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Kostenlose Online-Navi-Apps

05.09.2010 | 09:11 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Die Online-Navi-Lösungen für Android haben vor allem ein schlagendes Argument: Sie kosten nichts. Das Kartenmaterial wird zudem ständig auf den Servern der Betreiber aktualisiert, der Benutzer muss sich um nichts kümmern. Als Nachteil muss aber ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass eben durchgehend eine Internetverbindung während der Nutzung erforderlich ist. Idealerweise sollte es sich dabei um eine UMTS-Anbindung handeln, damit zum Beispiel die Satellitenansicht in Google Maps Navigation flüssig funktioniert. Doch zwingend nötig ist UMTS nicht, wie der Test der PC-WELT ergab: Wir konnten mit Google Maps Navigation durchaus passabel auch mit einer langsameren Edge-Verbindung navigieren.

Telmap ist eine typische Online-/Onboard-Lösung für die Navigation
Vergrößern Telmap ist eine typische Online-/Onboard-Lösung für die Navigation
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Die Route samt Kartenmaterial lässt sich allerdings bei den Online-Lösungen nicht dauerhaft auf dem Smartphone speichern. Zudem kann eine häufige Nutzung der Online-Navi-Lösung dazu führen, dass das Traffic-Limit des Mobilfunk-Vertrags bald erreicht ist. Danach surft man entweder bis zum Monatsende generell nur noch mit Edge-Tempo oder es fallen eventuell sogar Zusatzkosten an. Bei der Nutzung einer Online-Navi-Lösung im Ausland drohen zudem heftige Roamingkosten. Eine kleine Abhilfe schafft hier eine kürzlich erfolgte Gesetzesänderung: Mobilfunkprovider in der EU sind seit dem 1. Juli 2010 immerhin dazu verpflichtet, die in einem Monat anfallenden Kosten auf 50 Euro zuzüglich Steuer zu begrenzen .

Sowohl Online- als auch Offline-Navi-Apps bieten zusätzliche Features wie POIs (Tankstellen, Parkplatzsuche, Apothekensuche, Verkehrslageinformationen, eventuell auch Sehenswürdigkeiten entlang der Route) und unterschiedliche Ansichten (2D, 3D, Satellitenansicht). Diese bereits in die Navigations-App integrierten Funktionen lassen sich noch durch zusätzliche Apps erweitern, beispielsweise für den
Wetterbericht , um sein in der Fremde geparktes Auto wiederzufinden (beispielsweise mit Find my Way), Blitzerwarner (Trapster (läuft im Hintergrund) und Radalert (läuft nicht im Hintergrund)), DasÖrtliche (um vor Ort Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants oder Werkstätten ausfindig zu machen) und Augmented Reality-Anwendungen , die Umgebungsinformationen in das Kamerabild des Smartphones einblenden.

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