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Leistung

04.02.2010 | 11:19 Uhr |

Generell gilt: Die Leistung von WAFs hängt von der Betriebsart, dem Sicherheitsmodell und der Request-Größe ab. Die Betriebsart ist das offensichtlichste Unterscheidungsmerkmal, wenn es um Leistung geht. Hardwarebasierende transparente Proxies und Bridges werden in der Regel die beste Rohleistung aufweisen, da sie auch meist die geringste Auswirkung auf das Netz haben und außerdem auf hoch optimierten Plattformen arbeiten. Dieser Umstand kann allerdings im Zuge anderer Aspekte schnell an Bedeutung verlieren. Zum Beispiel bedeutet die zentrale Bereitstellung normalerweise, dass eine WAF viele Anwendungen bedienen muss und dass die Anforderungen an sie deshalb entsprechend höher sind. Umgekehrt beeinflussen im verteilten Einsatz etwa bei Host-basierenden oder eingebetteten WAFs die Leistung nur eine oder einige wenige Anwendungen.

Es kann überraschen, dass die Leistung auch von der Art und Komplexität des Sicherheitsmodells (positiv oder negativ) abhängt. Das ist im Hinblick auf die Filterung leicht zu verstehen. Je komplexer die Filterausdrücke sind und je mehr Ausdrücke es gibt, auf die getestet werden muss, desto mehr Rechenleistung wird für die Analyse benötigt. Hier ist das zentrale Modell einer WAF, die den Traffic für eine Vielzahl von Anwendungen analysiert und auch versucht, sehr tiefe Einsicht in den HTTP-Verkehr zu nehmen, klar im Nachteil.

Schließlich zählt die Request-Größe zu den wichtigen Leistungsfaktoren. Aufgrund der Art und Weise, mit der die meisten WAFs ihre Filter auswerten, steigt die Nachfrage nach Rechenleistung nicht linear mit der Request-Größe, sondern schneller als diese. Da Request-Größen um mehr als den Faktor zehn variieren (typischerweise zwischen ein paar hundert Bytes und ein paar Kilobytes), kann dies allein schon einen relativen Leistungsunterschied um das Zehnfache oder mehr bedeuten.

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