PROBLEM: Durch ein Missgeschick wurde Ihre Partitionstabelle gelöscht. Leider besitzen Sie keine Sicherheitskopie. Besteht noch eine Chance, wieder an Ihre Daten zu gelangen?

LÖSUNG: Wenn Sie es versäumt haben, den MBR zu sichern, gibt es nur noch einen Rettungsanker - und auch nur für den Fall, dass Sie auf Ihrer Festplatte bloß eine einzige primäre Partition besitzen, die die gesamte Größe einnimmt. Sie benötigen wieder die im vorigen Tipp beschriebene Tomsrtbtr-Bootdiskette. Damit können Sie die Platte mit Linux-Fdisk einfach neu partitionieren. Anders als Fdisk von Windows 95/98 und Windows NT löscht dieses Programm nämlich nicht den Bootsektor einer neu angelegten Partition, sondern schreibt nur eine neue Partitionstabelle. Die anderen Daten auf der Festplatte bleiben unberührt. Sind alle Daten außer der Partitionstabelle unbeschädigt, können Sie nach dieser Maßnahme Ihr System sofort wieder starten.

Booten Sie zur Reparatur mit der Linux-Notdiskette, rufen Sie Fdisk auf, und übergeben Sie als Parameter die Festplatte, deren MBR repariert werden soll, also "fdisk /dev/hda" für eine EIDE- beziehungsweise " fdisk /dev/sda" für eine SCSI-Platte.

Drücken Sie nun undlt;Nundgt;, undlt;Pundgt; und undlt;1undgt;, um eine neue primäre Partition anzulegen. Bestätigen Sie die Vorschläge von Fdisk für Beginn und Ende der Partition jeweils mit undlt;Returnundgt;.

Nun müssen Sie noch den Partitionstyp mit undlt;Tundgt; anpassen. Eine FAT16-Partition erhält den Typ 6, eine FAT32-Partition den Typ B. Greift Windows über LBA auf die Partitionen zu, sind die Werte andere: E für FAT16 und C für FAT32. Falls Sie sich nicht mehr im Klaren sind, ob LBA aktiv ist: Ab einer Plattengröße von 512 MB ist der LBA-Modus wahrscheinlich. Zur Not probieren Sie mehrere Partitionstypen durch, bis Sie jenen finden, mit dem Windows wieder startet. Nach Abschluss der Dateneingabe in Fdisk drücken Sie undlt;Wundgt;, um die Änderungen zu speichern. Mit etwas Glück ist Ihre Partition nun repariert. - akr

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