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Libre Office: So automatisieren Sie den Alltag

14.06.2019 | 14:03 Uhr | Thorsten Eggeling

Mit vorgefertigten Dokumentvorlagen erstellen Sie schnell ansprechende Dokumente. Lesen Sie außerdem, wie sich Makros in Libre Office nutzen lassen.

Libre Office eignet sich für alle Benutzergruppen. Wer nur gelegentlich einen Brief verfassen muss, findet sich in der Textverarbeitung schnell zurecht. Das gilt vor allem für Nutzer, die ältere Versionen (bis Office 2003) von Microsoft gewohnt sind. Libre Office zeigt eine klassische Ansicht, in der Sie die Funktionen über ein Menü auswählen. Professionelle Anwender finden in Libre Office ebenfalls alle wichtigen Funktionen. Für umfangreiche Dokumente, etwa akademische Arbeiten oder Buchmanuskripte, bietet die Textverarbeitung Kopf-und Fußzeilen, Dokument-und Formatvorlagen, automatische Kapitelnummerierung sowie Inhalts-, Abbildungs-und Stichwortverzeichnis. Mit den Tipps dieses Artikels nutzen Sie Libre Office noch effizienter.

Libre Office 6.2 veröffentlichtzwei neue Oberflächenvarianten vorgestellt

1. Libre Office: Neue Versionen und Funktionen

Versionsnummer: Welche Version installiert ist, erfahren Sie über „Hilfe –› Über LibreOffice“.
Vergrößern Versionsnummer: Welche Version installiert ist, erfahren Sie über „Hilfe –› Über LibreOffice“.

Die meisten Linux-Distributionen richten Libre Office bei einer Neuinstallation automatisch ein. Bei Ubuntu und verwandten Systemen ändert sich an der Hauptversion später auch durch Updates nichts. Nutzer von Ubuntu 16.04 erhalten daher die Version 5.x, bei Ubuntu 18.04 oder Linux Mint 19 ist es 6.x. Bei Anwendungssoftware wie Libre Office wollen Sie aber vielleicht die aktuellste Version mit den neuesten Funktionen verwenden.

Ob sich die jeweiligen Neuerungen für Sie lohnen, erfahren Sie auf https://wiki.documentfoundation.org/ReleaseNotes . Klicken Sie die gewünschte Versionsnummer an, beispielsweise 6.1, per Klick auf „DE“ (wenn vorhanden) können Sie sich die deutschsprachigen Notizen zur Veröffentlichung anzeigen lassen. Meist sind es eher kleinere Änderungen, die aber für bestimmte Spezialaufgaben wichtig sein können.

Wer Libre Office aktualisieren möchte, findet dafür auf www.libreoffice.org nach einem Klick auf „Download“ mehrere Möglichkeiten. Über „Download LibreOffice“ können Sie sich „deb“-oder „rpm“-Pakete für ein Upgrade herunterladen. Im Menü werden Ihnen außerdem die Containerformate Flatpack, Snap und Appimage angeboten. Die Container haben den Vorteil, dass Sie die standardmäßig installierte Version weiter parallel verwenden können.

Für ältere Ubuntu/Mint-Versionen (14.04, 16.04, Mint 18) bietet sich das Upgrade auf Version 6.x über ein PPA an (Personal Package Archive). Um das PPA einzubinden, verwenden Sie die folgenden drei Terminalbefehle:

sudo add-apt-repository ppa:libreoffice/libreoffice-6-0
sudo apt update
sudo apt dist-upgrade

Wir beziehen uns in diesem Artikel auf Ubuntu 18.04 und Libre Office 6.0.3.2. Die Tipps und Beschreibungen gelten aber größtenteils auch für ältere Versionen und für Libre Office unter Windows. Einige Menübezeichnungen können jedoch manchmal abweichen.

Tipp: Für einige Funktionen von Libre Office ist eine Java-Laufzeitumgebung erforderlich, die Sie mit den Pakten „libreoffice-java-common“ und „default-jre“ installieren. Wenn Sie auch das Datenbankmodul nutzen wollen, installieren Sie zusätzlich das Paket „libreoffice-base“.

2. Wichtige Einstellungen anpassen

Über den Menüpunkt „Extras –› Optionen“ erreichen Sie die Einstellungen. Die ersten drei Rubriken in der Baumansicht auf der linken Seite gelten jeweils für alle Module. Darunter sehen Sie jeweils die für das aktuelle Programmmodul spezifischen Einstellungen.

