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Mit dem Notebook ins Internet (I)

Wer ein drahtloses Netzwerk hat, möchte auch mit dem Notebook oder PDA ins Internet. Prinzipiell funktioniert das sowohl mit Bluetooth als auch mit WLAN. Es gibt mehrere Lösungen, die sich im Detail unterscheiden. Welche die richtige ist, hängt von Ihrem Internet-Zugang und Ihren Ansprüchen in puncto Sicherheit ab.

Bluetooth: Gemächliches Tempo

Wenn es darum geht, einem einzelnen Gerät drahtlosen Zugang zu verschaffen, ist die Sache recht einfach. Viele Hersteller - etwa AVM - haben Analogmodems und ISDN-Adapter im Angebot, die per Bluetooth mit dem Notebook oder PDA Kontakt aufnehmen. Sie müssen dazu lediglich den Empfänger an die USB-Schnittstelle Ihres Rechners anschließen.

Für Windows funktionieren Modem und ISDN-Adapter so, als wären sie physisch direkt am Notebook angeschlossen. Sämtliche Programme, die auf ein Modem beziehungsweise einen ISDN-Adapter ohne Bluetooth zugreifen (Zugangs-Software, ein Fernwartungsprogramm, ISDN-Monitor, Terminalprogramm, das DFÜ-Netzwerk von Windows, Faxprogramm), arbeiten in aller Regel auch mit dem Bluetooth-Pendant zusammen.

Auch für DSL gibt es Modems mit Bluetooth, hier stößt die Funktechnik allerdings bereits an ihre Grenzen. Mit rund 800 KBit/s entspricht die Übertragungsgeschwindigkeit in etwa einem normalen DSL-Anschluss, der 768 KBit/s beim Download liefert. Wird die Funkverbindung gestört, etwa durch Metallgegenstände in der Nähe von Sender oder Empfänger, so sinkt die Übertragungsrate rasch ab. Für DSL ist Bluetooth deshalb nur in einer kleinen Wohnung sinnvoll; wer ein ganzes Haus damit abdeckt, verschenkt DSL-Bandbreite.

Dafür kann Bluetooth mit sehr guten Sicherheitsvorkehrungen aufwarten. Jedes Bluetooth-Gerät und jeder Adapter erhalten vom Hersteller eine eindeutige Seriennummer zugeteilt. Beim möglichst zu Beginn durchzuführenden Pairing stellen Sie zwei Bluetooth-Geräte so aufeinander ein, dass sie nur eine Verbindung mit dem jeweils anderen zulassen. Das prüft der Adapter an Hand der eindeutigen Seriennummer. Außerdem verschlüsselt Bluetooth die übertragenen Daten standardmäßig.

Allerdings lässt sich Bluetooth auch so konfigurieren, dass es Verbindungen von jeder Gegenstelle akzeptiert. Aus Sicherheitsgründen sollten Sie eine solche Konfiguration nur im begründeten Einzelfall wählen.

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