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Ubuntu ohne Gnome: Xubuntu, Tuxedo Xubuntu und Kubuntu

10.12.2019 | 15:44 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Xubuntu

Bei Xubuntu wird der Windows-Manager Xfce anstelle von Unity eingesetzt. Xfce ist schlanker als Gnome, KDE und Unity, belegt weniger Ressourcen und stellt geringere Ansprüche an die Hardware, dafür ist sein Leistungsumfang nicht ganz so groß wie bei Gnome oder KDE. Crunchbang war eine weitere Variante von Ubuntu mit dem Xfce Desktop-Manager. Sie wurde aber 2015 eingestellt.

Xubuntu Core

Xubuntu Core ist ein besonders schlankes Xubuntu-System mit Xfce zum Selbsteinrichten. Anders als bei Xubuntu werden hier keine zusätzlichen Programme vorinstalliert.

Kubuntu

Diese Variante ist identisch mit Ubuntu, nur dass bei Kubuntu eben die grafische Oberfläche KDE anstelle von Gnome zum Einsatz kommt.

Ubuntu Gnome - bald wieder Standard

Ubuntu Gnome war eine Alternative für Ubuntu-Nutzer, die nicht Unity verwenden wollten. Da aber seit Ubuntu 17.10 Gnome wieder ohnehin der Standard-Desktop von Ubuntu ist, ist Ubuntu Gnome mittlerweile überflüssig.

Lubuntu

Lubuntu wiederum ist ein Ubuntu für Geräte mit älterer und schwächerer Hardware. Als Desktop-Umgebung verwendet Lubuntu die Desktop-Umgebung LXQT, die das lange Zeit verwendete LXDE abgelöst hat. LXQT soll ganz besonders ressourcenschonend sein.

Bodhi Linux

Ebenfalls ein sehr schlankes Linux für ältere Hardware ist Bodhi Linux . Es verwendet als Desktop-Umgebung die Eigenentwicklung Enlightment und kommt mit 128 MB Arbeitsspeicher und einem 300-MHz-Prozessor zurecht. Bodhi ist unbestritten ressourcenschonend, allerdings hat das seinen Preis: Man muss viele gängige Anwendungsprogramme erst nachinstallieren, und der integrierte Datei-Manager hat keinen LAN-Zugriff.

Ubuntu Budgie

Mit Ubuntu 17.04 stieß Ubuntu Budgie zur Ubuntu-Familie. Budgie benutzt zwar auch Gnome-Technologien und ist kompatibel zum standardmäßigen Ubuntu, orientiert sich aber ansonsten an der Distribution Solus.

Tuxedo, der in Augsburg beheimatete deutsche Hersteller von Linux-Notebooks und Linux-PCs, bietet mit TUXEDO_OS ein angepasste Ubuntu Budgie zur Vorinstallation auf seinen Notebooks an.

Elementary OS: Man muss erst etwas Hand anlegen, damit ElementaryOS endlich Videos und Film-DVDs abspielt.
Vergrößern Elementary OS: Man muss erst etwas Hand anlegen, damit ElementaryOS endlich Videos und Film-DVDs abspielt.

Elementary OS

Elementary OS basiert auf Ubuntu und will eine MacOS-ähnliche schicke Optik bieten. Als Desktop-Umgebung kommt Pantheon zum Einsatz. Installer, Software-Center und viele Systemkomponenten stammen von Ubuntu. Allerdings ist die Auswahl der Anwendungsprogramme etwas anders als unter Ubuntu: So kommt beispielsweise Midori als Browser zum Einsatz.

Nachteil: ElementaryOS spielt nach der Installation keine Videos, keine Film-DVDs und keine Musikdateien ab. Das die dafür benötigten Codecs und die Entschlüsselungssoftware fehlen. Anders als beispielsweise Ubuntu bietet ElementaryOS von sich aus nicht den Download der benötigten Codecs an, sondern der Benutzer muss selbst nach der Lösung googeln. Wir erklären in diesem Ratgeber ab dem Punkt Teil 2: Filme und (verschlüsselte) DVDs abspielen, wie Sie das Problem lösen..

Der deutsche Hardware-Hersteller Tuxedo verkaufte mit dem InfinityBook ein optisch ansprechendes Notebook mit Macbook-Anmutung.

Wir hatten solch ein Infinitybook im Praxistest.

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