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Linux Mint: So klappen Installation & Multiboot

04.04.2017 | 08:41 Uhr |

Die Installation von Linux Mint funktioniert mit einem übersichtlichen Setup-Assistenten ziemlich einfach. Wer Linux parallel zu Windows installieren möchte, muss aber ein paar Punkte beachten.

In diesem Beitrag beschäftigen wir uns damit, wie die Installation am Beispiel von Linux Mint Cinnamon als alleinigem System auf einem PC im Bios-Modus funktioniert. Anschließend zeigen wir Ihnen, wie Sie Linux Mint Cinnamon parallel zu Windows auf den Rechner bringen und was Sie auf dem PC mit dem Uefi-statt dem Bios-Modus beachten sollten. Die Installation der Linux-Mint-Mate-Edition funktioniert analog. Linux Mint Debian Cinnamon enthält jedoch einen etwas einfacheren Installationsassistenten . Was bei Multiboot-Installationen etwa neben Windows und bei Uefi-PCs zu beachten ist, erfahren Sie auch hier.

Installation von Linux Mint vorbereiten

Für die Installation von Linux Mint 18 verwenden Sie am einfachsten eine separate, frisch formatierte Festplatte. Ein USB-Laufwerk eignet sich ebenfalls, sofern der Rechner davon booten kann. Das pure System benötigt etwa 10 GB auf dem Installationsmedium, als Reserve für Software-Installationen und Benutzerdateien sollten es mindestens 32 GB sein.

Für Computer ohne DVD-Laufwerk nutzen Sie einen Installations-USB-Stick. Diesen erstellen Sie unter Linux wie Windows mit dem kleinen Tool Unetbootin . In Unetbootin müssen Sie neben „Abbild“ zur ISO-Datei navigieren sowie neben „Laufwerk“ das richtige Zielgerät anwählen – das Laufwerk, das auf dem angeschlossenen USB-Stick aktuell eingerichtet ist. Das System vom USB-Stick startet später in englischer Sprache mit dem Tastaturlayout „United States“.

Linux Mint: So nutzen sie die neue Version in der VM

Linux Mint 18 Cinnamon installieren

Mint-Installation: Bei der Einrichtung als einziges System wählen Sie ?Festplatte löschen und [...] installieren?. Die Partitionierung erfolgt automatisch (System-und Swap-Partition).
Vergrößern Mint-Installation: Bei der Einrichtung als einziges System wählen Sie ?Festplatte löschen und [...] installieren?. Die Partitionierung erfolgt automatisch (System-und Swap-Partition).

Nachdem Sie den Rechner vom Mint-Installationsmedium gebootet haben, befinden Sie sich in einem Live-System, das Sie zunächst ausprobieren können. Sollte sich der Mint-Desktop nicht zeigen oder Hardware nicht funktionieren, können Sie zusätzliche Bootoptionen ausprobieren. Welche das sind, steht im Kasten.

Auf dem Desktop finden Sie den Link „Linux Mint installieren“, der das Setup startet. Zuerst wählen Sie die Sprache für die Installation aus. Nach einem Klick auf „Weiter“ sollten Sie einen Haken vor „Installation von Drittanbieter-Software für Grafik-und WLAN-Geräte, Flash, MP3 und andere Medien“ setzen. Damit installieren Sie dann die genannte Software, beispielsweise den Adobe Flash Player.

Im nachfolgenden Schritt wählen Sie im Fenster „Installationsart“, wie Linux Mint installiert werden soll. Bei einer leeren Festplatte verwenden Sie „Festplatte löschen und Linux Mint installieren“ (Hinweise zu Multiboot-Installationen lesen Sie weiter unten). Nach einem Klick auf „Weiter“ wählen Sie bei mehreren Festplatten das gewünschte Ziellaufwerk und klicken nunmehr auf „Jetzt installieren“.

USB-Laufwerk: Linux Mint lässt sich auch auf USB-Laufwerken installieren. Das System startet davon meist klaglos. Bei der Installation müssen Sie aber die Partitionen selbst erstellen und den Ort des Bootloaders angeben.
Vergrößern USB-Laufwerk: Linux Mint lässt sich auch auf USB-Laufwerken installieren. Das System startet davon meist klaglos. Bei der Installation müssen Sie aber die Partitionen selbst erstellen und den Ort des Bootloaders angeben.