Gehen Sie auf „LibreOffice –› Benutzerdaten“ und tragen Sie Ihre persönlichen Daten in das Formular ein. Einige Dokumentvorlagen (siehe Punkt 3) nutzen diese Informationen, um automatisch die Adresse in das Dokument einzutragen.

Wechseln Sie zu „LibreOffice –› Erweitert“. Hier sollte die installierte Java-Laufzeitumgebung zu sehen sein. Andernfalls prüfen Sie, ob das Paket „default-jre“ installiert ist (siehe Punkt 1). Setzen Sie Häkchen bei den beiden Optionen unterhalb von „Optionale Funktionen“, wenn Sie die Makroaufzeichnung verwenden wollen (siehe Punkt 7).

Unter „Laden/Speichern –› Allgemein“ ist bereits „Speichern von Autowiederherstellungsinfos alle 10 Minuten“ aktiviert. Sollte Libre Office oder das System abstürzen, fragt Sie das Programm beim nächsten Start, ob Sie die zuvor geöffneten Dokumente wiederherstellen möchten. Auch wenn Sie Änderungen in einer Datei nicht gespeichert hatten, kann Libre Office den Zustand der letzten Autospeicherung wiederherstellen. Zu Sicherheit sollten Sie das Intervall auf „5 Minuten“ verkürzen.

Datensicherung: Setzen Sie in den „Optionen“ ein Häkchen vor „Sicherungskopie immer erstellen“.
Vergrößern Datensicherung: Setzen Sie in den „Optionen“ ein Häkchen vor „Sicherungskopie immer erstellen“.

Aktivieren Sie außerdem die Option „Sicherungskopie immer erstellen“. Libre Office legt dann, immer wenn Sie ein Dokument speichern, eine Sicherungskopie im Backupordner an. Wo dieser liegt, erfahren und bestimmen Sie unter „Libre Office –› Pfade“ hinter „Sicherungskopien“. Die Sicherungskopien tragen die Dateinamenserweiterung „.bak“. Bei Bedarf erstellen Sie eine Kopie der gewünschten Datei mit der Erweiterung „.odt“ für die Textverarbeitung oder „.ods“ für die Tabellenkalkulation.

Wenn Sie selbst erstellte oder aus dem Internet heruntergeladene Dateien mit Makros (siehe Punkt 7) verwenden wollen, gehen Sie auf „LibreOffice –› Sicherheit“, klicken auf „Makrosicherheit“ und wählen die Option „Mittel“. Sollte ein Dokument Makros enthalten, erhalten Sie dann beim Öffnen eine Sicherheitswarnung, die Sie mit „Makros aktivieren“ beantworten können. Andernfalls führt Libre Office den Makrocode nicht aus.

Makros als Calc-Funktionen nutzen

Mit Makros können Sie eigene Funktionen für häufig benötigte Berechnungen in Calc erstellen. Öffnen Sie ein neues Tabellendokument und speichern Sie es beispielsweise unter dem Namen „FunktionDemo“. Gehen Sie im Menü auf „Extras –› Makros –› Makros verwalten –› LibreOffice Basic“. Wählen Sie unterhalb von „Makro aus“ das Dokument „FunktionDemo.ods“. Klicken Sie auf „Neu“, belassen Sie die Bezeichnung „Module1“ und klicken Sie auf „OK“. Fügen Sie hinter „End Sub“ die folgenden sieben Zeilen ein:

Function rabatt(Menge, Preis)
If Menge >= 100 Then
Rabatt = Menge * Preis * 0.1
Else
Rabatt = 0
End If
End Function

In Ihrem Tabellendokument können Sie jetzt die neue Funktion „=RABATT(B8;C8)“ verwenden, wenn in „B8“ die Menge und in „C8“ der Preis steht. Bei einer Menge ab 100 Stück gibt das Makro zehn Prozent des Produkts aus Menge und Preis zurück, andernfalls „0“.

3. Dokumentvorlagen verwenden und anpassen

Dokumentvorlage wählen: Im Fenster „Vorlagen verwalten“ sehen Sie die verfügbaren Dokumentvorlagen.
Vergrößern Dokumentvorlage wählen: Im Fenster „Vorlagen verwalten“ sehen Sie die verfügbaren Dokumentvorlagen.

