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Mails schreiben und lesen

30.04.2004 | 09:12 Uhr | Markus Pilzweger

Die große Google-Schlichtheit setzt sich beim Lesen und Erstellen von Mails fort - die Ansicht zum Lesen ist in Sekundenbruchteilen geladen und wirkt optisch sehr schlicht. Klickt man auf einen "Thread", also eine Mail-Konversation, stellt Google die Nachrichten in textbasierten, aufklappbaren Tabellenreitern untereinander dar.

Die Google-Mail-Oberfläche beweist bei aller Schlichtheit immer wieder eine beachtliche Intelligenz. So versteckt sie beispielsweise zitierten Text hinter einem "Show quoted text"-Link und hebt Signaturen in grauer Schrift vom Text ab. Die Google-Designer haben dabei viel in Javascript getrickst: Will man etwa den versteckten Zitatteil der Mail sehen, wir dieser per Javascript dargestellt, ohne dass die Seite noch mal geladen werden muss. Auch das Schreiben einer Antwort funktioniert ohne jeden Ladevorgang und damit noch schneller als im Mailprogramm. Der Trick dahinter ist, dass alles bereits im geladenen Seitencode enthalten ist, aber erst durch ein lokal ablaufendes Javascript angezeigt wird. Der nächste Kontakt zum Google-Mail-Server ist erst zum Absenden der Mail nötig.

Google-Mail bringt eine durchaus komfortable Rechtschreibkorrektur mit, die aber derzeit nur englisch spricht. Auch hier beweisen die Google-Entwickler Liebe zum Detail: Geprüft wird nur der neu geschriebene Text, der aus der Ursprungsmail zitierte Text bleibt unberührt.

Eine Druckfunktion erlaubt den Ausdruck von Mails ohne Menüs und Werbung in einem gut lesbar aufbereiteten Format. Derzeit lassen sich jedoch nur komplette Konversationen, nicht aber einzelne Mails derart aufbereiten. Einzel-Mails müssen in der Standardansicht des Browsers gedruckt werden. Dies funktioniert tadellos, da sich so gut wie alle Ansichten von Google-Mail in einem eigenen Browserfenster ohne Menüs und Navigation öffnen lassen.

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