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Wifislax 4.7.2

14.04.2014 | 12:01 Uhr | David Wolski

Lauscht im WLAN: Für die Suche nach Sicherheitslücken im Drahtlosnetzwerk testet Wifislax mit Scanner und Analysewerkzeugen die Authentifizierung und die Verschlüsselung.
Vergrößern Lauscht im WLAN: Für die Suche nach Sicherheitslücken im Drahtlosnetzwerk testet Wifislax mit Scanner und Analysewerkzeugen die Authentifizierung und die Verschlüsselung.

Als Grundlage dient Slax, eine modulare Slackware-Umgebung speziell für den Live-Betrieb. Wifislax kombiniert die Pakete von Slax mit einem KDE-Desktop und einer umfangreichen Tool-Sammlung für die Netzwerkanalyse und Fehlersuche im WLAN. Wifislax ist eine Entwicklung aus Spanien, und einige mitgelieferte Anwendungen sind in Spanisch, die meisten aber in Englisch. KDE hilft als übersichtliche Arbeitsumgebung bei der Orientierung, so dass das nicht ganz konsistente Sprachgemisch nur stellenweise ein Hindernis bei einzelnen Kommandozeilen-Tools ist, die nur in Spanisch vorliegen.

Sicherheitslücken im eigenen WLAN auf der Spur

Für die Verbindung zu Drahtlosnetzwerken ist Wicd enthalten und über das KDE-Panel erreichbar. Ein Klick auf das Plus-Zeichen zeigt die WLAN-Eigenschaften und Verschlüsselung an. Zur Konfiguration einer Netzwerkverbindung klicken Sie auf das Schraubenschlüssel-Symbol neben einer SSID und können dann unter „Use Encryption“ den Verschlüsselungsstandard und den Pre-Shared-Key eintragen.

Die Spezialität von Wifislax sind diverse Scanner, die Sie im Anwendungsmenü unter „Wifislax -> Hardware-Tools“ finden. Hier starten Sie beispielsweise die Spezialprogramme Lin SSID und Bmon, um Signalstärken aufzuzeichnen. In den Untermenüs „Wireless“, „Wpa“ und „Wps“ sind Analysewerkzeuge zur Sicherheit im WLAN untergebracht.

Dabei handelt es sich um Programme, mit welchen nicht nur paranoide Admins und Pentester, sondern auch sicherheitsbewusste Anwender das eigene Netzwerk auf Sicherheitslücken testen können.

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Wifislax als transportables System

Das schmal gehaltene System hat geringe Ansprüche an die Hardware, und 512 MB Speicher sind für das Live-System bereits ausreichend. Für KDE ist ein Prozessor ab 1 GHz Taktfrequenz empfehlenswert, wenn auch noch Browser und diverse Scanner gleichzeitig laufen sollen. Auf Notebooks ohne optisches Laufwerk bringt eine DVD natürlich wenig. Deshalb liegt Wifislax auch in Form der Datei „wifislax-4-7-2-final.iso“ vor. Der einfachste Weg, die ISO-Datei startfähig auf einen USB-Stick zu schaufeln, führt über das bewährte Unetbootin 5.85. Vorsicht: Der mitgelieferte Festplatten-Installer ist noch Betaware, liegt nur in Spanisch vor, und der Einsatz ist nicht zu empfehlen, da hier noch zu viele Fehler auftreten.

Fazit: Trotz Mängeln hilfreich

Der Vorteil von Wifislax ist dessen Portabilität: Auf einem USB-Stick untergebracht liefert es auf beliebigen Rechnern und Notebooks unkompliziert eine Reihe von spezialisierten Tools für die WLAN- und Netzwerkanalyse, deren Installation auf Linux-Distributionen oft nur mit manueller Kompilierung gelingt. In der vorliegenden Version 4.7.2 wirkt Wifislax zwar noch nicht ganz fertig, was auch an der unvollständigen Lokalisierung liegt. Mit den beigelegten WLAN-Tools, die in Englisch vorliegen, ist es aber dennoch ein nützliches Werkzeug, um einen PC per Live-System auf die Schnelle zu einem Analysewerkzeug zu machen.

Website: www.wifislax.com
Dokumentation: www.wifislax.com/en/

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