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NFC - Blitzschnell per Karte oder App bezahlen

26.07.2018 | 08:09 Uhr |

Mit Kredit- oder EC-Karte ohne PIN beziehungsweise Unterschrift oder gar mit Mobilgeräten wie Smartphone und Smartwatch zu bezahlen mutet irgendwie nach Zukunft an. Doch all dies ist möglich. Lesen Sie hier, wie kontaktloses Bezahlen funktioniert.

Zwar lässt sich auch in Deutschland längst in vielen Supermärkten, Tankstellen, Drogeriemärkten und anderswo „kontaktlos“ mit der Kredit- oder EC-Karte sowie dem Smartphone bezahlen, wirklich etabliert haben sich die Optionen hierzulande aber bisher nicht. Dabei funktioniert die Bezahlmethode anders als mit Bargeld oder Karte plus PIN oder Unterschrift blitzschnell.

Bevor dieser Ratgeber nun die Einzelheiten des kontaktlosen beziehungsweise mobilen Bezahlens erklärt, geben wir einen schnellen Überblick über die wichtigsten Arten. Mit vielen Kredit- und EC-Karten können Sie schon jetzt bei Aldi, Lidl, Rewe, McDonalds, Saturn/Mediamarkt, DM, Ikea & Co. bezahlen, ohne dass Sie die Karte ins Kassenterminal einstecken und Ihre PIN eintippen oder den Kassenbon unterschreiben müssen – einfaches Dranhalten genügt.

Gleiches gilt für (geeignete) Smartphones mit Bezahl-App. Nachdem Google seine Bezahl-App Google Pay seit Kurzem auch in Deutschland freigeschaltet hat, werden Apple und Samsung mit ihren Lösungen vermutlich noch dieses Jahr nachziehen. Zudem ist Garmin als erster Wearable-Anbieter ins deutsche Payment-Geschäft eingestiegen und ermöglicht das kontaktlose Bezahlen nur mit der Sportuhr. Schließlich gibt es spezielle Lösungen, darunter die Bezahl-Apps der Handelskette Edeka mitsamt den Märkten von Netto und Marktkauf. Dazu noch ein Hinweis: Lassen Sie sich nicht von den beiden gebräuchlichen Begriffen „kontaktlos bezahlen“ und „mobil bezahlen“ verwirren. Der erste meint vor allem die kontaktlose Zahlung per Karte, der zweite die per Smartphone und -watch.

Online-Shopping: So bezahlen Sie richtig

Den ersten Einkauf kontaktlos bezahlen – ganz ohne Vorbereitung

Meist signalisiert das hier rot eingerahmte Funkwellensymbol auf der Kredit- oder EC-Karte (Girocard), dass Sie mit der Karte kontaktlos ohne Unterschrift und ohne PIN bezahlen können.
Vergrößern Meist signalisiert das hier rot eingerahmte Funkwellensymbol auf der Kredit- oder EC-Karte (Girocard), dass Sie mit der Karte kontaktlos ohne Unterschrift und ohne PIN bezahlen können.

Das scheint alles schon wieder kompliziert zu sein – dabei ist das kontaktlose Bezahlen im Geschäft wirklich ganz einfach. Wenn Sie Ihre Kredit- oder EC-Karte, die offiziell inzwischen Girocard heißt, bisher nur mit PIN und Unterschrift genutzt haben, werfen Sie doch bitte einmal einen Blick ins Portemonnaie. Ist dort auf einer der Karten ein Funkwellen-Symbol ähnlich dem WLAN-Zeichen abgebildet, verfügt sie über einen NFC-Chip und eignet sich somit auch für kontaktloses Bezahlen. NFC steht für Near Field Communication oder auf Deutsch „Nahfeldkommunikation“. Genau darum geht es hier auch, denn das Bezahlen per Funk funktioniert wirklich nur auf extrem kurzen Distanzen bis etwa vier Zentimeter.

Im Geschäft sagen Sie an der Kasse wie üblich, dass Sie mit Karte bezahlen möchten, und halten dann Ihre Karte – oder, falls nur eine einzige NFC-Karte darin steckt, die gesamte Geldbörse – an das Bezahlterminal und warten den Signalton und die Bestätigung auf dem Kartenleserdisplay ab. Das Ganze dauert nur eine Sekunde, ist also deutlich schneller als das Ausdrucken des Belegs. Mit einer NFC-Karte können Sie es ohne Vorbereitung gleich ausprobieren.

