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LTE statt DSL-Router: Das bietet die neue Technik

23.04.2018 | 08:00 Uhr |

Ein Internetanschluss, der nur wenige MBit/s liefert, sorgt für Frust. Eine gute Alternative sind spezielle LTE-Tarife für zu Hause mit viel Datenvolumen und inklusive WLAN-Router: Vodafone Gigacube, Congstar Homespot, O2 Homespot und Telekom Hybrid.

Ohne schnelle Internetverbindung lassen sich viele spannende und unterhaltsame Onlineangebote nicht oder nur eingeschränkt nutzen. Aber trotz fortschreitendem Festnetzausbau gibt es in Deutschland noch zahlreiche weiße Flecken, in denen nur langsame Internetanschlüsse mit weniger als 16 MBit/s realisierbar sind. In der Regel steht dort aber zumindest die Mobilfunktechnologie LTE zur Verfügung. Sie bietet deutlich mehr Bandbreite, ist bei hohem Datenverbrauch aber auch teurer als leitungsgebundene Anschlüsse.

Deutsche Haushalte verbrauchen durchschnittlich rund 80 GB pro Monat. Hierfür müssten Sie im Mobilfunknetz abgesehen von der brandneuen Telekom-Flatrate für 80 Euro im günstigsten Fall schon mehr als 100 Euro bezahlen. Es gibt aber spezielle Angebote für die stationäre Nutzung, die zu moderaten Preisen besonders viel Inklusivvolumen enthalten. Andere Tarife bündeln die Bandbreite von DSL und LTE, so dass Sie einem langsamen kabelgebundenen Anschluss ordentlich Beine machen können.

Siehe auch: Mit der Fritzbox per LTE ins Internet gehen

Günstige LTE-Angebote als Alternative zu DSL-Anschlüssen

„Traffic Monitor“ von Radioopt zeigt an, welches Netz an welchen Orten wie gut ausgebaut ist.
Vergrößern „Traffic Monitor“ von Radioopt zeigt an, welches Netz an welchen Orten wie gut ausgebaut ist.

Eine stationäre Internetanbindung per Mobilfunk ziehen bislang die wenigsten in Erwägung. Das hat normalerweise auch gute Gründe: Einem Festanschluss mit 500 MBit/s (Kabel-TV) und auch einem VDSL-Anschluss mit 100 MBit/s kann selbst eine Mobilfunkverbindung mit LTE in aktuell höchstmöglicher Ausbaustufe nicht das Wasser reichen. Nominell wären zwar auch darüber abhängig von Standort und Netz bis zu 500 MBit/s drin (in Ausnahmefällen auch bereits ein GBit/s). Aber diese Maximalbandbreite müssen sich bekanntermaßen alle Nutzer einer Mobilfunkzelle teilen, die gleichzeitig Daten übertragen. Daher erreichen Sie in der Praxis durchschnittlich nur rund 40 bis 50 MBit/s.

Wenn Sie nun gerade denken „Ich wäre froh, wenn ich überhaupt 40 bis 50 MBit/s bekommen würde – bei mir gibt’s nur wesentlich langsameres DSL“, dann sind Sie bei diesem Ratgeber genau richtig. Und auch dann, wenn Sie Orte mit schnellem Internet versorgen wollen, an denen Sie sich nur ab und an aufhalten, etwa in einem Wohnwagen, einer Zweit- oder einer Ferienwohnung. Dort lässt sich mit bestimmten LTE-Tarifen, bei denen nur bei tatsächlicher Nutzung Kosten entstehen, so mancher Euro sparen. Ein positiver Aspekt der Mobilfunknutzung ist zudem, dass Sie nach der Freischaltung der SIM-Karte sofort online sind und das Internet nutzen können, ohne auf einen Techniker warten müssen.

LTE-Versorgung: Die Unterschiede zwischen den Netzanbietern

Telefónica bietet als maximale Bandbreite im O2-Netz maximal 225 MBit/s an, während das Vodafone-Netz theoretisch je nach regionalem Ausbau bis zu 500 MBit/s bieten soll, an einzelnen Standorten sogar auch schon ein GBit/s. Das Telekom-LTE-Netz soll bis 300 MBit/s liefern können, stellenweise sogar bis zu 500 MBit/s.

