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Monitor: Von der Flimmerkiste zum brillanten TFT-Display

26.02.2003 | 20:43 Uhr | Michael Schmelzle

"Eine halbe Million Deutsche arbeiten bereits am Bildschirm, 1986 soll es eine Million sein." So beginnt ein Beitrag zur Ergonomie von Monitoren in der PC-WELT 7/84. Allein letztes Jahr haben die PC-Hersteller in Deutschland laut IDC (www.idc.de) knapp fünf Millionen Desktop-Rechner verkauft.

Damals unterschied man noch zwischen Positiv- und Negativ-Bildschirmen. Letztere stellten helle Zeichen auf dunklem Hintergrund dar und haben sich nicht lange halten können. Die Bildwiederholrate der sprichwörtlichen Flimmerkisten lag 1984 zwischen 50 und 70 Hz, wobei die meisten Geräte pro Durchgang nur jede zweite Zeile aufbauten. So lag die Bildschärfe knapp unter dem Niveau damaliger Fernseher. Ganz billig waren die 12-Zoll-Monitore auch nicht. Preisspanne: von 5000 bis 12.000 Mark.

Den ersten Flüssigkristall-Bildschirm gab's zwar schon 1968, bis zum brauchbaren Farb-LCD mussten aber noch knapp 20 Jahre ins Land ziehen. Die Displays basierten auf der CSTN-Technik (Color Super-Twist Nematic). Deren Nachteil: Die Darstellung "verschmierte" bei schnellen Bildwechseln, da ein Transistor für zahlreiche Bildpunkte zuständig war.

Erst die aktive Matrix mit einem Transistor pro Bildpunkt verhalf den TFTs Mitte der 90er Jahre zum Durchbruch. Dank immer kürzerer Reaktionszeiten sind sie den Kathodenstrahl-Monitoren - mal vom Preis abgesehen - in allen Belangen überlegen.

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