Ist das Ziel ein USB-Laufwerk, so wählen Sie im Fenster „Installationsart“ die Option „Etwas Anderes“. Das Laufwerk muss neu partitioniert und formatiert werden, eventuell darauf befindliche Daten gehen dabei verloren. Klicken Sie zudem auf die Schaltfläche „-“, um vorhandene Partitionen zu entfernen. Im Anschluss daran erstellen Sie über die Schaltfläche „+“ zuerst eine kleine Partition, je nach dem vorhandenen Arbeitsspeicher mit etwa 4 oder 8 GB für den Auslagerungsspeicher („Swap“), ferner eine große Partition mit dem restlichen Speicherplatz für das Linux-System. Hier wählen Sie hinter „Einbindungspunkt“ den Eintrag „/“ aus der Liste. Unter „Gerät für die Bootloader-Installation“ wählen Sie das USB-Medium aus, auf dem Sie installieren – etwa „/dev/sdb“. Klicken Sie zum Abschluss auf „Jetzt installieren“. Setzen Sie nach der Installation im Bios das USB-Laufwerk an die erste Position in der Bootreihenfolge. Falls das nicht gewünscht ist, müssen Sie beim Rechnerstart jeweils das Bios-Bootmenü verwenden, um das USB-Laufwerk manuell als Bootmedium anzugeben.

Für Linux-Nutzer: Das Upgrade vom alten Linux Mint

Mithilfe des Tools Mintupgrade prüfen Sie, ob es Hindernisse für ein Upgrade gibt. Danach laden Sie die neuen Pakete und starten das Upgrade.
Vergrößern Mithilfe des Tools Mintupgrade prüfen Sie, ob es Hindernisse für ein Upgrade gibt. Danach laden Sie die neuen Pakete und starten das Upgrade.

Für den Fall, dass Sie bereits Linux-Mint auf Ihrem PC installiert haben, finden Sie hier ein paar Hinweise zum Thema Upgrade: Die Entwickler von Linux Mint raten vom Upgrade der Vorversion ab. Die Begründung: Vor dem Upgrade ist in jedem Fall ein Backup des gesamten Systems und besonders der persönlichen Daten der Benutzer erforderlich. Wer ohnehin ein Backup hat, der kann das System auch neu installieren und die eigenen Dateien wieder zurücksichern. Das geht in der Regel schneller als ein Upgrade. Außerdem befindet sich ein neu installiertes System in einem klar definierten Zustand, bei einem aktualisierten System ist das Ergebnis dagegen unüberschaubar.

Letztlich darf aber jeder Nutzer selbst entscheiden, ob er eine Neuinstallation dem Upgrade vorzieht. Die Voraussetzung für ein Upgrade auf Linux Mint 18 ist ein bestehendes Linux Mint 17.3 mit Cinnamon-oder Mate-Desktop.

Starten Sie über das Menü die Aktualisierungsverwaltung, klicken Sie auf „Auffrischen“ und installieren Sie alle verfügbaren Updates. Wer alle bisherigen Update-Angebote ignoriert hat und noch Linux Mint 17, 17.1 oder 17.2 einsetzt, der muss zunächst auf Version 17.3 upgraden. Erstellen Sie ein Backup des kompletten Systems oder wenigstens der persönlichen Daten aus Ihrem Home-Verzeichnis.

Öffnen Sie nun ein Terminal-Fenster, über das schwarze Symbol unten in der Taskleiste und gehen Sie auf „Bearbeiten -> Profileinstellungen“. Aktivieren Sie dort danach die Registerkarte „Rollbalken“. Setzen Sie ein Häkchen vor „Unbegrenzt“ und klicken Sie auf „Schließen“.

