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Gparted 0.17-1

14.04.2014 | 12:01 Uhr | David Wolski

Hier dreht sich alles um Gparted: Das Live-System stammt von den Gparted-Entwicklern und bringt außer dem Partitionierer, der in Version 0.17 enthalten ist, nur wenig Ballast mit.
Vergrößern Hier dreht sich alles um Gparted: Das Live-System stammt von den Gparted-Entwicklern und bringt außer dem Partitionierer, der in Version 0.17 enthalten ist, nur wenig Ballast mit.

Gparted Live ist ein minimales Debian-System zur Partitionierung von Festplatten. Das Live-System läuft auf einem aktuellen Kernel 3.11 aus dem Zweig von Debian-Testing. Der Desktop nutzt Fluxbox und ist äußerst schlicht gehalten. Ein textbasierendes Tool zur Netzwerkkonfiguration und der Webbrowser Netsurf sowie der Dateimanager Pcmanfm runden das Live-System ab. Das Anwendungsmenü zur Auswahl dieser Programme zeigt sich beim Rechtsklick auf den Desktop-Hintergrund.

Gparted: Alles zum Partitionieren

Im Mittelpunkt steht der Partitionierer Gparted, der in der neuesten Version 0.17 vorliegt und gleich nach dem Boot automatisch gestartet wird. Diese aktuelle Version kann nun bei den verbreiteten Linux-Dateisystemen Btrfs, Ext3, Ext4 und XFS die Partitionsgröße ändern, ohne dass davor das Laufwerk ausgehängt werden muss. Auch Linux-fremde Dateisysteme wie NTFS (Windows) und HFS/HFS+ (Mac) werden unterstützt und lassen sich bearbeiten. Gparted erkennt die Volumes des LVM (Logical Volume Manager), den einige aktuelle Linux-Distributionen wie Fedora anbieten, um zusammenhängende Dateisysteme über mehrere Festplatten zu verteilen. Neu hinzugekommen ist eine Erkennung von Partitionen eines Software-Raids anhand des Partitionstyps.

Die Linux-Konsole im Griff

Übertragung auf USB-Stick

Auf CD läuft Gparted zur besten Kompatibilität in der i486-Ausführung, die auf allen PCs startet.

Die Hardware-Anforderungen sind äußerst bescheiden: Eine CPU mit 300 MHz und 256 RAM sind bereits genug. Um Gparted Live auf CD zu brennen oder auf einen USB-Stick einzurichten, holen Sie sich die aktuellste ISO-Datei des Live-Systems von der Webseite des Entwicklers. Diese können Sie mit dem Programm Unetbootin auf einen bootfähigen USB-Stick befördern – für Rechner ohne DVD-Laufwerk. Dazu wählen Sie in Unetbootin unter „Abbild“ die ISO-Datei aus und geben darunter das angeschlossene, leere und mit FAT32 vorformatierte USB-Laufwerk an. Kontrollieren Sie genau, dass es sich um das richtige Laufwerk handelt.

Start von USB: Klappt auch mit UEFI-Firmware

Der so erstellte Datenträger unterstützt zudem nicht nur das Booten über klassisches Bios, sondern auch über UEFI-Firmware. Ein Rechner, der standardmäßig sowieso nur UEFI für den Systemstart nutzt, muss also nicht erst in den Kompatibilitätsmodus (CSM) beziehungsweise Legacy-Modus umgeschaltet werden. Zum Start von Gparted von USB-Laufwerken müssen Sie zuerst im Textmodus noch die deutsche Tastaturbelegung manuell auswählen. Dazu wählen Sie in der Abfrage „Configuring console-data“ den folgenden Eintrag aus: „Select keymap from full list -> pc/qwertz/German/Standard/latin1“. Danach verwenden Sie als Sprache „10“ für „German“ und für den Grafikmodus „0“, um dem Live-System die automatische Erkennung der Bildschirmauflösung zu überlassen.

Website: http://gparted.org
Dokumentation: http://gparted.org/documentation.php

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