Dieses schnelle Szenario ohne PIN und Unterschrift ist in der Regel für Beträge bis 25 oder 50 Euro (bei Visa) freigeschaltet. Liegt der Betrag darüber, können Sie ebenfalls kontaktlos bezahlen, müssen dann aber zusätzlich zur Legitimation Ihre vierstellige Karten-PIN eingeben.

Wo können Sie nun per NFC-Kreditkarte bezahlen? Mastercard bestätigt, dass kontaktloses Bezahlen abgesehen von einigen kleinen Händlern in Deutschland mittlerweile an all seinen Bezahlterminals möglich ist. Konkurrent Visa äußerst sich nur zu Europa, wo man bis 2020 alle Kassenterminals mit NFC ausstatten will. Zu beachten ist allerdings, dass nach wie vor nicht alle Geschäfte Kreditkarten akzeptieren. So können Sie beim Lebensmitteldiscounter Penny zwar mit der Girocard ohne PIN und Unterschrift zahlen, Mastercard und Visa werden dort jedoch generell nicht als Zahlungsmittel akzeptiert.

So einfach das kontaktlose Bezahlen mit EC- oder Kreditkarte ist: Ihr Kreditinstitut muss erst einmal Karten mit Funkmodul ausgeben. Bank- und kontoübergreifend können Sie statt mit Karte über die gleiche Technik mit Ihrem Smartphone bezahlen.

Bezahlen mit Sportuhren und Wearables

Bezahlen ohne Geldbörse ist nicht nur mit dem Smartphone, sondern auch mit sogenannten Wearables möglich. Der Vorteil dabei ist, dass man sie beispielsweise beim Sport immer dabei und zudem am Handgelenk sofort verfügbar hat, ohne erst das Telefon hervorkramen zu müssen.



Garmin als wichtiger Hersteller im Navigations- und Sportbereich bietet sein eigenes Bezahlsystem Garmin Pay in Deutschland seit Mitte Juni an. Zum Start ließ sich Garmin Pay mit den Uhren Vivoactive 3 und 3 Music , Forerunner 645 und 645 Music sowie Fenix 5 Plus , 5S Plus und 5X Plus zum Bezahlen verwenden. Als Kooperationspartner fungieren hierzulande Mastercard, Boon mit seiner App und der deutsche Zahlungsdienstleister Petafuel mit seinem Dienst VIMpay.

VIMpay selbst offeriert darüber hinaus eine clevere Lösung fast ohne zusätzliche Ausgaben für Hardware, denn für einmalig 15 Euro gibt es hier eine Mini-Prepaid-Kreditkarte mit NFC-Funktechnik. Diese Plastikkarte VIMpayGo ist etwa doppelt so groß wie eine Mini-SIM-Karte fürs Mobiltelefon und lässt sich in das mitgelieferte flexible Sportarmband oder einen Anhänger für den Schlüsselbund einstecken. Das Aufladen und Geldmanagement erfolgt über die zugehörige Smartphone-App VIMpay (Android und iOS), das Telefon selbst mitsamt der App ist zum Bezahlen vor Ort jedoch nicht nötig. Aufladen lassen sich die Prepaid-Kreditkartenfunktion von Garmin Pay und VIMpay über jedes beliebige Girokonto, man ist also nicht auf bestimmte Geldinstitute beschränkt. Fitbit teilte auf Anfrage mit, dass das kontaktlose Bezahlen mit Fitbit Pay und Smartwatch voraussichtlich ab Herbst für die ersten deutschen Bankkunden möglich sein wird.

Ohne Kontobindung: Universelle Bezahl-Apps fürs Smartphone

Über die Android-App Boon Pay kann man mit jedem NFC-fähigen Smartphone kontaktlos bezahlen.
Vergrößern Über die Android-App Boon Pay kann man mit jedem NFC-fähigen Smartphone kontaktlos bezahlen.

Voraussetzung für das Bezahlen mit dem Telefon ist, das es Near Field Communication unterstützt. Knapp die Hälfte der neueren Android-Geräte ist mit NFC ausgestattet. Ob Ihres dabei ist, prüfen Sie mit einer der beiden Gratis-Apps „ NFC Check “ oder „ NFC Check by Tapkey“ aus dem Playstore. Voraussetzung bei den iPhones von Apple ist die aktuelle Betriebssystemversion iOS 11 und ein geeignetes Modell (ab iPhone 6 aufwärts sowie SE und X).

