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Mit dem Notebook ins Internet (II)

WLAN: Internet-Zugang teilen

Als Alternative zu Bluetooth bietet sich WLAN an. Hier liegt die Übertragungsrate mit 10 MBit/s schon in der langsamen Version 802.11b mehr als zehnmal so hoch wie bei Bluetooth. Aktuelle WLAN-Geräte unterstützen den Standard 802.11g, der Datenraten von 54 MBit/s erlaubt. Damit lässt sich auch die DSL-Geschwindigkeit ausnutzen, selbst wenn die Entfernung größer als ein paar Meter wird.

Allerdings wird die Sache hier etwas komplizierter. Denn es gibt keine Geräte, die nur ein Modem oder einen ISDN- oder DSL-Adapter direkt mit einem PC verbinden. Stattdessen funktioniert das WLAN wie ein normales lokales Netzwerk. Im WLAN muss ein Gerät den Zugang zum Internet herstellen. Das kann ein PC machen oder ein spezialisiertes Gerät wie ein Hardware-Router. Diesen Zugang nutzen dann die anderen Teilnehmer am WLAN. Das Gerät mit Internet-Zugang hat keine leichte Aufgabe. Es erhält Datenpakete für das Internet von anderen Teilnehmern im WLAN. Diese Pakete reicht es an das Internet weiter. Dabei merkt es sich, welches Datenpaket von welchem Rechner stammt und gibt ihm eine eindeutige Absenderadresse. Kommt eine Antwort aus dem Internet, etwa von einem Webserver, so muss das Zugangsgerät diese an den richtigen PC im Netzwerk weiterleiten. Dazu vergleicht es die gespeicherten Absenderadressen mit dem eingehenden Datenpaket. Ein solcher Paketverteiler wird Router genannt.

Router gibt es als Software, die Sie dann auf einem PC mit Internet-Zugang installieren. Viel einfacher ist es aber, einen fertigen Router zu kaufen. Am besten ist es, wenn WLAN-Access-Point, Router und DSLModem in einem Gerät stecken. Dann gibt es am wenigsten Probleme mit der Zusammenarbeit.

Access Point: Zentrale für das Funknetzwerk

Den WLAN-Access-Point mit integriertem Router und ISDN- oder DSL-Modem verbinden Sie mit der ISDN-Dose beziehungsweise dem DSL-Anschluss. Der Router kümmert sich um die Einwahl ins Internet. Auf den einzelnen PCs im WLAN müssen Sie nur noch die Netzwerkeinstellungen anpassen, damit Datenpakete für das Internet auch beim Router landen. Verfügen Sie bereits über ein DSL-Modem, können Sie Geld sparen. Denn es gibt auch Router ohne eingebautes DSL-Modem mit einer Anschlussmöglichkeit für ein externes DSL-Modem, zum Beispiel den FDF5D7230 von Belkin .

Ein Haken bei WLAN ist die Sicherheit. Zwar kann man eine Verschlüsselung einschalten, so dass ein Zugriff nur mit Passwort möglich ist. Doch ist diese WEP-Verschlüsselung nicht sicher und lässt sich mit der entsprechenden Sniffer-Software meist innerhalb weniger Stunden knacken.

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