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Mail, Kalender & Office von Google - Google Apps

14.04.2010 | 11:51 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Wie sieht der typische Kunde aus?

Nehmen wir einen klassischen Freelancer als Beispiel: Er benötigt einen zuverlässigen und ausfallsicheren Mailserver und eine einfache Website mit ersten Informationen für seine Kunden. Der Ein-Mann-Unternehmer möchte zudem seine Termine via Internet auch unterwegs aktualisieren können. Er könnte all das mit Microsoft Server, Exchange und Office und einem eigenen Server unterm Schreibtisch realisieren. Dafür würden nicht nur spürbare Lizenzkosten anfallen, er benötigte darüber hinaus auch eigene Hardware und müsste sich um die Administration kümmern. Dann wäre aber immer noch die Frage nach der Ausfallsicherheit und den Backups unbeantwortet. Und natürlich müsste der Freelancer sich selbst um Updates und Sicherheitspatches kümmern.

Alternativ kann er aber auch einen vollwertigen Server mit Linux aufsetzen, einen Apache als Webserver sowie einen geeigneten Mailserver einsetzen und Openoffice.org als Office benutzen. All das wäre im Unterschied zur Microsoft-Lösung kostenlos, zudem erprobt und leistungsfähig - setzt jedoch enormes Know-How voraus (zwar gibt es auch spezielle vorkonfigurierte Business-Server auf Linux-Basis für kleine Unternehmen, beispielsweise von Collax, doch dafür fallen wiederum Lizenzkosten an). Und auch bei dieser Open-Source-Lösung muss sich der Unternehmer selbst um die Wartung kümmern.

Oder er greift eben zu Google Apps. Für 40 Euro bekommt er eine Rundum-Sorglos-Lösung, ohne sich um Wartung und Pflege kümmern zu müssen. Und kann von jedem Punkt der Erde aus arbeiten. Besonderes technisches Know-How muss unser Freelancer nicht besitzen. Bei der Kostenkalkulation muss man allerdings berücksichtigen, dass Lizenzkosten beispielsweise für Microsoft Office nur einmal anfallen, wohingegen Google jedes Jahr abkassiert. Zudem kommt der Funktionsumfang von Google Docs & Spreadsheet nicht an den eines kompletten Microsoft-Office-Paketes heran, das muss fairerweise gesagt werden. Andererseits nutzen viele Anwender ja gar nicht alle Funktionen von Microsoft Office, so dass sie das Fehlen so mancher Funktion bei Google Apps vielleicht gar nicht bemerken.

Das klingt überzeugend und scheint es auch zu sein, Google meldet ständig neue Kunden. Unter anderem verlor Microsoft einen besonders klangvollen Kunden an Google Apps: Washington D. C., Hauptstadt und Regierungssitz der Vereinigten Staaten, hat die Rechner aller 38.000 Angestellten von Microsoft Office auf Google Office umgestellt. Die Angestellten von Washington D. C. arbeiten somit statt mit Microsoft Word, Excel und Outlook mit Google Docs, Google Mail, Google Video for business und Google Sites for Intranets.

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