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Leistung allein ist kein Grund für den Umstieg auf Win 7

04.01.2010 | 10:03 Uhr | Hermann Apfelböck

Produktiver arbeiten: Windows 7 bietet eine umweglose Navigation und Fensterverwaltung. Mit XP und Vista lässt sich das zwar nachahmen, jedoch nicht übertreffen
Vergrößern Produktiver arbeiten: Windows 7 bietet eine umweglose Navigation und Fensterverwaltung. Mit XP und Vista lässt sich das zwar nachahmen, jedoch nicht übertreffen
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6. Bedienung und Oberfläche: In Windows 7 klickt man weniger
Auf PCs ohne Multitouch-Bildschirm ändern sich mit Windows 7 alltägliche Aktionen wie Programmstarts, Ordner-Navigation und Fensterbedienung scheinbar nicht fundamental. XP- und Vista-Anwender sehen unter Windows 7 erst mal mehr Vertrautes als Neues. Wenn Sie die neuen Möglichkeiten der Oberfläche aber konsequent einsetzen, erweist sich Windows 7 als direkter und zeitsparender.
Moderne, funktionale Oberfläche: Die Taskleiste integriert eine ganze Reihe von Funktionen an zentraler Stelle (Startzentrale, Fenstervorschau, Sprunglisten, Hotkeys für weitere Programm-Instanzen und Ausführen als Administrator). Der Navigationsbereich im Explorer ist im Vergleich zu Vista klar verbessert, das Arrangieren von Fenstern dank einiger Aero-Funktionen deutlich vereinfacht. Wie viel Zeit das alles einspart, lässt sich nicht exakt beziffern. Aber die Win-7-Oberfläche ist eindeutig produktiver als die der Vorgänger. Ein Beispiel: Statt der vier Klicks „Start, Systemsteuerung, Klassische Ansicht, Indizierungsoptionen“ reichen unter Windows 7 zwei, sofern die Systemsteuerung in die Taskleiste und die „Indizierungsoptionen“ in die Sprungliste aufgenommen wurden. Die Nachteile der älteren Systeme sind teilweise durch Tools und Tricks zu kompensieren, aber eben nur teilweise.

7. Fazit: Die Leistung allein ist kein Grund für den Umstieg auf Win 7
Windows 7 ist ein modernes System: Es bringt viele Neuerungen hinsichtlich Bedienung, Sicherheit, Datenschutz, Netzwerk oder Virtualisierung. Und es ist in den meisten Disziplinen etwas schneller als XP und deutlich schneller als Vista.
XP hält bei der Leistung mit: Wenn für Sie nur Leistung und Ökonomie zählen, Komponenten und Optik zweitrangig sind, dann ist das Auslaufmodell XP immer noch das Beste – jedenfalls auf PCs, die die Mindestanforderungen von Win 7 (1 GB RAM, 1-GHz-CPU) nicht deutlich übertreffen. Das gilt auch für Netbooks: Windows 7 läuft hier ansprechend. Aber XP mit seinen bescheidenen Ansprüchen (zur Erinnerung: 300- MHz-CPU, 256 MB RAM) hat dort richtig Reserven. XP braucht bei fast gleicher Leistung weniger Ressourcen.
Vista bleibt auf der Strecke: Aus rein technischer Sicht hat Windows Vista seine Existenzberechtigung verloren. Es ist praktisch auf allen Gebieten träger und obendrein gieriger im Verbrauch als seine Windows-Konkurrenten.

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