilweise Neu-Installation von Windows vom Rechner zu verbannen, scheitert meist. Denn dabei tauscht das Windows-Setup nur Teile des Betriebssystem aus. Durch andere installierte und infizierte Programme kann das Schadprogramm sofort wieder aktiv werden.

4. Ausführen von nicht mehr vertrauenswürdigen Programmen: Auch andere ausführbare Dateien, die auf Ihrer Festplatte liegen, können bereits infiziert sein. Installieren Sie Software stets von schreibgeschützten, vertrauenswürdigen Installationsmedien.

5. Sich auf Removal-Tools verlassen: Einige Hersteller von Antiviren-Programmen und auch Microsoft geben Tools zum Entfernen eines bestimmten Wurms oder Virus heraus, der gerade grassiert. Diese Tools wirken aber nur gegen eine bestimmte Form des Schadprogramms und nicht unbedingt gegen alle Varianten. Auch erkennen die Tools keine weiteren Hintertüren, die der Wurm eventuell noch im Handgepäck dabei hat.

6. Zu spätes Patchen über Windows-Update: Wenn sich ein Plagegeist wegen einer nicht behobenen Sicherheitslücke bereits auf dem Rechner breit gemacht hat, ist es für ein Online-Update über http://windowsupdate.microsoft.com schon zu spät. Behalten Sie den befallenen Rechner in Quarantäne, und gehen Sie stattdessen mit einem sauberen PC online, um den Patch zu besorgen. Richten Sie diesen dann auf dem neu installierten System ein.

7. Datenverlust durch Panikreaktion: Steht eine gründliche Neu-Installation von Windows an, dann nehmen Sie zur Sicherheit vorher ein Backup Ihrer Daten vor. Falls Sie unter Windows 2000 und XP Pro Dateien verschlüsselt haben, ist dieser Schritt sehr wichtig. Denn durch die Neu-Installation verlieren Sie den Schlüssel, den Sie brauchen, um die Daten wieder zu dechiffrieren.

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