Auf diese Weise kann das Terminal alle Meldungen des Upgrade-Tools anzeigen und Sie können mögliche Probleme ermitteln. Mit folgenden Befehlen installieren Sie das Upgrade-Tool und starten einen Probelauf:

apt install mintupgrade
mintupgrade check

Geben Sie bitte das root-Passwort ein, wenn Sie danach gefragt werden. Mintupgrade konfiguriert einen vorübergehenden Wechsel der Paketquellen zu Linux Mint 18 und zeigt an, ob es Hindernisse für die Installation gibt. Pakete, die das Upgrade verhindern, müssen Sie selbst deinstallieren. Es kann auch Pakete geben, die nach dem Upgrade nicht mehr zur Verfügung stehen. Sollten diese Programme für Sie wichtig sein, notieren Sie sich die Paketnamen und installieren Sie diese später neu, wenn erforderlich auch aus alternativen Paketquellen.

Führen Sie

mintupgrade check

erneut aus, wenn Sie Softwarepakete entfernen mussten. Dann laden Sie mit den Befehlen

mintupgrade download
mintupgrade upgrade

die aktualisierten Dateien herunter und starten das eigentliche Upgrade. Hierbei werden Sie wahrscheinlich dazu aufgefordert, Dienste neu zu starten. Bestätigen Sie dies einfach mit der vorgegebenen Antwort.

Anfang 2017 sollte Linux Mint bereits in der Version 18.1 vorliegen. Ein Upgrade sollte über die Aktualisierungsverwaltung möglich sein.

Bootoptionen bei Linux Mint nutzen

Linux Mint ist so konfiguriert, dass es vom Installationsmedium auf den meisten PCs und Notebooks problemlos mit den Standardeinstellungen startet. Sollte das nicht funktionieren, weil etwa das Bios oder die Grafikkarte Schwierigkeiten verursachen, lässt sich das meist über Bootoptionen beheben. Sobald Sie nach dem Start des Rechners vom Live-System die Meldung „Automatic boot in 10 seconds“ sehen, drücken Sie eine beliebige Taste. Der Countdown ist so erstmal beendet. Wählen Sie den Menüeintrag „Start in compatibility mode“ (Kompatibilitätsmodus) und drücken Sie die Taste Enter. Wenn nun der Desktop von Linux Mint erscheint, ließ sich das Problem umgehen.

Um das Problem anschließend weiter einzugrenzen, booten Sie Linux Mint erneut vom Installationsmedium und gehen wieder auf „Start in compatibility mode“. Drücken Sie dann die Tab-Taste. Sie sehen eine Zeile mit Optionen für den Linux-Kernel. „nomodeset“ sorgt dafür, dass die Grafikmodi vom Kernel gesteuert werden, nicht vom Treiber des X-Servers für die Grafikkarte. Zusammen mit „xforcevesa“ kann das Darstellungsprobleme bei einigen Grafikchips beheben. Dies reduziert jedoch die Grafikleistung, und manchmal lässt sich nicht die optimale Bildschirmauflösung einstellen. Nach der Installation des Systems und eines optimierten Treibers sind diese Bootoptionen in der Regel nicht mehr notwendig. Den neuen Treiber können Sie bereits vor der Installation im Internet suchen.

Die Optionen „noapic“, „noacpi“ und „irqpoll“ wirken sich auf die Behandlung von Hardware-Interrupts durch den Kernel aus. Sind sie vorhanden, werden einige Funktionen zur automatischen Erkennung abgeschaltet, was Abstürze vermeiden kann. Die Angabe „b43.blacklist=yes“ unterbindet das automatische Laden eines Broadcom-WLAN-Treibers, der für Fehlfunktionen bekannt ist. Es gibt noch weitere Bootoptionen, die Sie selbst eintragen können. Eine Beschreibung finden Sie hier . Beachten Sie, dass im Bootmenü das Tastaturlayout „United States“ gilt. Eine Abbildung mit der Tastenbelegung finden Sie hier .

Windows und Linux: Multiboot mit Linux Mint 18

Uefi-PCs: Bei neueren PCs mit vorinstalliertem Windows 8 oder 10 müssen Sie Secure Boot im Firmware-Setup deaktivieren. Andernfalls darf Linux Mint nicht starten.
Vergrößern Uefi-PCs: Bei neueren PCs mit vorinstalliertem Windows 8 oder 10 müssen Sie Secure Boot im Firmware-Setup deaktivieren. Andernfalls darf Linux Mint nicht starten.

