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Kostenvoranschläge: Nur in Ausnahmefällen zahlen

29.08.2003 | 08:50 Uhr | Birgit Götz

Überprüfungs- und Transportkosten kann der Händler Ihnen nur dann aufbürden, wenn Sie beispielsweise an Ihrem Computer schwer nachvollziehbare Defekte reklamieren - das Gerät schaltet sich gelegentlich aus oder bleibt hängen -, der Service jedoch keinen Schaden feststellen kann. Dann liegt kein Mangel vor, für den der Händler einzustehen hat.

Was er nicht einfach auf Sie abwälzen darf, sind Gebühren für Kostenvoranschläge. Das ist in § 632 Abs. 3 BGB geregelt. Zahlen müssen Sie nur, wenn Kosten für einen Kostenvoranschlag bei Abgabe des Geräts zur Reparatur vereinbart wurden oder in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Händlers vorgesehen sind. Dann muss er Sie allerdings auch darauf hinweisen.

Wurde keine Kostenübernahme vereinbart, darf der Händler das Gerät auch nicht einfach zurückbehalten, um Ihnen so die Bezahlung des Kostenvoranschlags abzupressen. Zahlen Sie notfalls unter Vorbehalt, um Ihr Gerät zurückzubekommen, und klären Sie die Sache anschließend eventuell mit Hilfe eines Anwalts.

Mittlerweile passiert es immer häufiger, dass Händler ihre Kunden auch bitten, defekte Geräte direkt an den Hersteller zu schicken. Lassen Sie sich nicht dazu überreden. Sie haben den Vertrag mit dem Händler geschlossen und haben sich bei Reklamationen daher an ihn zu halten.

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