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Musik direkt im Browser abspielen

10.02.2011 | 11:29 Uhr | Thorsten Eggeling

Entwickler können die Oberfläche leicht mit HTML und CSS anpassen.
Vergrößern Entwickler können die Oberfläche leicht mit HTML und CSS anpassen.
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Auch bei der Musikwiedergabe über den Browser ist Flash weit verbreitet. Mit HTML5 kann man jedoch auf diese Erweiterung verzichten. Bei Audiodateien können die Codecs „MPEG3“ (MP3) oder „Ogg Vorbis“ (OGG), aber auch „Wave“ (WAV) und die weniger gebräuchlichen Formate „AU“ und „AIF“ zum Einsatz kommen. Wie bei Video gilt auch hier: Nicht jeder Browser kennt jedes Format. Mit dem Firefox lassen sich beispielsweise nur OGG- und WAV-Dateien abspielen, mit Google Chrome nur die Formate MP3 und OGG. Die Internetadresse führt Sie auf eine Seite, auf der Sie die Musikfähigkeiten Ihres Browsers testen können. Sie erhalten dann eine Liste der abspielbaren Audioformate.

Einen im Browser eingebetteten Audiospieler können Sie auf der Internetseite Musikpiraten ausprobieren. Über diese Adresse gelangen Sie direkt auf die Seite mit dem Demo-Programm.

Wenn Sie planen, die Audiowiedergabe über HTML5 in Ihre Internetseite zu integrieren, können Sie dafür Jplayer einsetzen. Das Programm nutzt die verbreitetete Javascript-Bibliothek Jquery . Installationshinweise und Demos zu Jplayer finden Sie Hier .

Spiele und 3D-Programme
Dass sich selbst aufwendige Spiele nur in HTML5 umsetzen lassen, hat Google mit dem Ballerspiel Quake II bewiesen. Microsoft zeigt auf der Seite mit FishIE Tank eine Demo, die eindrucksvoll die Grafikdarstellung im Internet Explorer 9 mit Hardware-Beschleunigung durch die Grafikkarte veranschaulicht. Auf einem Test-PC kam der Microsoft-Browser dabei auf sehr gute 60 Frames (Bilder) pro Sekunde (FPS), und die Fische schwammen ohne Ruckler durch das Aquarium. Google Chrome 7 brachte es auf immerhin 36 FPS, der Firefox 3.6 dagegen lieferte nur 2 FPS.

Diese Beispiele belegen zwar, dass Spiele und komplexe Animationen ohne Flash auskommen könnten, aber auch, dass die meis-ten Browser-Hersteller noch einen längeren Weg vor sich haben. In der Zukunft ist hier ein Wettlauf von Flash und HTML5 zu erwarten. Denn auch die Adobe-Technik ent-lastet inzwischen den PC-Prozessor, indem sie den Grafikchip mitarbeiten lässt.

Internetdateien auf dem PC speichern
Wenn es nach der Vorstellung mancher Zukunftsforscher geht, laufen Programme bald nur noch im Browser. Einen wichtigen Schritt auf dem Weg dahin stellt die Möglichkeit dar, Daten aus einem Internetprogramm auf der Festplatte zu speichern und damit auch ohne Internetverbindung zu nutzen. Alle aktuellen Browser außer dem Internet Explorer 9 beherrschen diese Funktion bereits. In der Praxis kommt sie bisher fast nur bei mobilen Programmen zum Einsatz, beispielsweise bei Google Mail auf dem iPhone oder auf Android-Smartphones.

Für flüssiges Arbeiten ist außerdem „Drag & Drop“ wünschenswert, also das Anklicken und Verschieben von Dateien und anderen Elementen mit der Maus. HTML5 enthält auch dafür die nötigen Voraussetzungen. Alle Browser außer Opera bieten diese Funktion bereits an. Sie können das beispielsweise bei Google Mail ausprobieren: Wenn Sie eine neue E-Mail verfassen, lassen sich Dateien vom Windows-Explorer in das Textfenster im Browser ziehen und werden dann als Anhang akzeptiert.

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