Wenn Sie wissen möchten, ob LTE auch in Ihrer Region verfügbar ist, werfen Sie einen Blick auf die Abdeckungskarten der Mobilfunkbetreiber. Die des O2-Netzes finden Sie über www.o2.de/hilfe/o2-netz , die der Telekom über www.t-mobile.de/netzausbau und die von Vodafone unter www.vodafone.de/hilfe/netzabdeckung.html . Blenden Sie die UMTS- und GSM-Netzabdeckung aus, um nur die LTE-Versorgung zu sehen. Diese Karten geben jedoch nur ungefähre Anhaltspunkte, sie basieren meist nicht auf Messungen, sondern auf Berechnungen.

Als weitere Recherchequelle bietet sich die kostenlose App „ Traffic Monitor mit Speedtest “ (Android) beziehungsweise „ Traffic Monitor mit Widget “ (iOS) der Radioopt GmbH an. Hauptfunktion dieser Apps ist, Ihr monatlich verbrauchtes Datenvolumen zu messen und anzuzeigen. Integriert ist aber auch ein Speedtest. Die Ergebnisse aller Nutzer werden zusammen mit Informationen zum Standort, zum Netz und zur Übertragungstechnik von Radioopt anonymisiert ausgewertet. Sie bilden die Grundlage der Netzkarte, die Sie in der App über den Button „Qualität“ (Android) beziehungsweise „Mobilfunk“ (iOS) aufrufen können. So erhalten Sie einen praxisbezogenen Überblick über die Netzabdeckung je Mobilfunktechnologie und Provider.

Diese Geschwindigkeiten bietet LTE

Die aktuell schnellste Mobilfunktechnik LTE, auch „4G“ genannt, bietet theoretisch Bandbreiten bis zu einem GBit/s. In Deutschland sind die folgenden Ausbaustufen beziehungsweise Kategorien („Category“, kurz „Cat.“ genannt) verfügbar:

LTE Category 3 mit 100 MBit/s im Download und 50 MBit/s im Upload mit der Antennentechnik 2x2 Mimo („Multiple Input, Multiple Output“), also mit jeweils zwei Antennen auf Seiten der Basisstation und im Smartphone.

LTE Category 4 , die gegenüber Cat. 3 durch verbesserte Modulationsverfahren maximal 150 MBit/s im Download bietet.

LTE Category 6 , bei der bis zu 300 MBit/s im Download möglich sind. Die Verdoppelung wird durch eine Bündelung von zwei Frequenzbereichen erreicht. Als Antennentechnik kann entweder 2x2 Mimo oder 4x4 Mimo zum Einsatz kommen. Ab der Kategorie 6 spricht man übrigens von „LTE Advanced“ oder „4.5G“.

LTE Category 9 , die eine Bündelung von gleich drei Frequenzbereichen vorsieht. Dadurch lassen sich pro Funkzelle bis zu 450 MBit/s erreichen. Je nach Netz und lokalen Gegebenheiten wird hierfür 2x2 Mimo oder 4x4 Mimo eingesetzt.

LTE Category 16 sieht eine Bündelung von bis zu fünf Frequenzbereichen vor. Als Antennentechnik kommt hierbei 4 x 4 Mimo zum Einsatz. Um die Spitzenbandbreite von einem GBit/s zu erreichen, muss man sich aber ganz in der Nähe der Basis-Station befinden.

Trotz aller Weiterentwicklungen bleibt es dabei, dass die genannten Maximalwerte immer pro Funkzelle gelten. Aber je mehr Gesamtbandbreite zur Verfügung steht, desto mehr kommt auch beim einzelnen Nutzer an und desto großzügiger können die Anbieter mit den Inklusivvolumina umgehen. Denn die im Mobilfunk übliche Speed-Drosselung nach Verbrauch des tarifabhängigen monatlichen Highspeed-Datenkontingents ist neben der variablen Bandbreite der größte Nachteil gegenüber leitungsgebundenen Anschlüssen, also DSL, Kabel und Glasfaser.

Vodafone Gigacube: 50 GB Volumen mit bis zu 300 MBit/s

Beim Gigacube von Vodafone handelt es sich um einen WLAN-Router mit integriertem LTE-Modem.
Vergrößern Beim Gigacube von Vodafone handelt es sich um einen WLAN-Router mit integriertem LTE-Modem.

