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Master Boot Record und Bootsektoren sichern (I)

PROBLEM: Der Master Boot Record (MBR) einer Festplatte und der Bootsektor jeder Partition sind die mit Abstand sensibelsten Daten. Gehen sie verloren, nehmen sie den Inhalt der Festplatte mit in den Orkus. Dieses Risiko wollen Sie minimieren. Dazu benötigen Sie ein Werkzeug, das auch sehr komplexe Festplattenaufteilungen speichert, unabhängig von den darauf befindlichen Betriebssystemen und Dateisystemen.

LÖSUNG: Hier hilft Ihnen ein kostenloses Betriebssystem weiter - nutzen Sie Linux als Notfallsystem auf Bootdiskette. Ein Beispiel hierfür ist Tomsrtbtr (englischsprachige Freeware, im Download-Bereich ). Damit können Sie ein Backup von MBR und Bootsektoren erstellen und bei Bedarf zurücksichern. Der Haken für Windows-Anwender: Sie benötigen Linux-Grundkenntnisse, bevor Sie ans Werk gehen. Um den MBR nach dem Start von der Linux-Diskette als Datei zu sichern, wechseln Sie mit

cd /tmp

zunächst in das Verzeichnis /tmp. Es liegt auf einer RAM-Disk mit genügend Platz, die Tomsrtbtr als Erstes eingerichtet hat. Den MBR der ersten EIDE-Festplatte sichern Sie mit dem Befehl

dd if=/dev/hda of=mbr.hda bs=512 count=1

Für SCSI gilt analog

dd if=/dev/sda of=mbr.sda bs=512 count=1

Tomsrtbtr 1.7.185

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