Linux Mint installieren Sie an sich problemlos parallel neben einem Windows oder einem weiteren Linux. Etwas knifflig ist dabei aktuell allerdings die Unterscheidung zwischen Bios-und Uefi-Partitionsschema wie auch die Uefi-Funktion „Secure Boot“.

Linux Mint benötigt zwei eigene Partitionen auf der Festplatte. Um Platz für diese zu schaffen, lassen sich bei der Installation vorhandene Partitionen verkleinern. Wenn möglich, so spendieren Sie Linux eine eigene Festplatte. Besondere Regeln gelten bei neueren PCs, auf denen Windows im Uefi-Modus mit aktiviertem Secure Boot installiert ist.

Linux Mint: Der letzte Schliff für das OS

Besonderheiten: Rechner mit Uefi und Bios

Partitionsgröße ändern: Ist vor der Installation von Linux kein freier Platz auf der Festplatte vorhanden, verkleinern Sie die Windows-Partition über den Setup-Assistenten von Linux Mint.
Vergrößern Partitionsgröße ändern: Ist vor der Installation von Linux kein freier Platz auf der Festplatte vorhanden, verkleinern Sie die Windows-Partition über den Setup-Assistenten von Linux Mint.

Neuere PCs mit Windows 8 oder 10 sind immer mit Uefi-Firmware ausgestattet (Unified Extensible Firmware Interface), und das System startet von einer Partition im GPT-Stil (GUID Partition Table). Ist ein erstes System im Uefi-Modus installiert, so müssen weitere Systeme auf die gleiche Weise eingerichtet werden. Fernerhin gibt es unter Uefi die Funktion Secure Boot, die Schadsoftware vor dem Start des Betriebssystems verhindern soll. Linux Mint 18 unterstützt kein Secure Boot. Die Funktion lässt sich aber im Firmware-Setup abschalten. Rufen Sie letzteres kurz nach dem Einschalten des PCs über Tasten wie Esc, Entf (Del), F2, F8 oder F10 auf.

Die Einstellungen für Secure Boot finden Sie zumeist unter „Bios Features“, „Security“ oder ähnlich. Setzen Sie die Option auf „Disabled“. Soll eine Installation im Bios-Modus erfolgen, suchen Sie nach Optionen wie „CSM“, „Launch CSM“, „Uefi and Legacy“ oder „Legacy Boot“, die meist in Menüs mit Namen wie „Boot“ oder „Boot Order“ zu finden sind. Die Bios-Emulation CSM (Compatibility Support Module) lässt den PC sowohl im Uefi-als auch im Bios-Modus booten. Die Funktionen von Windows werden nicht beeinträchtigt, wenn Sie CSM aktivieren und Secure Boot abschalten.

Linux parallel zu Windows installieren

Uefi-Installation: Für eine Parallelinstallation wählen Sie ?Linux Mint neben Windows Boot Manager installieren?. Der Linux-Bootloader wird in der EFI-Partition eingerichtet.
Vergrößern Uefi-Installation: Für eine Parallelinstallation wählen Sie ?Linux Mint neben Windows Boot Manager installieren?. Der Linux-Bootloader wird in der EFI-Partition eingerichtet.

Wenn die Installation im Bios-Modus erfolgen soll, booten Sie den PC von der Boot-DVD und wählen Sie jedes beliebige Mint-System zur Installation aus. Für eine Uefi-Installation nutzen Sie ausschließlich die 64-Bit-Version von Linux Mint 18 Cinnamon, denn 32-Bit-Systeme beherrschen keine Uefi-Installation.

Schritt 1: Stellen Sie die Bootreihenfolge im Bios-Setup so ein, dass der Rechner vom Installationsmedium bootet. Wählen Sie, je nach Modus, den Booteintrag mit oder ohne vorangestelltem „UEFI“. Das Uefi-Menü von Linux Mint 18 zeigt die Überschrift „GNU GRUB“, im Bios-Modus sehen Sie das grüne Mint-Logo.

Schritt 2: Starten Sie im Live-System das Setup über das Desktop-Icon „Linux Mint installieren“ und wählen Sie als Sprache „Deutsch“ aus. Klicken Sie auf „Weiter“. Setzen Sie ein Häkchen vor „Installation von Drittanbieter-Software für Grafik-und WLAN-Geräte, Flash, MP3 und andere Medien“ und klicken Sie auf „Weiter“.