Eine Dokumentvorlage dient dazu, mehreren gleichartigen Dokumenten ein identisches Erscheinungsbild zu geben. Im Lieferumfang von Libre Office sind nur wenige Dokumentvorlagen enthalten. Dokumentvorlagen unterscheiden sich inhaltlich nicht von Dokumenten. Je nach Einsatzzweck sind Bilder, Text und Textrahmen enthalten. Vorlagen tragen jedoch eine andere Dateinamenserweiterung: Für die Textverarbeitung beispielsweise „.ott“ und bei der Tabellenkalkulation„.ots“. Sobald Sie eine Vorlagendatei per Doppelklick im Dateimanager öffnen, erstellt Libre Office ein neues Dokument auf Basis der Vorlage.

Bei vorgefertigten Dokumentvorlagen werden Sie in der Regel Anpassungen vornehmen wollen. Eingabefelder sind kein notwendiger Bestandteil einer Dokumentvorlage, sondern nur eine Ausfüllhilfe, die der Ersteller der Vorlage mit „Einfügen –› Feldbefehl –› Weitere Feldbefehle“ (Strg-F2) eingebaut hat.

Bei Bedarf passen Sie das Dokument individuell an und legen beispielsweise Schriftart und Schriftgröße fest (siehe auch Punkt 5) oder ändern die Positionen von Elementen. Bei umfangreichen Änderungen lohnt es sich, das Ergebnis über „Datei –› Speichern unter“ wieder als Dokumentvorlage zu speichern. Wählen Sie dazu hinter „Dateityp“ den Eintrag „ODF-Textdokumentvorlage (.ott)“. Auf dem gleichen Weg können Sie aus beliebigen Dokumenten Vorlagen erzeugen.

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4. Mit dem Vorlagenkatalog arbeiten

Libre Office bietet ein Tool, über das sich Dokumentvorlagen organisieren lassen. Sie rufen es über „Datei –› Vorlagen –› Vorlagen verwalten“ auf. Hinter „Filter“ können Sie die angezeigten Vorlagen auf Bereiche wie „Textdokumente“ oder „Präsentationen“ beschränken und dahinter zusätzlich eine Kategorie wählen. Im Vorlagenkatalog tauchen auch Vorlagen auf, die Sie über Erweiterungen installiert haben. Öffnen Sie beispielsweise eine Datei mit der Endung ".oxt", startet der „Extension Manager“ von Libre Office. Klicken Sie auf „OK“, um die Installation zu bestätigen. Danach akzeptieren Sie die Lizenzbedingungen. Wenn Sie jetzt auf „Datei –› Vorlagen –› Vorlagen verwalten“ oder „Datei –› Neu –› Vorlagen“ gehen, sehen Sie die neu hinzugefügten Dokumentvorlagen.

Über die Schaltfläche „Exportieren“ können Sie eine oder mehrere Vorlagen aus dem Katalog als Vorlagendatei speichern (Mehrfachauswahl bei gedrückter Strg-Taste). Über „Importieren“ nehmen Sie Vorlagendateien in den Katalog auf.

Per Doppelklick erstellen Sie über den Vorlagenkatalog ein neues Dokument auf Basis einer Vorlage. Wählen Sie im Kontextmenü einer Vorlage „Bearbeiten“, wenn Sie eine Vorlage ändern wollen. Mitgelieferte oder über eine Erweiterung nachinstallierte Vorlagen öffnet Libre Office schreibgeschützt. Klicken Sie auf „Dokument bearbeiten“, damit Sie Änderungen vornehmen können. Anschließend gehen Sie auf „Datei –› Vorlagen –› Als Vorlage speichern“ und tippen eine aussagekräftige Bezeichnung ein. Wählen eine Kategorie, beispielsweise „Meine Vorlagen“ und klicken Sie auf „Speichern“.

5. Formatvorlagen verwenden

Formatierungsänderungen in einer Formatvorlage wirken sich im aktuellen Dokument sofort auf alle Bereiche aus, denen diese Vorlage zugewiesen ist.
Vergrößern Formatierungsänderungen in einer Formatvorlage wirken sich im aktuellen Dokument sofort auf alle Bereiche aus, denen diese Vorlage zugewiesen ist.

