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Minesweeper und Inkball

Konzentration erforderlich: Eine ruhige Kugel schieben heißt es bei Inkball
Vergrößern Konzentration erforderlich: Eine ruhige Kugel schieben heißt es bei Inkball
© 2014

Nicht wegzudenken aus den Redmonder Betriebssystemen ist inzwischen Minesweeper, das seit der legendären Windows-Version 3.1 die Massen unterhält. Auf einem recht-eckigen Gitter müssen Sie nach und nach Felder aufdecken, unter denen keine Minen liegen. Jedes Feld verrät beim Aufdecken die Anzahl der verminten benachbarten Felder. Decken Sie ein solches auf, geht die Mine den Weg ihrer Bestimmung – und Sie haben das Spiel verloren.

Das Spielprinzip ist einfach, aber genial und hat im Laufe der Jahre auf viele Windows-Benutzer sogar einen höheren Suchtfaktor ausgeübt als Solitär. Da verwundert es nicht, dass es bereits wissenschaftliche Abhandlungen über Minesweeper gibt und im Internet fleißig neue Weltrekorde erdaddelt werden. Dank Aero-Darstellung ist das Programm nicht nur hübscher als das XP-Pendant, sondern auch frei in der Größe skalierbar. Schwach: Die farbigen Zahlen werden auf den Feldern unscharf, wenn das Spielfenster zu groß wird.

Minesweeper: Immer schön ordentlich auf- bzw. abräumen
Vergrößern Minesweeper: Immer schön ordentlich auf- bzw. abräumen
© 2014

Mit Inkball liegt Vista auch ein Spiel bei, das ursprünglich für die Windows XP Tablet PC Edition entwickelt wurde, um das spielerische Training mit dem Tablettstift zu ermöglichen. Auf den Spielfeldern erscheinen der Reihe nach verschiedenfarbige Kugeln, die Sie in entsprechende Trichter auf dem Boden lenken müssen. Dazu malen Sie mit der Maus – oder eben dem Tablettstift – Linien auf das Level, von denen die Kugeln abprallen. Für Vielfalt im Spielgeschehen sorgen Blöcke, die nur von Kugeln einer bestimmten Farbe zerstört oder nur in eine Richtung überrollt werden können, Farbwechsel-Blöcke, Beschleuniger, Zeitschaltuhren und mehr.

Inkball lässt sich in fünf Schwierigkeitsstufen spielen. In höheren Stufen sind die Levels komplexer und die Bälle schneller. Allerdings lassen diese sich mit Freihandstrichen nicht sehr präzise kontrollieren, so dass bereits einige Levels der mittleren Stufe größere Herausforderungen darstellen. Übliche Highscore-Listen gibt es hier nicht – das würde wegen der zufälligen Reihenfolge der Levels auch keinen Sinn ergeben.
Aufgrund der unpräzisen Steuerung und der fehlenden Vergleichbarkeit von Punkteständen erzeugt Inkball weniger Langzeitmotivation als die anderen Vista-Spiele, die starre Implementierung wirkt halb gar. Zwar hat Microsoft damit ein Spiel im Vista-Ensemble, das die Geschicklichkeit des Spielers herausfordert, doch letztlich wäre ein neuer Flipper, der den Space Cadet Pinball von Windows XP beerbt, eine bessere Variante gewesen.

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