Im Februar 2001 geht es für Microsoft vor Gericht um die Frage, ob das Unternehmen zerschlagen wird, oder nicht. Der Vorwurf: Missbrauch einer Marktbeherrschenden Stellung.

Falls Microsoft den Prozess verlieren sollte, könnte dies tief greifende Auswirkungen auf den Software-Markt haben. Gegner der Aufspaltung merken an, dass dies eine Verschlechterung des Software-Standards zu Folge haben könnte.

Durch die enge Verknüpfung zwischen Betriebssystemen und Anwendungen habe Microsoft den Standard und die Funktionalität seiner Produkte immer weiter verbessern können und so dem Kunden einen Gefallen getan, so die Association for Competitive Technology (ACT), die für Microsoft Stellung bezogen hat.

Eine pessimistischere Sichtweise haben andere Gegner. Sie verweisen auf das Beispiel des amerikanischen Telekommunikationsunternehmen Gigabell. Auch dieses wurde in mehrere kleine "Baby-Bells" aufgespaltet, die sich allerdings derart gut entwickelt haben, dass sie erneut eine marktbeherrschende Stellung eingenommen haben.

Befürworter der Spaltung erwarten von diesem Schritt einen verbesserten Wettbewerb und ein Ende des Microsoft-Monopols. Die Entscheidung haben nun die Richter und das Ausmaß einer Zerschlagung wird wohl erst die Zukunft zeigen.

http://www.pcwelt.de/content/artikel/artreport/200007ms001.html PC-WELT Report: Chronologie des MS-Kartellprozesses

Microsoft reicht Berufungsunterlagen ein (PC-WELT Online, 28.11.2000)

MS-Prozess: Zeitplan steht (PC-WELT Online, 12.10.2000)

Microsoft-Prozess wird geplant (PC-WELT Online, 27.09.2000)

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