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Musicovery: Musik nach Lust und Laune

09.07.2011 | 07:13 Uhr |

Entspannungsmusik genießen, feiern bei Party-Songs oder den Frust per Blues abbauen – Musicovery ist eine Online-Radioplattform, die sich an Ihrer persönliche Stimmung orientiert und dazu passende Musik vorschlägt.


Stimmungsschwankungen zwischen Feldern „Energetisch“, „Positiv“, „Dunkel“ und „Ruhig".
Vergrößern Stimmungsschwankungen zwischen Feldern „Energetisch“, „Positiv“, „Dunkel“ und „Ruhig".
© 2014

Anders als Pandora oder Last.fm schlägt das Mood Radio (zu Deutsch: Stimmungsradio) Musicovery Songs passend zur Gefühlslage des Zuhörers vor. Von einer aufgeräumten Oberfläche müssen Sie sich bei Musicovery jedoch verabschieden. Obwohl bunte Farben und unregelmäßig angeordneten Klick-Felder vermutlich die unterschiedlichen Stimmungen symbolisieren sollen, könnten sie den Nutzer vorerst eher abschrecken. Sobald Sie allerdings etwas Zeit in Musicovery investieren, stellt sich die Bedienerführung nachträglich als intuitiv heraus. Ohne Registrierung können Sie eine Stimmungslage zwischen den Feldern „Energetisch“, „Positiv“, „Dunkel“ und „Ruhig“ auswählen. Entscheiden Sie sich beispielsweise für die Rubrik „Ruhig“, spielt Musicovery im nachfolgenden Fenster einen passenden Song nach dem Zufallsprinzip. Neben den Stimmungsfeldern haben Sie zudem die Möglichkeit Musik sortiert nach Jahrzehnten wiederzugeben. Selbst unterschiedliche Genres lassen sich per Mausklick und anschließend per Setzen und Entfernen eines Kontrollhäkchens als Filter setzen. Um nach bestimmten Künstlern zu suchen, tippen Sie den Namen in das Suchfeld am oberen Bildschirmrand. Hinweis: Ohne Registrierung kommen Sie lediglich in den Geschmack des ersten vorgeschlagenen Songs.

„Mehr“ Musikgenuss nach Registrierung
Legen Sie sich ein personalisiertes Nutzerkonto an (eine de facto existierende Mail-Adresse ist hier nicht notwendig), stehen Ihnen weitere vereinzelte Funktionen zur Verfügung. So können Sie Lieder als Lieblingslieder markieren und entmarkieren. Negativ: Grundlegende Optionen wie etwa zum nächsten Song innerhalb der Playliste wechseln oder ausschließlich Lieblingslieder abspielen, bleiben zahlenden Premium-Kunden für 3 Euro pro Monat vorbehalten.

Fazit:
Lieder nach jeweils vorliegender Stimmung zu kategorisieren und abzuspielen entpuppt sich als eine interessante Idee. Doch: Leider kommen Sie nur in den vollen Genuss, nachdem Sie eine kostenpflichtige Mitgliedschaft abschließen. Zudem verwirrt die Benutzeroberfläche auf den ersten Blick und eignet sich somit nur für diejenigen, die Zeit und Muse mitbringen, sich durch die grellen Farben und unregelmäßig angeordneten Icon durchzuwühlen. Für Nutzer, die gerne schnell an ihre Musik kommen und sich nicht lange mit einer verspielten Oberfläche herumschlagen möchten, eignet sich der Dienst letztendlich wohl eher weniger.

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