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Mesh: Die Grundlagen zur WLAN-Technik

24.03.2020 | 10:01 Uhr |

Das WLAN ist aus den eigenen vier Wänden nicht mehr wegzudenken. Schließlich gewährt es komfortable Verbindungen mit dem Internet und dem Heimnetzwerk.

Allerdings kommt es häufig vor, dass das Drahtlosnetzwerk in bestimmten Ecken oder Etagen der Wohnung nur eine nervig langsame Geschwindigkeit bietet oder – schlimmer noch – diese gar nicht erreicht. Insbesondere in Mehrfamilienhäusern stören darüber hinaus Verbindungsabbrüche, da sich die WLAN-Geräte um die Funkfrequenzen streiten.

Die meisten WLAN-Geräte nutzen derzeit den Standard mit der offiziellen Bezeichnung IEEE 802.11ac . Er ist der Nachfolger von WLAN-n . Im Vergleich zu seinem Vorgänger haben sich die Reichweite des Funknetzes und natürlich auch die Geschwindigkeit deutlich verbessert. Hierfür wurden die Übertragungsprotokolle optimiert und effektivere Modulationsverfahren eingeführt. Außerdem nutzt WLAN-ac die breiteren Kanäle im 5-GHz-Funkspektrum, auf dem es im Übrigen ausschließlich funkt. Im 2,4-GHz-Funknetz, auf das vor allem viele ältere Geräte spezifiziert sind, ist nach wie vor WLAN-n zuständig. Der Funkstandard WLAN-ac ermöglicht Bruttokapazitäten von bis zu 1733 MBit/s und ein knapp viermal schnelleres Tempo als mit WLAN-n.

Mesh fürs bessere WLAN 

Wenn Sie sich noch mehr WLAN-Tempo und eine bessere Funknetzabdeckung wünschen, dann kommt ein WLAN-Mesh-System infrage. Dabei handelt es sich um Sets aus zwei oder drei WLAN-Stationen: Sie lassen sich für eine optimale Abdeckung in der Wohnung oder auf verschiedenen Stockwerken verteilen. Dabei stehen sie miteinander per WLAN in Kontakt und bilden hierdurch ein großflächiges WLAN mit einer gemeinsamen SSID und einem Passwort. Das lässt sich zwar auch bei einer Kombination aus Router und Repeater einrichten, doch die WLAN-Systeme sind meist besser aufeinander abgestimmt. Dies erleichtert den Clients den Wechsel zwischen den verschiedenen Stationen.

Die Vernetzung in einem Mesh-System.
Vergrößern Die Vernetzung in einem Mesh-System.

Außerdem verwalten Sie das gesamte WLAN-System bequem mittels Fritz-OS über ein gemeinsames Webmenü. Somit lässt sich beispielsweise ein Firmware-Update bei allen Stationen gleichzeitig einspielen. Auch Änderungen bei den WLAN-Einstellungen wirken sich sogleich im gesamten Mesh-System aus.

Einen ganz besonders hohen Tempozuwachs versprechen besonders Systeme mit Triband-Technik (siehe Seite 4). Beim Einsatz eines Mesh-Systemes verbinden Sie eine Station mithilfe eines LAN-Kabels mit dem Router, um die Internetverbindung herzustellen. Im Anschluss daran deaktivieren Sie das WLAN im Router, damit ausschließlich das Mesh-System das Funknetz bereitstellt. Probleme kann es geben, wenn andere Heimnetzgeräte per LAN-Kabel mit dem Router verbunden sind. Sie lassen sich aus dem WLAN dann nur erreichen, wenn das Mesh-System im Access-Point-Modus arbeitet: Diese Funktion unterstützen manche Systeme aber gar nicht oder erst nach einem Firmware-Update. Auch ist sie im Einstellungsmenü oft schwer zu finden. Leistungsstarke Mesh-Systeme sind deutlich teurer als Repeater oder Access Points – vor allem, wenn Sie sich ein 3er-Set für eine optimale WLAN-Abdeckung gönnen.

Günstiger wird es, wenn Sie schon einen Router haben, der als Basisstation für ein Mesh-System dienen kann: Das ist zum Beispiel bei der Fritzbox 7590 der Fall, für die AVM den Repeater 3000 (siehe Seite 4) als passende Mesh-Erweiterung anbietet.

Lesetipp: Hardware-Trends 2020 - WLAN & Router

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