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Browser schneller durch Pipelining

14.09.2012 | 11:35 Uhr |

Mit Pipelining wartet der Server des Internetseiten-Anbieters nicht darauf, dass Ihr Browser die Datenpakete empfangen hat, sondern sendet sofort weitere nach.
Vergrößern Mit Pipelining wartet der Server des Internetseiten-Anbieters nicht darauf, dass Ihr Browser die Datenpakete empfangen hat, sondern sendet sofort weitere nach.

Üblicherweise werden Internetseiten so übertragen, dass der Browser zuerst einen Teil der Internetseite beim Server des Anbieters anfordert, diesen erhält, dann den nächsten Teil anfordert, den auch erhält, und mit jedem weiteren Teil genauso verfährt. Damit wartet der Browser die meiste Zeit auf die Datenübertragung. Schneller geht es mit Pipelining. Damit ist eine Technik gemeint, mit der der Browser mehrere Anforderungen gleichzeitig sendet, ohne auf die Antwort des Anbieter-Servers zu warten. Bei einigen Browsern besteht die Möglichkeit, diese Option einzuschalten, sodass Sie mit sämtlichen Seiten, die Pipelining unterstützen, schneller surfen können.

In Firefox können Sie die Geschwindigkeit mit Pipelining erhöhen. Gehen Sie mit „about:config“ in das Browser-Systemmenü und ändern Sie die Einträge „network.http.pipelining“, „network.http.proxy.pipelining“ und „network.http.pipelining.ssl“.
Vergrößern In Firefox können Sie die Geschwindigkeit mit Pipelining erhöhen. Gehen Sie mit „about:config“ in das Browser-Systemmenü und ändern Sie die Einträge „network.http.pipelining“, „network.http.proxy.pipelining“ und „network.http.pipelining.ssl“.

In Firefox lässt sich Pipelining mit nur wenigen Schritten aktivieren. Hier sollten Sie allerdings beachten, dass dafür einige Schritte in den technischen Einstellungen des Browsers nötig sind, und falsche Eingaben, ähnlich wie falsche Eingaben in der Windows-Registry, den Browser unbrauchbar machen können. Zunächst tippen Sie in der Adresszeile von Firefox about:config ein und bestätigen mit der Enter-Taste. Jetzt sehen Sie eine Liste mit Einstellungsname, Status, Typ und Wert. Hier scrollen Sie die Liste herunter, bis Sie den Eintrag „network.http.pipelining“ sehen. Nach einem Doppelklick auf diesen Eintrag lesen Sie „true“ in der Wert-Spalte. Genauso verfahren Sie dann mit den Einträgen „network.http.proxy.pipelining“ sowie „network.http.pipelining.ssl“. Zusätzlich setzen Sie den Wert von „net work.http.pipelining.maxrequests“ auf 8 sowie „network.http.keep-alive“ und „net work.http.proxy.keep-alive“ auf „true“. Danach starten Sie Ihren Firefox neu.

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Sie können auch Ihrem Internet Explorer durch Pipelining Beine machen. Dazu gehen Sie zunächst in „Extras ➞ Internetoptionen“. Es erscheint ein neues Fenster, worin Sie den Reiter „Erweitert“ wählen. In den Einstellungen scrollen Sie abwärts, bis Sie den Eintrag „Einstellungen für http 1.1“ sehen. Dort finden Sie zwei Optionen: „HTTP 1.1 über Proxyverbindungen verwenden“ und „http 1.1 verwenden“. Setzen Sie bei beiden ein Häkchen. Als Nächstes rufen Sie im Startmenü regedit auf. Suchen Sie dort den Schlüssel „HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Internet Explorer\MAIN\FeatureControl/FEATURE_MAXCONNECTIONS PER 1_0SERVER“. In der rechten Seite des Regedit-Fensters sehen Sie die bereits vorhandenen Werte. Fügen Sie mit einem Rechtsklick auf eine freie Stelle einen neuen DWORD-Wert hinzu. Benennen Sie ihn mit iexplore.exe und weisen Sie ihm (per Doppelklick) den Dezimalwert 10 zu. Verfahren Sie ein weiteres Mal genauso mit dem Schlüssel „HKEY_LOCAL_MACHINESOFTWARE\Microsoft\Internet Explorer\MAIN\Feature Control\FEATURE_MAXCONNECTIONS PERSERVER“.

Einfach und unfallsicher können Sie bei Googles Chrome-Browser das Pipelining einschalten. Ein Doppelklick auf die zwei jeweiligen Einträge reicht.
Vergrößern Einfach und unfallsicher können Sie bei Googles Chrome-Browser das Pipelining einschalten. Ein Doppelklick auf die zwei jeweiligen Einträge reicht.

Natürlich können Sie auch Ihren Chrome-Browser beschleunigen. Dazu geben Sie in die Befehlszeile von Chrome about:flags ein und scrollen dann abwärts, bis Sie den Eintrag „http-Pipelining“ sehen. Ein einfacher Klick auf den Link „Aktivieren“ genügt, und schon können Sie Pipelining auch in Googles Webbrowser nutzen. Allzu große Wunder sollte man von Pipelining aber nicht erwarten. Diese Funktion bringt nur etwas in der Datenübertragung mit einem Server, der diese Methode auch unterstützt. So ist im Peacemaker-Benchmark kein Unterschied bemerkbar, da dieser Benchmark die Verarbeitung der bereits übertragenen Daten und das Verhalten mit Javascript zum Inhalt hat.

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