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Mit xrandr den Linux-Desktop um 90 Grad drehen - Pivot

02.06.2016 | 09:47 Uhr |

Viele Flachbildschirme sind drehbar an ihrem Standfuß aufgehängt und erlauben die Drehung des Bildschirms um 90 Grad. Die Ausrichtung erlaubt die Darstellung ganzer Webseiten und Druckseiten im Hochformat. Unter Linux fehlt jedoch die Treibersoftware von Herstellern, die das Monitorbild automatisch oder manuell nach ein paar Klicks mitdrehen.

Einen speziellen Grafikkartentreiber braucht Linux nicht, um die Bildausgabe zu rotieren.
Vergrößern Einen speziellen Grafikkartentreiber braucht Linux nicht, um die Bildausgabe zu rotieren.

Ein Treiber des Monitorherstellers ist unter Linux überflüssig. Denn unabhängig davon, welche Grafikkarte im PC steckt, kann das Werkzeug xrandr die Bildausgabe anpassen und um 90 Grad in die gewünschte Richtung drehen. Als Bestandteil des X-Window-Systems, das für die Darstellung einer grafischen Oberfläche sorgt, ist xrandr auf jeder Linux-Distribution vorhanden. Die Bedienung erfolgt über die Kommandozeile: Zuerst ist die Eingabe

xrandr

ohne Parameter nötig, um herauszufinden, an welchem Anschluss der Monitor hängt. Diese Information verrät die zweite Zeile in der Ausgabe des Befehls. Zeigt die Zeile beispielsweise „DVI-I-1 connected primary [...]“, so lautet der Anschlussname des Monitors „DVI-I-1“. Mit dieser Angabe können Sie nun das Monitorbild mit dem folgendem Kommando um 90 Grad nach links drehen:

xrandr --output DVI-I-1 --rotate left

Zurück zur normalen Darstellung des Desktops bringt Sie dieser Befehl:

xrandr --output DVI-I-1 --rotate normal

Zum schnellen Umschalten ganz nach Bedarf empfiehlt es sich, für diese beiden Befehle jeweils eine selbst definierte Tastenkombination unter der verwendeten Desktopumgebung anzulegen.

Lese-Tipp: Die nützlichsten Monitor-Tools zum Download

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