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Muss es eine DirectX-11-GPU sein?

05.10.2010 | 15:06 Uhr |

DirectX ist eine Sammlung von Windows-Programmierschnittstellen (API). Die APIs werden von der Microsoft Corporation entwickelt, damit Spieleentwickler bei der Darstellung komplexer 2D- und 3D-Grafik die Grafik- und Soundfunktionen des Betriebssystems nutzen können. In erster Linie ist es ja das Betriebssystem, das etwa mit der Grafikkarte „spricht“. Damit fortschrittliche DirectX-11-Effekte umgesetzt werden können, muss die GPU den aktuellsten Microsoft-Standard unterstützen.
 
Kurz: Wer die besten grafischen Effekte in Spielen haben will, braucht eine DirectX-11-GPU. Es gibt jedoch zwei Einschränkungen dafür: Zum einen unterstützen diesen Standard nur neun veröffentlichte Spiele (Aliens vs. Predator, BattleForge, Battlefield: Bad Company 2, Dirt 2, F1 2010, Metro 2033, S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat, The Lord of the Rings Online, Civilization V). Zwar werden schon in Kürze oder 2011 viele Games folgen, darunter auch einige mit hohem Beliebtheitsgrad (Battlefield 3, Lost Planet 2, Medal of Honor, Crysis 2, Dirt 3, World of Warcraft: Cataclysm und andere). Doch zum anderen sind die mobilen GPUs der Mittelklasse gar nicht in der Lage, DirectX-11-Effekte flüssig wiederzugeben. In den Games werden die Effekte erst in den Grafikeinstellungen High und/oder Ultra aktiv. Wenn nun eine ATI HD 5650 beispielsweise Metro 2033 in High oder Ultra nicht flüssig wiedergeben kann, dann ist DirectX 11 in solchen Fällen nutzlos.
 
Gerade Käufer, die höchstens 700 Euro für ein Notebook mit Mittelklasse GPU ausgeben wollen, müssen sich darüber im Klaren sein, dass ihnen ein DirectX-11-Feature bei Games gar nichts nützt. Eine ATI HD 4650, HD 565v oder Nvidia GT 330 zum attraktiven Preis kann hier einen größeren Nutzen bringen. Wer zur mobilen Oberklasse tendiert, der könnte beim Verzicht auf DirectX 11 Geld sparen, indem er zu einer jetzt im Preis fallenden Geforce GTX 280M, GTX 260M oder GTS 360M greift.

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