Die beiden wichtigsten universellen Apps beziehungsweise Dienste zum mobilen Bezahlen mit dem Telefon sind Boon vom Münchener Unternehmen Wirecard und Glase aus Schweden (früher SEQR). Auf beide gehen wir nun im Detail ein, unsere Ausführungen gelten für Deutschland beziehungsweise für hier bei Apple, Google und den Banken registrierte Nutzer.

Die App Boon Pay (nur Android) verwandelt jedes NFC-fähige Smartphone in eine virtuelle Kreditkarte, mit der Sie durch einfaches Auflegen überall dort bezahlen können, wo auch kontaktlose Kreditkarten von Mastercard akzeptiert werden. Damit kein Missverständnis aufkommt: Sie brauchen für Boon keine reale Kreditkarte, vielmehr können Sie das Prepaid-Guthaben der virtuellen Handy-Kreditkarte per Überweisung von jedem Girokonto aufladen.

Überblick: Diese Gesetze ändern sich 2018

Die Registrierung über die Boon-App inklusive der ersten Aufladung erledigen Sie in wenigen Minuten. Sobald Sie zusätzlich die neue App Google Pay aus dem Playstore eingerichtet haben, können Sie die virtuelle Boon-Kreditkarte zu Googles Bezahldienst hinzufügen – ja, Sie müssen es sogar, denn die bisherige „Tap & Pay“-Funktion wird in der neuen Boon-App nicht mehr unterstützt. Danach können Sie mit dem Smartphone wie mit einer NFC-Kredit- oder -ECKarte zahlen; das Smartphone muss bei Beträgen unter 25 Euro nicht einmal entsperrt werden. Vielmehr genügt es, am Telefon kurz die Ein-/Aus-Taste zu drücken, damit das Display aktiviert ist. Das mobile Bezahlen funktioniert übrigens bis zu fünf Mal auch ohne WLAN- oder Mobilfunkverbindung, erst danach muss das Smartphone zwischenzeitlich wieder im Internet eingebucht gewesen sein.

Besitzt Ihr Smartphone einen NFC-Chip? Mit der kostenlosen App „NFC Check“ wissen Sie es sofort.
Vergrößern Besitzt Ihr Smartphone einen NFC-Chip? Mit der kostenlosen App „NFC Check“ wissen Sie es sofort.

Boon Pay bietet übers Bezahlen hinaus diverse weitere Funktionen und verlangt dafür nach den ersten drei kostenlosen Monaten einen Monatsgebühr von 1,49 Euro, pro Jahr also knapp 18 Euro. Sieht man vom üblichen 1,25-Prozent-Umsatzanteil beim Auslandeinsatz außerhalb des Euro-Raumes ab, fallen keine weiteren Gebühren an. Deutlich höhere Limits als das Basic-Konto erlaubt Boon Plus.

Wie sicher ist das kostenlose Bezahlen?

Wie sicher ist nun das Bezahlen per Funk – und wie gut ist das System gegen Manipulation geschützt? Rein theoretisch existieren gleich drei unterschiedliche Angriffsszenarien, dennoch sind die Risiken äußerst gering – so zumindest lässt sich die Einschätzung von Sicherheitsexperten zum möglichen Abgreifen der Kreditkartendaten, zu einem Remote-Angriff und zum direkten Abbuchen zusammenfassen. Auch das versehentliche Bezahlen fremder Einkäufe „im Vorbeigehen“ ist de facto kaum möglich, schließlich funktioniert das NFC-Signal nur über ganz wenige Zentimeter. Ausgeschlossen ist zudem mehrfaches oder – falls man zwei oder mehr NFC-fähige Karten oder NFC-Geräte dabei hat – doppeltes Abbuchen. Marc Fliehe, inzwischen Leiter Digitales und IT-Sicherheit des VdTÜV, kommt deshalb zu dem Schluss, dass kontaktloses Bezahlen nicht risikoreicher ist als herkömmliche Zahlungen mit Karte.

In der Praxis ist das Bezahlen per Funkkarte auch deshalb vergleichsweise sicher, weil Diebe ohne PIN mit einer gestohlenen Karte nur bis maximal 25 oder 50 Euro einkaufen können. Da ist das einfache Fälschen der Unterschrift weit lukrativer. Und sobald Sie eine gestohlene EC- oder Kreditkarte über den 24-Stunden-Notruf 116116 sperren, sind auch kontaktlose Zahlvorgänge nicht mehr möglich.