Bei „ Gigacube “ von Vodafone handelt es sich um eine Kombination aus speziellem Tarif und LTE/WLAN-Router, der ausschließlich per Mobilfunk mit bis zu 300 MBit/s im Download und bis zu 50 MBit/s im Upload mit dem Internet verbunden ist. Der enthaltene Tarif bietet für Mobilfunkverhältnisse üppige 50 GB Highspeedvolumen pro Monat. Sie sind mit Gigacube nicht an einen bestimmten Ort gebunden, sondern können ihn überall in Deutschlands nutzen, wo LTE-Netzabdeckung von Vodafone besteht – nicht dagegen im Ausland, auch nicht in der EU.

Gigacube kostet standardmäßig einmalig einen Euro für den Router und 34,99 Euro pro Monat für den Tarif. Hinzu kommt ein einmaliger Anschlusspreis von 49,99 Euro. Die Mindestlaufzeit beträgt 24 Monate. In Kombination mit bestimmten Vodafone-Mobilfunktarifen erhalten Sie übrigens 10 Euro Rabatt auf den Monatspreis.

Für Gelegenheitsnutzer bietet sich die Variante „ Gigacube Flex “ an. Hier kostet der Router zwar einmalig 49,90 Euro, dafür wird der Monatspreis von 34,99 Euro nur in den Monaten berechnet, in denen Sie über den Gigacube im Internet waren. Damit ist die Flex-Variante ideal für Orte, an denen Sie sich nur ein paar Monate pro Jahr aufhalten. Oder als Fallback-Lösung, die Sie nur dann aus dem Schrank holen, wenn Ihr leitungsgebundener Zugang ausfällt. Um nicht in Monaten, in denen Sie Gigacube nicht benötigen, aus Versehen Kosten verursachen, sollten Sie den Router in dieser Zeit vom Stromnetz trennen.

Nachdem Sie die 50 GB verbraucht haben, wird die Bandbreite bis zum Ende des Abrechnungsmonats auf 32 KBit/s gedrosselt. Der Zugang ist damit praktisch nicht mehr (sinnvoll) nutzbar. Über die Adresse http://center.vodafone.de (nur innerhalb des Vodafone-Mobilfunknetzes erreichbar) prüfen Sie Ihren aktuellen Verbrauch und kaufen bei Bedarf Datenpakete hinzu: ein weiteres GB für 2,99 Euro, fünf GB für 9,99 Euro, zehn GB für 14,99 Euro, 25 GB für 24,99 Euro. Die Zusatz-GB sind allerdings nur bis zum Ende des regulären Abrechnungszeitraums gültig. Das heißt, nicht genutztes Datenvolumen wird nicht in den nächsten Monat übertragen.

Der Gigacube-Router unterstützt mobilfunkseitig GSM, UMTS und LTE nach Category 6. WLAN-seitig beherrscht er den ac-Standard im 2,4- und 5-GHz-Band gleichzeitig und ist abwärtskompatibel zu den Standards b, g und n. Bis zu 64 Geräte lassen sich gleichzeitig drahtlos verbinden. Über die Gigabit-LAN-Buchse können Sie PC oder Notebook auch kabelgebunden anschließen. Möchten Sie mehrere Geräte per Kabel verbinden, schalten Sie einfach einen Netzwerkswitch dazwischen, den Sie bereits für unter 20 Euro bekommen.

Um den Mobilfunkempfang zu verbessern, können Sie eine externe Innen- oder Außenantenne an den Gigacube anschließen. Vodafone behält sich in seinen Tarifbestimmungen vor, Videostreams auf SD-Qualität, also eine Auflösung von 480p zu reduzieren, um auf Seiten des Benutzers Datenvolumen zu sparen und um die Auslastung der eigenen Netzkapazitäten zu verringern. Dank der „Routerfreiheit“ lässt sich die SIM-Karte Benutzerberichten zufolge auch in anderen LTE-Routern nutzen, wenn Sie dort in der Konfiguration als APN „home.vodafone.de“ eintragen.

Internet-Tarife im Vergleich: Wie surft man am besten?

Internetgeschwindigkeiten richtig messen

Um zu überprüfen, wie schnell Ihr Internetzugang tatsächlich ist, gibt es im Web diverse Geschwindigkeitstests, darunter Speedmeter von PC-WELT oder den Test der Bundesnetzagentur unter www.breitbandmessung.de . Um genaue Ergebnisse zu erzielen, ist es extrem wichtig, dass während des Tests keine anderen Geräte in Ihrem Heimnetz aufs Internet zugreifen. Außerdem sollte der Test von einem PC ausgeführt werden, der per LAN-Kabel mit dem Router verbunden ist. Führen Sie am besten mehrere Tests an mehreren Wochentagen und zu unterschiedlichen Uhrzeiten durch, notieren Sie die Ergebnisse und bilden Sie einen Mittelwert.

