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Links kaufen

19.04.2010 | 13:14 Uhr |

Eine sehr beliebte Methode, um an eingehende Links zu kommen, ist sie bei Online-Marktplätzen wie teliad.de zu kaufen. Hier ist allerdings Vorsicht geboten, denn Google verbietet in seinen Richtlinien grundsätzlich jede Art von Link-Kauf und statuierte Ende Oktober 2007 sogar ein Exempel, indem der Konzern Internetseiten abstrafte, die offensichtlich Links mit dem Ziel verkauft haben, den PageRank der verlinkten Seite zu verbessern.

Auch deutsche Webauftritte wie golem.de, chip.de, pcwelt.de und viele andere blieben davon nicht verschont. Aber ganz so schlimm, wie von einigen befürchtet, waren die Konsequenzen der Abstrafung dann doch nicht. Zum einen hatte Google das Nachsehen und setzte bei Betreibern, die den Link zeitnah entfernten, den PageRank wieder hoch. Zum anderen wurde nach der PageRank-Abstrafung kaum einer besser oder schlechter von Google gerankt. Dennoch zeigt Google mit dieser Aktion ganz deutlich, welchen Einfluss der Internet-Gigant auf die Medienlandschaft hat und wie abhängig kommerzielle Internetseiten vom Ranking in Google sind.

Empört: Der bekannte amerikanische Blog TechCrunch sah Ende 2007 in Googles Abmahnwelle einen "Heiligen Krieg".
Vergrößern Empört: Der bekannte amerikanische Blog TechCrunch sah Ende 2007 in Googles Abmahnwelle einen "Heiligen Krieg".
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Sollte dennoch in Betracht gezogen werden, einen starken Link bei einem Anbieter zu erwerben, müssen bestimmte Regeln unbedingt beachtet werden, um nicht den Zorn von Google auf den eigenen Webauftritt zu lenken. Zum einen sollte die Seite, von der der Link gekauft wird, zur eigenen themenverwandt sein. Sonst sieht auch Google, dass dieser Link nur zum Vortäuschen einer nicht vorhandenen Wichtigkeit und damit zum Steigern des PageRanks angelegt wurde. Zum anderen könnte die Konkurrenz den Link-Kauf bemerken und an Google melden.

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