Die Gefahr von Diebstahl und Verlust besteht natürlich auch beim Smartphone: Weil man mit der neuen Bezahl-App Boon Pay nun auch mit gesperrtem Smartphone Beträge bis maximal 25 Euro zahlen kann, ist das Betrugsrisiko deutlich größer als mit der bisherigen Boon-App.

Glase dagegen verlangt das Starten der App, so dass ein generell gegen unbefugte Benutzung geschütztes Mobilgerät keinerlei unerlaubten Bezahlvorgang ermöglicht.

Verbesserungswürdig ist in jedem Fall, dass sowohl bei Boon als auch bei Glase zum Sperren der Bezahldienste spezielle und zum Teil nicht rund um die Uhr erreichbare Sperrnummern anzurufen sind, nicht die genannte 116116.

Abschließend noch kurz zur Technik: Beim kontaktlosen Bezahlen mit Smartphone, Smartwatch und ähnlichen Geräten kommt die Host Card Emulation (HCE) mit Token zum Einsatz. Dabei werden die „echten“ Karten- und Personeninformationen durch ein eindeutiges digitales Identifikationsmuster ersetzt. Für die Zahlung wird dann nur dieser Token verwendet, nicht dagegen Ihre sensiblen Kontoinformationen.

Von Tücken und Problemen bei der Registrierung

Unsere ersten Bezahlversuche mit der Glase-App verliefen etwas holprig.
Vergrößern Unsere ersten Bezahlversuche mit der Glase-App verliefen etwas holprig.

Vom Prinzip der virtuellen Prepaid-Mastercard ähnlich wie Boon Pay arbeitet die für Android, iOS und Windows Phone verfügbare App Glase . Auch hier ist die Registrierung inklusive der Foto-Scans von Vorderund Rückseite des Personalausweises schnell durchgeführt – zumindest im Prinzip! Denn bei unserem Versuch häuften sich die Probleme geradezu: Das Verknüpfen mit einem Girokonto scheiterte an der Meldung „Identifizierung erforderlich“, beim Starten der Bezahlfunktion meldete die App lapidar „Der Dienst ist nicht verfügbar“ und das Aufladen per Kreditkarte missglückte, weil das „Aufwerten unmöglich“ war. Der immerhin sofort reagierende Support schreibt zunächst von einem Bug und empfiehlt die Neuinstallation der App. Tatsächlich aber hatte sich bei der äußerst mühevollen Eingabe des Geburtsdatums ein Fehler eingeschlichen – und genau daran scheiterte die Legitimation. Nach gut einer Stunde und zehnmaligem Mailkontakt mit dem Support stand dem kontaktlosen Bezahlen mit der Glase-App nichts mehr im Wege. In der Praxis funktioniert Glase ebenso einfach, schnell und offline wie Boon Pay – und zwar ganz ohne das neue Google Pay. Abgesehen von dem (nicht obligatorischen) Aufladen über eine reale Kreditkarte ist die Verwendung von Glase völlig kostenlos. Mehr Infos zu Glase finden Sie hier .

Als wenig praktikabel erweisen sich dagegen die Bezahl-Apps der Edeka-Gruppe . Das beginnt mit der Einschränkung auf diese Handelskette, geht über das jeweilige Festlegen auf eine Filiale und reicht bis zum Fakt, dass zum Bezahlen zwingend eine Internetverbindung erforderlich ist. Einkaufen in Edeka-Filialen irgendwo im Untergeschoss ohne Einloggen in potenziell unsichere WLAN-Hotspots ist also nicht immer möglich.

Bezahlen nur per NFC - Ein Selbstversuch

Kann man de facto ganz ohne Bargeld, PIN und Unterschrift einkaufen? Was alles lässt sich also ausschließlich per Funk bezahlen und was nicht? Der Autor hat es mit NFC-Kreditkarte und -Smartphone ausprobiert.