Wer nur gelegentlich ein Dokument verfasst, verwendet in der Regel das Menü „Format“ oder die Funktionen auf der Symbolleiste „Formatierungen“. Markierte Bereiche lassen sich über die direkte Formatierung schnell in einer anderen Schriftart, fett oder kursiv darstellen. Bei umfangreichen Dokumenten oder bei der Verwendung von Dokumentvorlagen empfiehlt es sich jedoch, Formatvorlagen zu verwenden. Sie sparen sich unnötige Klickarbeit und spätere Anpassungen sind dadurch viel einfacher durchzuführen. Für einige Funktionen, beispielsweise ein automatisch generiertes Inhaltsverzeichnis, ist die Verwendung von Formatvorlagen sogar zwingende Voraussetzung („Einfügen –› Verzeichnis –› Verzeichnis“).

In Libre Office gibt es in der Textverarbeitung mehrere Formatvorlagentypen: Absatzvorlagen, Zeichenvorlagen, Rahmenvorlagen, Listenvorlagen und Tabellenvorlagen. Die Tabellenkalkulation kennt dagegen nur Zellvorlagen und Seitenvorlagen. Allen ist gemeinsam, dass Sie darüber Formatierungen für einzelne Bereiche eines Dokuments festlegen können.

Über die Taste F11 blenden Sie die Formatvorlagen in der Seitenleiste ein. Sollte die Seitenleiste vorher nicht sichtbar gewesen sein, drücken Sie zweimal F11. Unterhalb von „Vorlagen“ gibt es eine kleine Symbolleiste für die Auswahl des Vorlagentyps. Klicken Sie ganz links auf „Absatzvorlagen“.

Absatzvorlagen bearbeiten: Suchen Sie in der Liste der Absatzvorlagen nach „Standard“ und wählen Sie im Kontextmenü „Ändern“. Auf der Registerkarte „Schrift“ können Sie Schriftart und Schriftgröße ändern und auf der Registerkarte „Ausrichtung“ von „Links“ auf „Blocksatz“ umstellen. Bei Blocksatz sollten Sie auf der Registerkarte „Textfluss“ die automatische Silbentrennung aktivieren. Speichern Sie die Vorlage per Klick auf „OK“.

Bauen Sie in Ihr Dokument eine Überschrift ein und weisen Sie dem Absatz eine Formatvorlage zu. Das geht per Doppelklick auf „Überschrift 1“ in der Liste unter „Vorlagen“. Alternativ verwenden Sie das Auswahlfeld für Absatzvorlagen in der Symbolleiste „Formatierungen“ oder die Tastenkombination Strg-1. Mit Strg-2, Strg-3 und so weiter weisen Sie die Absatzvorlagen „Überschrift 2“ und „Überschrift 3“ zu. Die Hierarchie der Überschriften dient der logischen Gliederung und hat Auswirkungen auf die automatische Nummerierung („Extras –› Kapitelnummerierung“).

Formatvorlagen übertragen.
Vergrößern Formatvorlagen übertragen.

Wenn Sie das Aussehen von „Überschrift 1“ anpassen wollen, verwenden Sie wie zuvor bei „Standard“ den Kontextmenüpunkt „Ändern“. Stellen Sie beispielsweise auf der Registerkarte „Schrifteffekt“ eine andere Schriftfarbe ein. Die Einstellung gilt sofort für alle mit „Überschrift 1“ formatierten Absätze.

In Libre Office folgt die Anzeige beziehungsweise Auswahl unter „Vorlagen“ automatisch der Absatzvorlage, in der sich der Cursor gerade befindet. Sie werden daher wahrscheinlich bemerken, dass Absätze unterhalb von Überschriften nicht mehr mit der Formatvorlage „Standard“, sondern mit „Textkörper“ formatiert sind. Diese Anpassung führt Libre Office automatisch durch, damit ein etwas größerer Abstand zwischen den einzelnen Absätzen und der nachfolgenden Überschrift entsteht. Wenn Sie sich die Eigenschaften von „Textkörper“ über „Ändern“ ansehen und auf die Registerkarte „Verwalten“ gehen, sehen Sie hinter „Verknüpft mit“ den Eintrag „Standard“. „Textkörper“ übernimmt damit alle Einstellungen von „Standard“, abweichend beziehungsweise zusätzlich ist bei „Einzüge und Abstände“ für „Unter Absatz“ der Wert auf „0,25 cm“ festgelegt.

