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NAS - Netzwerkspeicher für das Kleinunternehmen

22.07.2013 | 09:23 Uhr |

Wer einen zentralen Speicherplatz benötigt hat die Wahl zwischen unterschiedlichen Techniken. Neben den schon erwähnten Dateidiensten von Windows stehen mehrere Modelle zur Auswahl: SAN, NAS, iSCSI und die Cloud. Speichernetzwerke (SAN) werden aufgrund der Kosten für das SOHO keinen Sinn machen, meist scheiden auch iSCSI-Speichersysteme aus.

NAS im Test: Netzwerkspeicher

Damit verbleibt für den Kleinunternehmer in der Regel nur der preisgünstigere NAS-Speicher . Diese Systeme werden meist in kleinen kompakten Boxen mit mehreren Festplatteneinschüben geliefert. Praktisch ist, wenn sie dabei noch ein oder mehrere Einschübe frei haben. Dies ermöglicht es Ihnen, den Plattenplatz einfach und nach Bedarf zu erweitern. Durch die Unterstützung von RAID (Redundant Arrays of Inexpensive/Independent Disks) beugen die Systeme einem Datenverlust meist selbst vor.

Testverfahren: Netzwerkspeicher (NAS)

Durch die RAID-Levels werden Datenverluste vorgebeugt. Eine Kopie der Daten im Mirroring bringt höchste Sicherheit – bei halber Ausnutzung des Speicherplatzes.
Vergrößern Durch die RAID-Levels werden Datenverluste vorgebeugt. Eine Kopie der Daten im Mirroring bringt höchste Sicherheit – bei halber Ausnutzung des Speicherplatzes.
© Screenshot

Bei RAID-Level 1 werden die Daten vollständig gespiegelt. Die Folgen eines Festplatten-Ausfalls werden dabei also abgefedert. Die Kapazität sinkt aber aufgrund der Spiegelung auf die Hälfte. Da mittlerweile Terabyte-Platten mit SATA-Interface aber schon für circa 100 Euro zu erhalten sind, sollte dies jedoch das geringere Übel sein. RAID 1 senkt aber auch den Plattendurchsatz beim Schreibzugriff. Wer auch höhere Leistung benötigt, der sollte zu RAID 5 greifen. Die anderen RAID-Level spielen für den SOHO-Markt meist nur eine Nebenrolle. Der Großteil der NAS-Systeme setzt daher auf RAID 1 oder RAID 5.

Der Anschluss an das Heimnetzwerk erfolgt in der Regel über die Netzwerkverkabelung. Daher benötigen Sie in jedem Fall einen zentralen Switch oder Hub . Bei den Schnittstellen findet man heute meist Gigabit-Ethernet-Port, USB-2.0-Anschlüsse und mitunter auch eSATA-Schnittstelle. Als Platten werden i.d.R. SATA-II-Festplatten im 3,5- oder 2,5-Zoll-Format verbaut, bei den leistungsfähigeren und teureren Modelle auch SSDs.

Zum Umfang der Systeme gehören oftmals auch zentrale Verwaltungsfunktionen, über die Sie Freigaben und Berechtigungen einrichten können. Dies hilft bei der Verwaltung und gewährleistet außerdem die Sicherheit der Daten vor unberechtigten Zugriffen von außen. Ferner lassen sich die NAS-Server meist auch für FTP-, Web- oder E-Mail-Dienste einsetzen.

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