Viele Supermärkte und Geschäfte akzeptieren das Bezahlen mit NFC-Kreditkarte beziehungsweise -Smartphone, aber eben doch längst nicht alle. So hat selbst manche Bäckereikette schon auf die Funktechnik aufgerüstet. Ähnlich sieht es bei Tankstellen, Fahrkartenautomaten, in Kinos, Restaurants und anderen Verkaufsstellen aus. Positiv festzuhalten bleibt, wie schnell und problemlos das Bezahlen per Funk abläuft. Auch das Kassenpersonal ist damit insofern vertraut, als die Kunden einfach wie bisher auch sagen müssen, dass sie Karte bezahlen möchte. Hält man dann Smartphone, Fitness-Tracker oder Schlüsselanhänger ans Bezahlterminal, sieht man zwar manchen erstaunten oder gar skeptischen Blick, die Kasse aber akzeptiert es. Verhungern würde man bei einer ausschließlichen NFC-Einkaufstour also nicht, andererseits ist die Auswahl der Geschäfte in Deutschland doch noch etwas eingeschränkt. Das ändert sich vermutlich, nachdem nun auch Google Pay gestartet ist und der Bezahldienst von Apple noch im Herbst folgen dürfte.

Ein völlig anderer Aspekt ist der Datenschutz: Beim Bezahlen mit Bargeld erfährt niemand, was Sie wann wo gekauft haben. Das ist beim Smartphone oder der Giround Kreditkarte anders, und zwar unabhängig von der Funktechnik.

Fazit: Google Pay am Start, Warten auf Apple & Samsung Pay

Seit Juni ist das Bezahlsystem von Google auch in Deutschland für die ersten Bankkunden verfügbar.
Vergrößern Seit Juni ist das Bezahlsystem von Google auch in Deutschland für die ersten Bankkunden verfügbar.

Abgesehen von solchen proprietären Lösungen funktioniert das kontaktloses Bezahlen per Karte oder Smartphone einfach, schnell und sicher. Die Einstiegshürden sind vergleichsweise gering: Wer eine Kredit- oder EC-Karte mit Funkmodul besitzt, kann sofort los zum Shoppen. Fast genauso bequem haben es Besitzer eines NFC-fähigen Smartphones: Nach einer kurzen Registrierung lässt sich das Telefon mit einer der beiden universellen Bezahl-Apps Boon Pay oder Glase genauso wie eine NFC-Kreditkarte verwenden.

Durchgesetzt haben sich das kontaktlose und das mobile Bezahlen in Deutschland bisher nicht. Selbst wenn Sie an der Supermarktkasse blitzschnell fertig sind, vor Ihnen dauert das Bezahlen der meisten übrigen Kunden mit Bargeld, PIN oder Unterschrift dann meist doch etwas länger. Ändern könnte sich dies jedoch jetzt, weil das Bezahlen mit Smartphone und Google Pay nun auch in Deutschland möglich ist. Noch lässt sich Google Pay zwar offiziell nur von Kunden weniger Banken (Commerzbank, Comdirect und N26, aktuelle Liste ) nutzen, über Boon Pay steht der Dienst aber allen Besitzern eines NFC-fähigen Smartphones offen.

Außerdem setzt Google seine beiden Konkurrenten Apple und Samsung unter Druck, ihre anderswo längst etablierten Bezahldienste fürs Smartphone ebenfalls in der Bundesrepublik freizuschalten. Darüber hinaus haben die Sparkassen angekündigt, ihre Mobil-App mit einer Bezahloption auszustatten - los geht´s Ende Juli 2018. Andere Banken wie die Postbank bieten die im Zuge einer Kooperation mit Visa bereits an. Die Zeit der Bezahl-Experimente scheint also vorbei, jetzt drängen die System der Großen in den Markt.

Schon für unter 200 Euro gibt's Smartphones mit ordentlicher Leistung, coolem Design und aktueller Android-Version. Wir haben uns auf der Handy-Messe MWC 2018 die interessantesten Schnäppchen-Smartphones angeschaut, die in den nächsten Wochen und Monaten auf den Markt kommen. Hinweis: Das ZTE Blade V9 liegt mit 219 Euro (269 Euro minus 50 Euro Vorbesteller-Rabatt bis 31.03.) zwar knapp über der 200-Euro-Grenze, darf aber aufgrund des sehr guten Preis-/Leistungsverältnisses unserer Meinung nach trotzdem nicht in dieser Runde fehlen.

Hier die Schnäppchen-Smartphones in der Reihenfolge, in der sie im Video gezeigt werden:

► Wiko View 2
► ZTE Blade V9 (bei Amazon: amzn.to/2oMv0WJ / 50 Euro Vorbesteller-Rabatt bis 31.03., wird an der Kasse abgezogen )
► LG K10 (2018) / LG K10 Plus (2018)
► LG K8 (2018)
► Nokia 1 (Hands-on-Video: www.youtube.com/watch?v=k0v7UgNHFGc)


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