Zeichenvorlagen bearbeiten: Hier gilt dasselbe wie bei Absatzvorlagen, jedoch gelten Zeichenvorlagen nur auf Wörter oder Zeichen innerhalb eines Absatzes. Sie finden hier beispielsweise „Betont“ und „Stark betont“, was den direkten Formatierungen „kursiv“ und „fett“ entspricht.

Mit Rahmenvorlagen können Sie mehr erreichen, als die Bezeichnung vermuten lässt. Setzen Sie beispielsweise über „Einfügen –› Bild“ zwei Bilddateien in Ihr Textdokument ein. Libre Office verwendet dafür automatisch die Rahmenvorlage „Bilder“, bei der Sie im Kontextmenü auf „Neu“ gehen. Kontrollieren Sie, ob auf der Registerkarte „Verwalten“ hinter „Verknüpfen mit“ der Eintrag „Bilder“ eingestellt ist, und ändern Sie das gegebenenfalls. Geben Sie der Formatvorlage den Namen „Bilder_links“ und ändern Sie auf der Registerkarte „Umlauf“ die Einstellung auf „Hinter“. Unter „Abstand“ belassen Sie „Links“ auf „0,00 cm“ bei „Rechts“, „Oben“ und „Unten“ stellen Sie „0,30 cm“ ein. Erstellen Sie über „Neu“ eine weitere Rahmenvorlage mit dem Namen „Bilder_rechts“. Hier stellen Sie bei „Umlauf“ die Ausrichtung „Vor“ ein und bei den Abständen „0,30 cm“ für „Links“, „Oben“ und „Unten“. Bei „Rechts“ belassen Sie „0,00 cm“.

Weisen Sie dem ersten Bild per Doppelklick die Vorlage „Bilder_links“ zu und verschieben Sie das Bild bündig an den linken Rand des Absatzes. Das zweite Bild erhält die Vorlage „Bilder_rechts“ und Sie verschieben es an den rechten Rand. Dank der Rahmenvorlage ist der korrekte Abstand zum Text – einmal rechts und einmal links – bei beiden Bildern gegeben.

Seitenvorlagen setzen Sie in der Regel bei mehrseitigen Dokumenten ein, beispielsweise Facharbeiten, akademischen Hausarbeiten oder Broschüren.

Vorlagen zwischen Dokumenten austauschen: Aus einem Dokument mit selbst erstellten Formatvorlagen sollten Sie über „Datei –› Vorlagen –› Als Vorlage speichern“ immer eine Dokumentvorlage erstellen, damit die Formatierungen auch in neuen Dokumenten verfügbar sind. Formatvorlagen lassen sich aber auch aus Dokumentvorlagen oder anderen Dokumenten importieren. Klicken Sie im Fenster „Vorlagen“ (F11) auf die Schaltfläche ganz rechts neben der Gießkanne und danach im Menü auf „Vorlagen laden“. Wählen Sie die Dokumentvorlage, aus der Sie Formatvorlagen importieren möchten, und setzen Sie Häkchen vor den gewünschten Vorlagentypen. Ist ein Häkchen bei „Überschreiben“ gesetzt, ersetzt Libre Office gleichnamige Vorlagen. Andernfalls werden nur neue Vorlagen importiert. Über die Schaltfläche „Aus Datei“ können Sie eine Dokumentvorlage oder ein Dokument für den Vorlagenimport auswählen.

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6. Standard-Dokumentvorlage ändern

Mit einer Standardvorlage legen Sie die Formatierungen neuer Dokumente vorab fest.
Vergrößern Mit einer Standardvorlage legen Sie die Formatierungen neuer Dokumente vorab fest.

Wenn Sie über „Datei –› Neu –› Textdokument“ ein Dokument erstellen, formatiert Libre Office es mit Standardeinstellungen, die im Programm hinterlegt sind. Anders als bei Microsoft Word („normal.dotm“) gibt es keine Datei für die Standardvorlage. Die können Sie aber selbst erstellen. Nehmen Sie in einem leeren Textdokument die gewünschten Änderungen in den Formatvorlagen vor. Speichern Sie die Datei über „Datei –› Vorlagen –› Als Vorlage speichern“. Im Vorlagenkatalog (Shift-Strg-N) wählen Sie im Kontextmenü der eben erstellen Vorlagen „Als Standard setzen“. Über den Kontextmenüpunkt „Standard wiederherstellen“ lässt der Schritt rückgängig machen.

