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Level 2 - gepackte Dateien

In die zweite Kategorie fallen standardmäßig nur ZIP-Dateien. Auf sie kann zugegriffen werden, allerdings müssen solche Attachments erst einmal gespeichert werden, bevor man auf sie zugreifen kann. Nach dem Speichern der Datei gibt es keine weiteren Restriktionen, das heißt, man kann etwa mit ZipMagic direkt in der komprimierten Datei arbeiten und auch Programme starten.

Warum Microsoft nicht auch noch ARJ, LHA, LZH, RAR oder ACE-Dateien zu dieser Liste hinzugefügt hat, bleibt rätselhaft.

Auch die Level-2-Liste kann vom Benutzer oder Administrator mittels Registry-Keys ergänzt, nicht aber eingeschränkt werden.

Es ist sehr leicht, ausführbare Dateien, Skripte oder ähnliches zunächst in ZIP-Dateien einzupacken, damit sie beim Empfänger ankommen und dieser auf sie zugreifen kann. Das Verfahren verhindert aber eine schnelle, unkontrollierte Ausbreitung von Würmern, die per Doppelklick auf ein Attachment aktiviert würden (etwa VBS/LoveLetter), da ein wenig Arbeit damit verbunden ist und der Benutzer Zeit zum Nachdenken hat, was er überhaupt macht.

Jedoch besteht in Outlook bisher keine Möglichkeit, ZIP-Dateien direkt zu erstellen, um etwa ausführbare Programme oder andere von Microsoft als "unsicher" eingestufte Dateien per Mail versenden zu können. Hier ist man auf Lösungen als Plug-In von anderen Anbietern angewiesen. Der Aufwand für den Datenaustausch per Mail steigt also auf jeden Fall deutlich an.

Allerdings ist das Packen von Dateien generell sinnvoll, da man dadurch Platz auf dem Mail-Server spart und auch die Datenübertragung im Internet oder innerbetrieblich schneller von statten geht, da nicht mehr so viele Daten übertragen werden müssen.

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