Schritt 3: Was Ihnen der Dialog „Installationsart“ anbietet, hängt von der Aufteilung der Festplatten ab. Gibt es nur eine Festplatte, die von Windows belegt ist, sehen Sie die Option „Linux Mint neben Windows installieren“. Nach einem Klick auf „Weiter“ schlägt der Assistent eine neue Aufteilung der Partitionen vor. Die zugewiesene Größe lässt sich ändern, indem Sie die Aufteilungsmarkierung mit der Maus nach links oder rechts ziehen.

Wenn eine freie Partition vorhanden ist, dann erkennt der Installationsassistent das automatisch. Auch in diesem Fall wählen Sie die Option „Linux Mint neben Windows installieren“. Nach einem Klick auf „Jetzt installieren“ sehen Sie eine Zusammenfassung mit der Liste der Partitionen, die das Setup im freien Speicherplatz neu erstellen will. Klicken Sie auf „Weiter“, um den Vorschlag zu übernehmen.

Wenn im Rechner eine zweite Festplatte steckt, die Sie alleine für Linux verwenden möchten, wählen Sie die Option „Festplatte löschen und Linux Mint installieren“. Nach einem Klick auf „Weiter“ wählen Sie die (richtige) Zielfestplatte aus. Die Partitionierung erfolgt im nächsten Schritt dann automatisch. Hierbei landet der Linux-Bootmanager auf der Windows-Festplatte. Er sorgt dafür, dass Sie beim PC-Start zwischen den Systemen wählen können.

Bei dieser Konfiguration wäre es aber besser, den Bootmanager auf der Linux-Festplatte unterzubringen und die Systeme getrennt zu halten. Um das zu erreichen, wählen Sie im Fenster „Installationsart“ die Option „Etwas Anderes“. Gehen Sie dann vor, wie in diesem Beitrag im Punkt 6 beschrieben. Der Beitrag bezieht sich zwar auf Ubuntu, die Methode ist aber identisch. Das USB-Laufwerk darf keine Daten enthalten. Ändern Sie nach der Linux-Installation die Bootreihenfolge im Bios-Setup, damit der PC standardmäßig von der zweiten Festplatte bootet.

Im Uefi-Modus stehen Ihnen die gleichen Möglichkeiten zur Verfügung. Die Standardoption heißt hier jedoch „Linux Mint neben Windows Boot Manager installieren“. Ist eine freie Partition vorhanden, wird diese vom Setup erkannt und als Ziel verwendet. Andernfalls können Sie die Größe der Windows-Partition ändern. Der Linux-Bootloader landet auf der EFI-Partition, wo bereits der Windows-Bootmanager liegt. Beide stören sich nicht gegenseitig, und auch bei einer Windows-Neuinstallation bleibt der Linux-Bootloader erhalten.

Schnellstart bei Windows 8 und 10 abschalten

Windows 8 und 10 werden nicht komplett beendet, wenn Sie „Herunterfahren“ wählen. Das Gleiche gilt für den „Ruhezustand“ bei Windows 7. Windows speichert dabei den Systemzustand in der Datei „hiberfil.sys“; der Systemstart wird dadurch deutlich beschleunigt, weil nicht alle Geräte neu initialisiert werden müssen. Es besteht jedoch die Gefahr von Datenverlust, wenn Sie von einem anderen System aus Dateien auf der Windows-Partition ändern. Damit das nicht passiert, weigert sich Linux, Windows-Partitionen einzubinden, wenn Windows 8/10 nicht über „Neu starten“ beendet wurden. Benötigen Sie die Windows-Partition für den Datenaustausch mit Linux, dann empfiehlt es sich, den Schnellstart zu deaktivieren. Unter „Systemsteuerung -> Energieoptionen“ klicken Sie hierzu auf der linken Seite des Fensters auf „Auswählen, was beim Drücken des Netzschalters geschieht“. Dort entfernen Sie das Häkchen vor „Schnellstart aktivieren (empfohlen)“ und klicken anschließend auf „Änderungen speichern“. Falls die Option ausgegraut sein sollte, klicken Sie vorher auf „Einige Einstellungen sind momentan nicht verfügbar“.

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