Congstar Homespot: Nutzern stehen drei Tarife zur Auswahl

Im Tarif Congstar Homespot L erhalten Sie pro Monat 50 GB Datenvolumen mit bis zu 40 MBit/s.
Vergrößern Im Tarif Congstar Homespot L erhalten Sie pro Monat 50 GB Datenvolumen mit bis zu 40 MBit/s.

Mit „ Homespot “ bietet Congstar ein ähnliches Angebot wie Gigacube, das sich allerdings in wichtigen Details unterscheidet. Da es sich bei Congstar um eine Telekom-Tochter handelt, wird deren Mobilfunknetz genutzt. Außerdem können Sie den Homespot nicht an wechselnden Orten nutzen, sondern nur an der von Ihnen bei der Bestellung angegebenen Adresse (und der Nachbarschaft). Sie können nachträglich zwar einen anderen Standort angeben, doch die Ortsumstellung kostet jedes Mal 20 Euro.

In den Tarifen Homespot S und M surfen Sie mit maximal 20 MBit/s im Download und 5,7 MBit/s im Upload. Die „S“-Variante richtet sich an Gelegenheitsnutzer: Sie zahlen keine Grundgebühr, sondern buchen bei Bedarf „Datenpässe“ mit zehn GB für zehn Euro, die jeweils 48 Stunden gültig sind. Die Variante „M“ kostet hingegen 20 Euro im Monat und bietet dafür monatlich 30 GB Volumen bei zweijähriger Laufzeit und 20 GB bei monatlicher Kündbarkeit. Bei der dritten Variante, Homespot L für 30 Euro pro Monat, beträgt die Bandbreite bis zu 40 MBit/s im Download und bis zehn MBit/s im Upload. Das Datenvolumen beträgt monatlich 50 GB bei zweijähriger Laufzeit, und ohne Laufzeitvertrag liegt es bei 40 GB monatlich.

Die Drosselung nach Verbrauch des Inklusivvolumens fällt bei den Congstar Homespot-Tarifen mit 384 KBit/s nicht ganz so stark aus wie bei Vodafone Gigacube. Mit dieser Bandbreite lässt sich zumindest noch halbwegs erträglich surfen. Videostreams gibt es damit aber nur in sehr geringer Qualität. Zusätzliches Datenvolumen können Sie über www.datapass.de (nur innerhalb des Telekom-Mobilfunknetzes erreichbar) für zehn Euro pro zehn GB hinzukaufen.

Die Einrichtungsgebühr schlägt bei den Tarifen mit Laufzeit mit zehn Euro und ansonsten mit 30 Euro zu Buche. Der LTE-Router „congstar WLAN-Cube“ (Huawei LTE Cube E5180) mit WLAN-n und LAN-Anschluss kostet 119,99 Euro. Wahlweise leisten Sie stattdessen eine Anzahlung von 23,99 Euro und zahlen anschließend 24- mal eine Rate in Höhe von 4 Euro.

Als Alternative bietet der Provider den ebenfalls LTE-fähigen „congstar WLAN-Router“ (Alcatel Link Zone MW40V) an. Er ist mit für 39,99 Euro zwar deutlich günstiger, verfügt aber über keine LAN-Buchse. Außerdem soll die WLAN-Reichweite Benutzerberichten zufolge nur einige Meter betragen. Sie müssen bei Congstar aber keinen LTE/WLAN-Router mitbestellen, sondern können auch ein anderes Gerät nutzen, zum Beispiel den TP-Link TL-MR6400 , die Fritzbox 6890 LTE oder das Modell 6820 LTE .

Ein Telefontarif ist weder bei Vodafone Gigacube noch bei Congstar Homespot enthalten. Sie können aber ein IP-Telefon per WLAN oder LAN verbinden oder eine VoIP-App wie „Zoiper“ auf Ihrem Smartphone installieren und damit über unabhängige VoIP-Anbieter wie www.easybell.de oder www.sipgate.de telefonieren, von denen Sie auch eine Festnetznummer erhalten.

