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Kostenpflichtige Hot-Spot-Nutzung

25.10.2002 | 09:56 Uhr |

Die Variante des kostenpflichtigen Zugangs wird vorwiegend in Hotels oder Flughäfen angeboten. Die Anmeldung zum Funknetz erfolgt über eine Intranet-Portalseite, die neben dem Internet-Zugang eine Reihe zusätzlicher Mehrwertdienste und lokale Services bereitstellt. Dazu gehören zum Beispiel Veranstaltungskalender, Messeführer, Stadtpläne, Buchungsmöglichkeiten bei Airports, Autovermietungen, Ausgeh- und Kulturtipps sowie Restaurantführer.

Will ein Gast den Internet-Zugang nutzen, bekommt er an der Rezeption oder einem Informationsschalter eine so genannte Access Card ausgehändigt, auf die ein persönlicher Login-Code und ein Passwort aufgedruckt sind. Erst damit ist ein Zugang zu den Diensten des Hot Spots für eine bestimmte Zeit möglich. Die Zugangskarten gibt es in unterschiedlichen Ausführungen: beispielsweise für eine oder zwei Stunden Nutzungsdauer sowie als Tagesticket. Über seinen Browser ruft der Anwender die Login-Seite des Hotels oder Flughafens auf und gibt die Daten der Access Card ein. Anschließend ist der Netzzugang innerhalb des gesamten Hot-Spot-Versorgungsgebiets für die jeweilige Nutzugsdauer freigeschaltet.

Access Cards enthalten den persönlichen Anmeldecode für die Portalseite des Hot Spots und schalten die Internet-Kommunikation frei.

Wie auch bei herkömmlichen fest verdrahteten Netzen hängt es von der Konfiguration des Internet-Gateways ab, welche Dienste tatsächlich zu nutzen sind. Der Internet-Zugang ist in der Regel durch Firewalls abgesichert, die bestimmte Dienste explizit erlauben müssen. Aktuell beschränken sich die meisten Anbieter auf den Webzugang per Browser. Andere Dienste und Ports, etwa für das Empfangen und Versenden von E-Mail (POP und SMTP9 sowie FTP), werden kaum angeboten.

Betreiber der Hot Spots sind entweder die Hotels oder Flughäfen selbst oder - und das ist die Regel - ein Service-Dienstleister. Bekannte Hot-Spot-Betreiber sind derzeit die WLAN GmbH , Megabeam Deutschland GmbH , STSN und die Global AirNet AG .

Sie übernehmen die komplette technische Abwicklung: Die an den einzelnen Access Points des Hot Spots auflaufenden Datenströme werden über eine Festverbindung zum Funknetzbetreiber und von dort ins Internet geleitet. Zentrale Abrechnungsserver übernehmen Benutzerauthentifizierung, Budgetüberwachung und bieten dem Betreiber weit reichende Kontroll- und Steuermöglichkeiten.

So lassen sich bestimmte Bandbreiten reservieren, gruppenspezifische Netzwerkdienste freischalten und die Abrechnung für den Benutzer über Access Card, Kreditkarte oder Kundenkarte abwickeln. Über eine Schnittstelle zum Hotelreservierungs- und Abrechnungssystem können die Entgelte für die Hot-Spot-Nutzung direkt auf die Zimmerrechnung gebucht werden. Firmen mit hohem Reiseaufkommen können aufgrund der zentralen Abrechnungsarchitektur auch individuelle Rahmenverträge abschließen. Die Anmeldung an den Hot Spots beispielsweise aller kooperierenden Hotels erfolgt mit einem persönlichen Zugangscode, die Abrechnung dann monatlich über das von allen Mitarbeitern verbrauchte Datenvolumen oder die Gesamtnutzungsdauer.

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