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Microsoft und die Justiz (1997)

Der Internet Explorer 4.0 kommt auf den Markt.

Das Justizministerium klagt gegen Microsoft und wirft dem Unternehmen vor, gegen den Consent Decree von 1995 zu verstoßen. Argument: Der Software-Koloß zwinge PC-Hersteller Microsofts Browser zu benutzen. Als Druckmittel diene das Microsoft-Betriebssystem beziehungsweise die von Microsoft je nach Wohlverhalten der Geschäftspartner sehr kreativ ausgelegten Lizenzierungsbedingungen.

Richter Jackson erläßt eine einstweilige Verfügung. In dieser wird es Microsoft untersagt, PC-Hersteller zu zwingen, den Internet Explorer auf ihre Rechner aufzuspielen, wenn sie Windows 95 oder einen Nachfolger dieses Betriebssystems vorinstallieren.

Microsoft legt gegen diese einstweilige Verfügung Widerspruch ein, sagt aber gleichzeitig, man werde eine modifizierte Version von Windows 95 ausliefern, um der richterlichen Anordnung zu entsprechen.

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