Wird 5G der DSL-Killer?

Bei den Netzbetreibern sind die Planungen für 5G, den Nachfolgestandard von LTE („4G“ und „4.5G“), schon in vollem Gange. In zwei bis drei Jahren soll es losgehen. Auch hier wird es mehrere Ausbaustufen und damit Geschwindigkeiten geben. Mittelfristig sollen zehn GBit/s möglich sein, langfristig mehr als das Zehnfache. Einzelnen Nutzern stünden in der Praxis schon mittelfristig Geschwindigkeiten zwischen 100 und 500 MBit/s zuverlässig zur Verfügung, langfristig dann sogar ein GBit/s und mehr. Wenn genügend Bandbreite für alle verfügbar ist, müssten die Anbieter auch keine Drosselungen mehr vornehmen, sondern können echte, unlimitierte Flatrates anbieten. Dann würde 5G zur echten Konkurrenz für VDSL- und Kabelanschlüsse. Einem Glasfaseranschluss bis in die Wohnung (FTTH) wird eine Funklösung aber wohl nie das Wasser reichen können.

O2 Telefónica startet testweise mit neuem LTE-Homespot

Erst seit wenigen Wochen hat nun auch der spanische Provider Telefónica unter seiner Mobilfunkmarke O2 in Deutschland eine spezielle Tarif-Router-Option für die stationäre Nutzung im Angebot. Angeboten wird der „ O2 Homespot “ in zwei Varianten: zum einen als 24-Monate-Vertrag für 29,99 Euro pro Monat, zum zweiten als „Flex“-Variante ohne Laufzeitbindung. In diesem Fall zahlt man fünf Euro mehr, also 34,99 Euro. Dafür fallen die Gebühren nur in den Monaten an, in denen man den Tarif bucht. Hinzu kommen bei Homespot Flex 121 Euro einmalige Anschaffungskosten für den Router, während die Vertragskunden dafür nur einen Euro zahlen. In jedem Fall fällt ferner eine Anschlussgebühr von 29,95 Euro an.

Dafür stehen O2-Kunden monatlich 50 GB Hightspeedvolumen (wie bei Vodafone) mit einer Geschwindigkeit von bis zu 150 MBit/s zur Verfügung. Im Upload sind es maximal 50 MBit/s. Sind die 50 GByte verbraucht, sinkt die Bandbreite auf kaum brauchbare 32 KBit/s. Es sei denn, man bucht weitere 15 GByte Datenvolumen für knapp 15 Euro nach. Und ebenfalls wie bei Vodafone funktioniert der O2 Homespot überall in Deutschland, wo LTE zur Verfügung steht. Man ist also nicht wie bei Congstar an einen Ortsbereich gebunden. Im Ausland einschließlich der EU lässt sich der Homespot-Tarif dagegen nicht nutzen.

Als LTE-Router stellt Telefónica das Huawei-Modell B525s-23a zur Verfügung, das WLAN 802.11ac unterstützt und mit 2,4 und 5 GHz sendet. Der Router verfügt außerdem über vier Netzwerkbuchsen, so dass sich Desktop- PCs oder andere Geräte auch per Kabel mit dem Internet verbinden lassen. Darüberhinaus besitzt das Gerät einen USB-Anschluss sowie einen RJ11-Telefonanschluss, in den man jedes Festnetztelefon einstecken und per VoIP-Konfiguration verwenden kann. Dagegen fehlt dem Router ein Akku und damit die Möglichkeit zur echten mobilen Nutzung: Man bleibt auf das 230-Volt-Stromnetz angewiesen.

Insgesamt ist der neue O2-Tarif etwas günstiger als bei Vodafone. Ob das dauerhaft auch so bleibt, ist jedoch offen. Denn der Provider spricht ausdrücklich von einem zunächst sechsmonatigen Test.

Tipp: Mehr Surf-Tempo dank Router-Einstellungen

Telekom Hybrid: Kombination aus DSL und LTE ohne Drossel

Der Speedport Hybrid bündelt die Bandbreite von (V)DSL und LTE.
Vergrößern Der Speedport Hybrid bündelt die Bandbreite von (V)DSL und LTE.

