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Analoge Modems & MiniDiscs

08.09.2010 | 14:12 Uhr |

Analoge Modems

Per Telefonleitung ins Netz
Vergrößern Per Telefonleitung ins Netz
© 2014

Was sie waren: Die Verbindung zum Internet funktionierte mit einem analogen Modem durch eine Einwahl über das normale Telefonnetz. Hier lag auch der Grund, warum sich die Geschwindigkeit für heutige Maßstäbe sehr in Grenzen hielt – das Maximum (von ISDN abgesehen) lag bei 56 kbit/s. Manch einer dürfte jetzt die Einwahlgeräusche lebhaft erinnern, die einem die Wartezeit versüßten, bis man endlich mit gebremster Geschwindigkeit seinen Weg ins Netz beginnen konnte.

Was passierte: Heute haben Einwahl-Modems lange nicht mehr die Bedeutung, die sie früher einmal hatten. Schuld daran ist schlicht die neue Technik: ISDN, DSL und Glasfaser. Nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch die Möglichkeit eine Internetverbindung aufzubauen, ohne die Telefonleitung zu blockieren, dürften die Hauptgründe für den schmerzlosen Abschied vom Analog-Modem gewesen sein.

Aktuelle Situation: Ganz weg sind sie ja nicht. Es gibt sogar noch moderne Notebooks, die damit ausgeliefert werden. Aber Hand aufs Herz, in Zeiten von WLAN, DSL und Glasfaser-Verbindungen ist es nicht wirklich ein erhebendes Gefühl, sich einzuwählen. Positiv ist auch, dass eine speziell mit Einwahl-Modems zusammenhängende Sicherheitsgefahr gebannt wurde: Dialer, die unbemerkt Verbindungen mit teuren Einwahlnummern aufbauen, funktionieren mit DSL nicht mehr.

MiniDisc

MiniDisc
Vergrößern MiniDisc
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Was sie waren: Sonys Speichermedium zur Aufnahme und Wiedergabe von Musik wurde 1991 vorgestellt. Es hatte seine Vorteile: Einfachen Handhabung beim Schneiden und Aufnehmen und ein kompaktes Format. Das war auch der Grund, warum es im privaten Bereich seine Käufer fand und sich auch im Radio- und Tonstudiobereich gewisser Beliebtheit erfreute.

Was passierte: Die Musikindustrie unterstützte das Format nie wirklich, nur wenige Alben kamen direkt auf MiniDisc heraus. Außerdem machten der MiniDisc das neue Zeitalter zu schaffen, denn plötzlich waren Downloads und MP3 in aller Munde. Sony legte zwar nach und brachte die Variante NetMD heraus, mit der auch das Bespielen vom Computer und mit MP3 möglich war – aber die strengen Beschränkungen die einem hier auferlegt waren (Kopierschutz, Umwandlung in das ATRAC3-Format), machten normale MP3-Player attraktiver.

Aktuelle Situation: 2004 kam ein neues Format von Sony hinzu, die Hi-MD, welche eine bessere Aufnahmequalität ermöglichte und deshalb ebenfalls einige Liebhaber fand. Aber auch dieses Format hat sich nicht wirklich durchgesetzt, mittlerweile gibt es nur noch ein einziges kompatibles Gerät in Sonys Programm. In Japan war die MiniDisc ein echter Renner und ist dort auch heute noch weit verbreitet, in Deutschland führte sie allerdings eher ein Dasein am Rande und auf das Ende wird man nicht mehr lange warten müssen.

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