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Motorola MicroTAC, Bag Phone, StarTAC, Nokia 9000i und 8810

Nokia 9000i Communicator
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© Nokia

Motorola MicroTAC
1989 legte Motorola nach und brachte als Nachfolger für das DynaTAC das deutlich kleinere MicroTAC auf den Markt. Die relativ platzsparende Bauweise wurde durch eine Klappe ermöglicht, die man ausklappte, wenn man sprechen wollte, bei Nichtgebrauch aber eingeklappt ließ. So wurde das Motorola MicroTAC zum ersten Klapp-Handy überhaupt.

Nokia 8810
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© Nokia

Motorola 2900 Bag Phone
In den 1980ern und auch noch Anfang der 1990er dominierten Handys, die mit großen Taschen daherkamen. Darin befanden sich der Empfänger und die Batterien, der Transport war eine Schweiß treibende Angelegenheit, weswegen Handys wie das 1994 erschienene Motorola 2900 Bag Phone (das Wort Bag – englisch für Tasche – ist hier Programm) vor allem in Autos eingesetzt wurden.

Alternativ konnte man die Handy-Taschen auch auf den Rücken wuchten und durch die Gegend tragen.
Trotz ihrer Unhandlichkeit und Ihres Gewichts blieben die "bag phones" populär bis weit in die 90er Jahre. Der Grund: Sie ermöglichten relativ lange Sprechzeiten und größere Reichweiten bis zum nächsten Sendemasten. Letzteres war in einer Zeit, als die Netzabdeckung noch recht lückenhaft war, ein echtes Argument.

Motorola 2900 Bag Phone
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© Motorola

Motorola StarTAC
1996 landete Motorola einen Coup mit dem StarTAC. Es wurde sofort sehr populär, ließ es sich zusammenklappen und damit um die Hälfte verkleinern. Sein Spitzname hieß deshalb Muschelschale, weil es sich wie eine Muschel öffnete und schloss. Die Konkurrenz ahmte das Aussehen der Muschel Motorola StarTAC bald nach. Bis heute gibt es viele derartige Klapphandys. Doch das Motorola StarTAC bleibt für alle Zeiten das erste Mobiltelefon mit dem neuen Klapp-Mechanismus, der es ermöglichte, das es seinerzeit eines der kleinsten und leichtesten Handys überhaupt war.

Motorola MicroTAC
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© Motorola

Nokia 9000i Communicator
1997 präsentierte Nokia den Urahnen moderner Smartphones: den Nokia 9000i Communicator. In der Tat handelte es sich dabei um einen Mini-Computer inklusive Mobiltelefon. Die Rechenleistung kam von einem Prozessor, der vom Intel 386 abgeleitet war und auf acht Megabyte RAM zugreifen konnte.
Ungewöhnlich was das Gehäuse, wurde die Muschel doch quer statt hochkant aufgeklappt. Auf dem Deckel befand sich das LCD, auf der Unterschale die QWERTZ-Tastatur.

Mit dem Nokia 9000i Communicator konnte man nicht nur telefonieren, sondern auch faxen und Faxe empfangen, Textnachrichten versenden und Mails schreiben und abschicken. Zudem standen die organisatorischen Möglichkeiten eines PDAs zur Verfügung.

Motorola StarTAC
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© Motorola

Nokia 8810
1998 erschien mit dem Nokia 8810 ein Handy, dem augenscheinlich etwas Typisches fehlte: Die Antenne nämlich. Denn die Nokia-Ingenieure hatten einen Weg gefunden, die Antenne komplett im Gehäuse des Nokia 8810 unterzubringen. Das Design des Nokia 8810 wurde bald typisch für die Nokia-Handys.

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