Die „Hybrid“-Tarife der Telekom bestehen aus einem DSL- oder VDSL-Anschluss in Kombination mit einem besonderen LTE-Tarif. Ein spezieller Hybridrouter sorgt dafür, dass alle Daten in erster Linie über den (V)DSL-Zugang übertragen werden. Wenn dieser aber voll ausgelastet ist, schaltet der Router als Geschwindigkeitsschub LTE hinzu – und zwar ohne dass dafür zusätzliche Übertragungskosten anfallen und ohne Datenlimit respektive Drosselung.

Die drei Tarife Magenta Zuhause Hybrid S, M und L bieten bis zu 16, 50 beziehungsweise 100 MBit/s – und zwar jeweils getrennt für den DSL- und den LTE-Zugang. Das heißt, dass zum Beispiel bei der Variante S unter absoluten Idealbedingungen Downloads mit zwei Mal 16 MBit/s, also 32 MBit/s übertragen werden. Wobei Sie sich die Maximalbandbreite der örtlichen LTE-Funkzelle natürlich mit den anderen gerade aktiven Nutzern teilen müssen.

Neben dem Geschwindigkeitsturbo bietet Hybrid auch Ausfallsicherheit: Ist der DSL-Anschluss gestört, können Sie nahtlos und ebenfalls ohne Mehrkosten oder Drosselung über LTE weitersurfen.

Der Monatspreis für Hybrid beträgt für Neukunden 19,95 Euro in den ersten sechs Monaten. Anschließend werden für Variante „S“ mit 16 MBit/s monatlich 34,95 Euro fällig, für „M“ 39,95 Euro und für „L“ 44,95 Euro. Nach Ablauf des sechsten Monats können Sie innerhalb der drei Tarife wechseln, um entweder Geld zu sparen oder mehr Geschwindigkeit zu erhalten.

Ein nicht zu unterschätzender zusätzlicher Kostenblock ist allerdings der spezielle Hybridrouter, der sowohl ein DSL- als auch ein LTE-Modem besitzt. Die Telekom bietet ihn unter dem Namen Speedport Hybrid für 4,94 Euro im Monat oder einmalig 399,99 Euro an. Sie sind zwar nicht verpflichtet, diesen mitzubestellen, aber einen anderen kompatiblen Router gibt es auf dem Markt derzeit nicht.

Den (V)DSL-Anschluss des Hybridpakets können Sie zwar mit anderen Routern mit integriertem (V)DSL-Modem nutzen. Aber die SIM-Karte des LTE-Tarifs funktioniert nur innerhalb der näheren Umgebung Ihres Anschlussortes und auch nur in Kombination mit dem Speedport Hybrid. Telefonieren können Sie mit Hybrid genauso wie mit jedem Telekom-(V)DSL-Anschluss, indem Sie ein herkömmliches Telefon an den Speedport Hybrid anschließen oder schnurlos per DECT verbinden. Eine Festnetz-Flat ist inklusive.

Die Themen in Tech-up Weekly #111: +++ Amtlich: Die meisten Internetzugänge sind zu langsam +++ Neue Youtube-Regeln erschweren Monetarisierung +++ GPD Win 2: Mobilkonsole mit Windows 10 angekündigt +++ Quick-News der Woche +++ Kommentar der Woche +++ Fail der Woche: Familienfotos mit Photoshop verhunzt

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► Amtlich: Die meisten Internetzugänge sind zu langsam (0:20):
www.pcwelt.de/2324642

► Neue Youtube-Regeln erschweren Monetarisierung (2:19):
www.pcwelt.de/2324766

► GPD Win 2: Mobilkonsole mit Windows 10 angekündigt (4:34):
www.pcwelt.de/2324472

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Quick-News (6:55):

► Nintendo Labo: Bastelspaß mit der Nintendo Switch:
www.pcwelt.de/2324712

► Samsung hat faltbares Smartphone auf der CES gezeigt:
www.pcwelt.de/2323761

► Bitcoin & Co. im freien Fall, aber Analyst sieht es gelassen:
www.pcwelt.de/2324376

► 16-Jährige beklaut Mutter und beschenkt Streaming-Stars:
www.pcwelt.de/2323875

► Windows-10-Gerücht: Cortana erhält neuen Desktop-Platz:
www.pcwelt.de/2324071

► GronkhTV: Kommission stimmt Rundfunklizenz zu:
www.pcwelt.de/2323857

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Kommentar der Woche (8:27)

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Fail der Woche (9:11):

► Familienfotos mit Photoshop verhunzt:
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