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3. & 4. - Sensoren und Touchscreen

08.04.2013 | 10:23 Uhr | Marvin Tobisch

3. Emotionen: Sensoren wollen zusehen

Wenn es nach der Vorstellung einiger Entwickler bei Microsoft geht, soll die Kinect künftig nicht nur Bewegungen erfassen. Auch für die Erkennung von Emotionen des Anwenders hat der Konzern bereits ein Patent angemeldet. Demnach soll die Sensorik von Kinect zusammen mit einer lernfähigen Datenbank die Stimmungen und Emotionen der Personen vor der Kamera analysieren. Dem Patent zufolge sollen diese Daten für individuell angepasste Werbung zur Verfügung stehen, um Streuverluste zu reduzieren. Anonymisiert, versteht sich.

Die Vorstellung, eine Überwachungskamera am Bildschirm zu haben, die emotionale Reaktionen aufzeichnet und auswertet, dürfte den wenigsten Anwendern gefallen. Allerdings ist ein Patentantrag allein noch kein Indiz dafür, dass eine Technik auch wirklich umgesetzt wird. Er zeigt aber, dass in Zukunft Sensoren auch zur Beob achtung von Anwendern dienen könnten.

Touch-Screen auf dem PC nachrüsten

4. Fass mich an: Die Touch-Revolution

Drücken, Klopfen und Kratzen: Der Touchscreen der Zukunft versteht verschiedene Aktionen der Finger mithilfe eines zusätzlichen Sensors und akustischer Signale. Quelle: Qeexo
Vergrößern Drücken, Klopfen und Kratzen: Der Touchscreen der Zukunft versteht verschiedene Aktionen der Finger mithilfe eines zusätzlichen Sensors und akustischer Signale. Quelle: Qeexo

Während Sensoren wie Kinect den Menschen von der Maschine abkoppeln, geht das Touch-Interface den umgekehrten Weg und holt den Benutzer noch näher an den Bildschirm heran. Anwender können ein Gerät intuitiv per Fingerzeig steuern, und die altehrwürdige Maus oder ein Stylus werden damit damit überflüssig.

Der Ansatz ist nicht neu, auch wenn die Technik erst in den letzten fünf Jahren durch Smartphones und Tablets die Eingabemöglichkeiten revolutioniert hat. Resistive sowie optische Touchscreens, bei denen die Position eines Fingerabdrucks per Druck oder auch eine Lichtschranke ermittelt wird, sind schon länger bei Bank-Terminals und bei Messgeräten im Einsatz. Für Kleingeräte brachten aber erst induktive und kapazitive Oberflächen genügend Präzision auf kleinstem Raum.

Induktive Touchscreens sind wie Grafik-Tablets auf spezielle Eingabestifte mit integrierter Spule angewiesen, die in Wechselwirkung mit einem elektrischen Feld tritt. Bei kapazitiven Touchscreens, die sich etwa bestens für Smartphones eignen, genügt der bloße Finger als Eingabemedium. Das Glas des Bildschirms ist dazu mit einem leitfähigen, durchsichtigen Metallfilm überzogen. Da die Haut des Menschen in geringem Maße leitfähig ist, ändert eine Berührung per Finger durch Ladungstransport das elektrostatische Feld, das vom Touchscreen-Controller an den Bildschirmrändern oder an leitfähigen Streifen gemessen wird.

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