Bei den anderen Programmmodulen läuft es entsprechend ab. Sobald Sie eine eigene Dokumentvorlage für die Tabellenkalkulation, Präsentationen oder Zeichnungen erstellt haben, können Sie diese über den Vorlagenkatalog als Standard festlegen.

7. Einfache Makros erstellen

Makro starten: Gehen Sie auf „Extras –› Makros –› Makro ausführen“.
Vergrößern Makro starten: Gehen Sie auf „Extras –› Makros –› Makro ausführen“.

Libre Office lässt sich mit mehreren Programmiersprachen steuern und automatisieren, beispielsweise Java, Python und Javascript. Am einfachsten gelingt der Einstieg mit Basic, für das es eine integrierte Entwicklungsumgebung (IDE) gibt. Über „Hilfe –› LibreOffice Hilfe“ finden Sie im Abschnitt „Makros und Programmierung“ grundlegende Informationen und eine Befehlsreferenz. Wer weitere Infos und Beispielmakros sucht, wird beispielsweise auf http://pitonyak.org/oo.php fündig.

Für erste Schritte und Automatisierungsaufgaben verwenden Sie die Basic-Makroaufzeichnung. Der Makrorecorder von Libre Office funktioniert jedoch nicht immer perfekt. Nicht alles lässt sich vollständig aufzeichnen und manchmal kommt es zu Fehlern. Deshalb ist der Makrorecorder auch nicht standardmäßig aktiviert. Gehen Sie daher zuerst in Libre Office auf „Extras –› Optionen“ und setzen Sie unter „LibreOffice –› Erweitert“ ein Häkchen vor die Option „Makroaufzeichnung ermöglichen (eingeschränkt)“.

Gehen Sie auf „Extras –› Makros –› Makro aufzeichnen“. Es erscheint das Fenster „Makro aufzeichnen“. Wenn Sie jetzt Text eintippen, Schaltflächen anklicken oder Funktionen im Menü wählen, setzt Libre Office das in Makrobefehle um. Klicken Sie zum Abschluss auf „Aufzeichnung beenden“. Tippen Sie die Bezeichnung des neuen Makros ein und klicken Sie auf „Speichern“. Im Fenster übernehmen Sie den Namen „Module1“ und klicken auf „OK“.

Klicken Sie auf „Extras –› Makros –› Makro ausführen“ oder drücken Sie die Tastenkombination Alt-F11. Gehen Sie auf „Meine Makros –› Standard –› Module1“, wählen Sie unter „Vorhandene Makros in: Module1“ den Eintrag des eben aufgezeichneten Makros und klicken Sie auf „Ausführen“. Das Makro erledigt dann die Aktionen, die Sie zuvor aufgezeichnet haben.

Schnellstarter für Makros: Erstellen Sie Schaltflächen für Makros in einer eigenen Symbolleiste.
Vergrößern Schnellstarter für Makros: Erstellen Sie Schaltflächen für Makros in einer eigenen Symbolleiste.

Über Tastenkombinationen oder Schaltflächen in Symbolleisten lassen sich Makros deutlich schneller starten. Gehen Sie auf „Extras –› Anpassen“ und wählen Sie die Registerkarte „Tastatur“. Suchen Sie nach einer Tastenkombination, die bisher noch nicht belegt ist, etwa Strg-Alt-M. Klicken Sie die Tastenkombination an. Gehen Sie unter „Bereich“ auf „LibreOffice-Makros –› Meine Makros –› Standard –› Module1“ und unter „Funktion“ klicken Sie das zuvor aufgezeichnete Makro an. Klicken Sie auf „Ändern“ und dann auf „OK“. Jetzt lässt sich das Makro schnell über die gewählte Tastenkombination starten. Wenn Sie lieber ein Icon in einer Symbolleiste verwenden möchten, gehen Sie auf „Extras –› Anpassen“ und dann auf die Registerkarte „Symbolleisten“.

Es empfiehlt sich, für individuelle Funktionen eine eigene Symbolleiste anzulegen. Dazu klicken Sie auf die „+“-Schaltfläche und legen eine Bezeichnung fest. Wählen Sie hinter „Kategorie“ den Eintrag „Makros“ und dann bei „Funktion“ das gewünschte Makro unterhalb von „Meine Makros“. Klicken Sie auf die Schaltfläche mit dem Pfeil nach rechts und dann auf „OK“. Über die neu erstellte Schaltfläche in der Symbolleiste lässt sich das Makro jetzt mit einem Mausklick starten.

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