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Mit Photoshop Elements knackige Farben zaubern

24.01.2011 | 13:32 Uhr | Arne Arnold

Durch eine falsche Belichtung geraten Fotos häufig zu dunkel, wirken blass und haben zu wenig Kontrast. Meist führen Gegenlichtsituationen, Reflexionen oder eine unzureichende Blitzleistung zu Aufnahmen, bei denen ein Teil zu dunkel erscheint. Doch mit der „Tonwertkorrektur“ merzen Sie im Nachhinein viele Belichtungsprobleme aus. Grundsätzlich lassen sich zu dunkle, also unterbelichtete Fotobereiche noch retten, während sich bei überbelichteten, also zu hellen Regionen nicht mehr viel machen lässt.

Belichtung korrigieren: In Photoshop Elements finden Sie die Tonwertkorrektur im Menü „Überarbeiten, Beleuchtung anpassen, Tonwertkorrektur“. Sie sehen dort in einem Histogramm die Verteilung der Helligkeitsstufen (Tonwerte), die das Bild verwendet. Auf der linken Seite zeigt das Diagramm die Zahl der dunklen Bildpunkte an, beginnend mit dem Tonwert 0 für reines Schwarz. Rechts erscheinen die Lichter bis zum Tonwert 255 für reines Weiß. Durch eine Tonwertkorrektur ändern Sie diese Zuordnung. Dazu verschieben Sie die kleinen Pfeile unter dem Diagramm und legen so die Verteilung von Tiefen und Lichtern neu fest.

Zu dunkles Foto aufhellen: In einem unterbelichteten Foto liegen die meisten Werte im linken Bereich. Ziehen Sie den rechten der Pfeile nach links, um das Foto aufzuhellen – und zwar höchstens bis zu der Stelle, an der die Kurve endet. Mit dem mittleren Pfeil bringen Sie zusätzlich mehr Licht in die dunklen Partien des Fotos als in die hellen. Beobachten Sie die Vorschau: Die Tonwertkorrektur verstärkt nämlich auch das Farbrauschen, und es kommt zu störenden Farbflecken. Es gilt, einen Kompromiss zwischen Aufhellung und Rauschen zu finden.

Kontrastumfang erhöhen: Manchen Fotos fehlt es an satten Schwarztönen. Die dunkelsten Bildstellen erscheinen in fahlem Grau statt in Schwarz. Daraus resultiert ein geringer Kontrastumfang. Indem Sie den linken Pfeil unter dem Diagramm nach rechts bis zum Anfang der Kurve verschieben, sorgen Sie für satte Schwarztöne und damit mehr Kontrast. Wenn Sie beim Verschieben der Begrenzer die Taste Alt gedrückt halten, zeigt Photoshop Elements an, ob durch die Korrektur Bildinfos verloren gehen.

In Photoshop Elements steuern Sie, wie stark die Schatten im Bild aufgehellt werden. Foto: © olly - Fotolia.com
Vergrößern In Photoshop Elements steuern Sie, wie stark die Schatten im Bild aufgehellt werden. Foto: © olly - Fotolia.com
© 2014

Schatten aufhellen: Bei Gegenlicht kommt es häufig vor, dass ein Foto in den dunklen Stellen nicht genügend Details liefert. Es zeigt in den Schattenpartien praktisch nur Schwarz, sodass kaum etwas zu erkennen ist. In den anderen Bereichen ist es dafür zu hell. In diesem Fall führt eine Tonwertkorrektur zu keinem optimalen Resultat. Auf zu helle oder zu dunkle Partien wenden Sie daher besser den Befehl „Überarbeiten, Beleuchtung anpassen, Tiefen/Lichter“ an. Die dunklen Bildbereiche lassen sich verbessern, indem Sie den Regler „Tiefen aufhellen“ nach rechts ziehen und gegebenenfalls den „Mittelton-Kontrast“ reduzieren.

Farbstich entfernen: Gute Bilder leben von satten, eindringlichen Farbnuancen. Doch gerade bei den Farben leisten sich Kameras oft Schnitzer, etwa weil der automatische Weißabgleich danebenliegt: Bildbereiche, die weiß oder grau sein sollten, erscheinen mit einem Farbstich. Doch für schöne Farbabstufungen können Sie auch nachträglich sorgen: Im Menü „Überarbeiten“ finden Sie unter „Farbe anpassen“ den Befehl „Farbstich entfernen“. Klicken Sie mit dem Pipetten-Mauszeiger auf eine Stelle im Bild, die rein weiß oder tief schwarz sein soll. Daraufhin errechnet Photoshop Elements ein neues Farbprofil und entfernt den Farbstich. Weil das Resultat stark vom ausgewählten Referenzpunkt beeinflusst wird, klappt das oft nicht auf Anhieb gut. Klicken Sie am besten so oft ins Foto, bis Sie das Resultat überzeugt.

Farben intensivieren: Bei schlechtem Wetter aufgenommene Fotos wirken meist trist, weil es an der nötigen Farbintensität fehlt. Solchen Bildern verleihen Sie mit „Überarbeiten, Farbe anpassen, Farbton/Sättigung anpassen“ mehr Brillanz. Mit dem Sättigungsregler bestimmen Sie die gewünschte Farbzugabe.

Malen Sie mit dem Smart-Pinsel-Werkzeug über den Himmel. Er wird dadurch leuchtend blau eingefärbt.
Vergrößern Malen Sie mit dem Smart-Pinsel-Werkzeug über den Himmel. Er wird dadurch leuchtend blau eingefärbt.
© 2014

Himmel kräftiger machen: Landschaftsfotos leben von einem leuchtend blauen Himmel. Ist er mit Dunst verhangen, erscheint er grau statt im schönsten Blau. Mit einem neuen Werkzeug von Photoshop Elements 8 verbessern Sie den Himmel mit wenigen Pinselstrichen: Klicken Sie erst in der Werkzeugleiste auf das Smartpinsel-Werkzeug und dann auf „Blauer Himmel“. Malen Sie mit dem Pinsel über die Himmelspartien, die dadurch stärker blau eingefärbt werden.

Bildteile leuchten lassen: Einzelnen Motivbereichen verpassen Sie durch mehr Farbauftrag eine peppige Optik. Mit dem Schwamm aus der Werkzeugleiste ändern Sie die Farbsättigung partiell durch Übermalen. Dazu stellen Sie bei „Modus“ die Option „Sättig. erhöhen“ ein. Mit „Sättig. verring.“ vermindern Sie die Farbsättigung. Auch bei insgesamt schon schönen Fotos lohnt sich der Einsatz dieser Funktion. Denn damit kann man das ohnehin schon gute Bild noch besser machen.

Farbstil verändern: Durch eine Farbanpassung über „Überarbeiten, Farbe anpassen, Farbvariationen“ geben Sie Fotos einen neuen Anstrich. Photoshop Elements unterbreitet Ihnen hierbei mehrere Farbvorschläge, und Sie können die Anpassung schrittweise in die gewünschte Richtung lenken. Links sehen Sie das Originalfoto und rechts das angepasste Motiv. Mit „Tiefen“, „Mitteltöne“ sowie „Lichter“ legen Sie fest, welchen Bereich Sie verändern möchten: die dunklen, die mittleren oder die hellen Tonwerte. Wie gravierend die angebotenen Änderungen sein sollen, steuern Sie mit der „Stärke“. Klicken Sie so oft auf das gewünschte Vorschaubild, bis der Farbstil Ihren Vorstellungen entspricht.

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