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Lösungen: Das können Sie im Internet Explorer tun

02.01.2003 | 09:37 Uhr | Thorsten Eggeling, David Wolski

Die meisten IE-Bugs werden nicht von Anwendern in der Praxis, sondern unter Laborbedingungen entdeckt. Daher stellen sie kurz nach Bekanntwerden auch noch keine tatsächliche Bedrohung dar. Warnt man allerdings nicht nur vor der neuen Sicherheitslücke, sondern veröffentlicht auch die technischen Grundlagen eines Bugs, stellt man damit indirekt das nötige Know-how für die Ausnutzung des Fehlers bereit. Aus diesem Grund ist für IE-Benutzer der regelmäßige Besuch der Windows-Update-Seite Pflicht ("Extras, Windows Update"). Die Seite gibt Auskunft über die bereits installierten Updates sowie Service Packs und ermöglicht den Download der für die Aktualisierung nötigen Pakete. Es ist empfehlenswert, nicht nur die Service Packs für den Browser, sondern auch alle vorgeschlagenen Bugfixes für Windows zu installieren. Wenn Sie gleich mehrere Leute oder etwa einen Bekannten mit Modemzugang mit dem Service Pack 1 für den Internet Explorer 6 versorgen wollen, können Sie die Dateien auch komplett herunterladen. Der Vorteil: Anders als beim Online-Update lassen sich mit diesem Paket weitere Systeme aktualisieren, und Sie können das Update nach einer Neuinstallation erneut durchführen. Sie bekommen nämlich als "SP1" den komplett aktualisierten Internet Explorer 6.

Und so erstellen Sie ein Installationsarchiv für alle Windows-Varianten: Laden Sie zunächst über www.microsoft.com/win dows/ie_intl/de/default.aspdie Setup-Datei IE6SETUP.EXE herunter (513 KB). Öffnen Sie dann eine Eingabeaufforderung, wechseln Sie mit "cd" in das Verzeichnis, in das Sie die Datei gespeichert haben, und geben Sie dort folgenden Befehl ein:

ie6setup /c:"ie6wzd.exe /d /s:""#E"

Nach dem Akzeptieren des Lizenzvertrags wählen Sie alle Windows-Versionen aus, für die Sie den IE 6 herunterladen wollen, und den Zielordner für die Dateien. Anschließend beginnen Sie mit dem Download (bis zu 50 Megabyte, je nach Auswahl). Beachten Sie, dass Sie die zuvor heruntergeladene IE6SETUP.EXE ebenfalls in den Zielordner kopieren müssen, falls Sie hier einen anderen angegeben haben. Wenn Sie die IE6SETUP.EXE aufrufen, verwendet sie die im selben Verzeichnis vorliegenden Dateien für eine Installation. Brennen Sie also den ganzen Ordner auf eine CD, dann können Sie damit bequem weitere Systeme updaten.

Das Archiv eignet sich für eine Standardinstallation auf allen ausgewählten Betriebssystemen. Wenn Sie damit eine benutzerdefinierte Installation mit zusätzlichen Komponenten ausführen, erkennt das Setup-Programm, welche Dateien bereits vorhanden sind, und benutzt sie - alle weiteren werden aus dem Internet heruntergeladen.

Die Cookie-Verwaltung des Internet Explorers 6 wurde gegenüber den Vorgängerversionen verbessert. Sie erreichen die Optionen im IE über "Extras, Internetoptionen" auf der Registerkarte "Datenschutz". Um möglichst viele Risiken zu vermeiden, können Sie hier beispielsweise den Schieberegler auf "Hoch" stellen oder über die Schaltfläche "Erweitert" alle Cookies sperren. Damit Sie auf Websites Ihres Vertrauens nicht auf Cookies verzichten müssen, nutzen Sie die Schaltfläche "Bearbeiten", tragen die Adressen dieser Websites nacheinander ein und klicken jeweils auf "Zulassen".

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Cookie-Verwaltung: Über die Registerkarte "Datenschutz" in den "Internetoptionen" sperren Sie global alle Cookies. Für vertrauenswürdige Seiten können Sie sie dann gezielt aktivieren

Der Internet Explorer speichert Daten, die über das Surfverhalten Auskunft geben können, vorwiegend im Verzeichnis "Temporary Internet Files" des jeweiligen Benutzerprofils. Hier liegt neben den Cache- und Cookie-Daten auch die INDEX.DAT, in der der Browser unter anderem Kennwörter und Formulardaten speichert. Außerdem gibt es noch Einträge in der Registry und im Verzeichnis "Verlauf". Auch wenn Sie Ihr Windows-System und den IE laufend auf den aktuellen Stand bringen - grundlegende Sicherheitsprobleme schaffen Sie damit nicht aus der Welt: Die Gefahr, dass bösartige Active-X-Controls und Scripts auf Ihrem PC Schaden anrichten, bleibt groß. Vor allem Anwender von Windows 95/98/ME sind davon betroffen. Hier hat der IE Lese- und Schreibrechte in allen Verzeichnissen. Wer mehr Sicherheit will, sollte daher den Umstieg auf Windows 2000/XP oder Linux erwägen. Auf diesen Systemen ist es möglich, Zugriffsrechte für Dateien und Verzeichnisse zu vergeben und somit Schäden, die durch Bugs im Browser verursacht werden können, zu verhindern.

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